Fritz Bauer Institut

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Veranstaltungen Mai 2012

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Buchvorstellung mit Timothy Snyder:
Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin

Dienstag, 01. Mai 2012, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Grüneburgplatz 1, IG Farben-Haus, Raum 311
Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin gehört zu den Büchern, die einen anderen Blick auf die europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts eröffnen. Für die Jahre 1930 bis 1945 erzählt Timothy Snyder die Massenverbrechen der Sowjetunion und Nazi-Deutschlands, die in dem Territorium zwischen den beiden Regimen – den »Bloodlands« – über 14 Millionen Opfer gekostet haben. Er fragt in neuer Weise nach den Zusammenhängen, Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Hitlers Nationalsozialismus und Stalins Sowjetsystem. Snyder provoziert damit unser Nachdenken über dieses grausamste Kapitel europäischer Geschichte im 20. Jahrhundert.

Timothy Snyder
lehrt osteuropäische Geschichte an der Yale University.

Timothy Snyder: Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin
München: C.H.Beck, 2012, 523 S., € 29,95

Kontakt
info(at)fritz-bauer-institut.de
Tagung:
Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft. Bildungsansatz Alltagskultur

Donnerstag, 03. Mai 2012, 13:30 Uhr
bis Freitag, 04. Mai 2012, 18:30 Uhr
Jugendamt der Stadt Frankfurt am Main
Eschersheimer Landstr. 241–249, 60320 Frankfurt am Main
Antisemitismus, Rassismus, Islamfeindlichkeit – Migrationsgesellschaft, Konkurrenzen, Bildungsstrategien: Diese Stichworte prägen zunehmend die gesellschaftliche, wissenschaftliche und pädagogische Auseinandersetzung mit Vorurteilen und mit ausgrenzenden Denk- und Deutungsmustern. Vielfach schwankt die Diskussion zwischen Eifer und Orientierungslosigkeit, zwischen eindeutigen Positionen und Differenziertheit.
Antisemitismus ist kein Randgruppen- oder Minderheitenphänomen, sondern funktioniert herkunfts- und schichtenübergreifend. Gleichzeitig bringt die Migrationsgesellschaft mit ihren vielfältigen Identitäts- und Geschichtsbezügen neue Spannungsfelder mit sich. Soweit herrscht Einigkeit – in der Wissenschaft wie in der Bildungspraxis. Wie sich diese Spannungsfelder jedoch konkret gestalten und wo und wie Pädagogik sinnvoll ansetzen kann, wird kontrovers diskutiert.
Die Tagungsreihe »Blickwinkel. Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft« beleuchtet aktuelle Analysen, diskutiert innovative Bildungsansätze und setzt diskurskritische Akzente.
Drei thematisch fokussierte Veranstaltungen in Berlin, Frankfurt am Main und Köln bieten ein Forum für Wissenschaft und pädagogische Praxis.
Nachdem die erste Tagung dieser Reihe den »Bildungsraum Lebenswelt« im Fokus hatte, steht jetzt die Frage nach alltagskulturellen Aspekten im Mittelpunkt. Im engen Austausch von Wissenschaft und Bildungspraxis werden wir Schnittstellen von Alltagskulturen und Antisemitismus analysieren und die Potenziale präventiv-pädagogischer Konzepte diskutieren: Was bedeutet Alltagskultur in der Migrationsgesellschaft? Ist Antisemitismus ein prägender Bestandteil? Welche Rolle spielen dabei Medien, Sport, Musik, Geschichtsbezüge und Erinnerungskulturen? Und wie können pädagogische Zugänge aussehen, die unterschiedliche Lebensrealitäten wahr- und ernstnehmen?

Ein Kooperationsprojekt von
Anne Goldenbogen, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e.V.);
Dr. Martin Salm, Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«;
Dr. Juliane Wetzel, Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin;
Dr. Meron Mendel, Jugendbegegnungsstätte Anne Frank e.V.;
Gottfried Kößler, Pädagogisches Zentrum Frankfurt am Main;
in Zusammenarbeit mit dem Jugendbildungswerk der Stadt Frankfurt am Main

Anmeldeschluss: 15. April 2012
Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben. Ein Reisekostenzuschuss kann gewährt werden. Ein begrenztes bezuschusstes Zimmerkontingent ist vorhanden (Übernachtungskosten pro Nacht: EZ € 35,– / DZ € 15,–).

... Tagungsprogramm (pdf-Datei)

Anmeldung
Jugendbegegnungsstätte Anne Frank e.V.
Tami Ensinger
Hansaallee 150
60320 Frankfurt am Main
Tel.: 069.5600020
TEnsinger(at)jbs-anne-frank.de
www.jbs-anne-frank.de
Vortrag von Moshe Zuckermann:
Israel, BRD und die Springer-Medien.
Anmerkungen zur westdeutschen Nachkriegszeit

Montag, 07. Mai 2012, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Grüneburgplatz 1, Casino-Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 1.801
Begleitprogramm zur Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt am Main,
Bild dir dein Volk! Axel Springer und die Juden, 15. März bis 29. Juli 2012.

Das Verhältnis zwischen der alten Bundesrepublik und Israel war in der Nachkriegszeit primär durch die Shoah-Erinnerung kodiert. Im restaurativen Klima der Adenauer-Ära der 1950er Jahre manifestierte sich das vornehmlich in der Materialisierung der Sühne durch die Wiedergutmachungsabkommen von 1952. Die 1960er Jahre zeichneten sich durch eine zunehmende Hinterfragung der jüngsten deutschen Vergangenheit aus. Diese wurde durch die linken Intellektuellen zum Topos erhoben. Zugleich zeichnete sich aber auch die Gesinnung dieser Intelligenz durch eine kritische Einstellung zu Israels Politik nach 1967. Axel Springers mediale Praxis stand im Schnittpunkt dieser Koordinaten: Zum einen eine vorbehaltlose Solidarität mit Israel, zum anderen eine damit einhergehende Attacke ebendieser kritischen Intelligenz. Die politische Kultur der BRD wurde weitgehend von diesen Spannungsfeldern geprägt.

Prof. Dr. Moshe Zuckermann ist Soziologe und Professor für Geschichte und Philosophie an der Universität Tel Aviv.

Kontakt:
Fritz Bauer Institut
Dr. Dmitrij Belkin
Grüneburgplatz 1
D-60323 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69.798 322-60
Telefax: +49 (0)69.798 322-41
E-Mail: d.belkin(at)fritz-bauer-institut.de
Ausstellung:
Gegen den Strom –
Solidarität und Hilfe für verfolgte Juden in Frankfurt und Hessen

Mittwoch, 09. Mai 2012, 10:00 Uhr
bis Sonntag, 14. Oktober 2012
Jüdisches Museum Judengasse
Kurt-Schumacher-Str. 10, Frankfurt am Main
Ab August 2012 präsentieren das Jüdisches Museum Frankfurt und das Fritz Bauer Institut ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen und Filmen.

Die Ausstellung erzählt in 15 Themeninseln von Paaren, die Hilfe erhielten oder einander beistanden. Sie beleuchtet die Dimensionen solidarischen Verhaltens mit verfolgten Juden: von Freundschaften über riskante Fluchthilfen bis hin zu Rettungswiderstand im Schatten der Massenmorde. Dazu gehören Beispiele geglückter Hilfen wie auch das tragische Scheitern.

Kontakt
juedischesmuseum.de/museumjudengasse.html
Vortrag von David Nirenberg:
Jewishness as Concept in Christian Politics – Medieval and Modern

Mittwoch, 09. Mai 2012, 18:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Grüneburgplatz 1, IG Farben-Haus, Raum 411
Vortrag in englischer Sprache

Kantorowicz-Lecture in Political Manguage 2012
Veranstalter: Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit dem Fritz Bauer Institut

From Origen and Ambrose, Luther and Shakespeare, Karl Marx and Joseph Goebbels: these and many other thinkers have characterized certain types of political regimes as »Jewish«. What cultural logics made the vocabulary of Judaizing such an enduring way of criticizing politics? This lecture will begin by exploring – through an early Christian, a medieval, and a modern example – how »Judaism« became a meaningful critique of political representation. It will conclude by asking what the durability of this critique can teach us about how we approach the history of ideas and of concepts.

David Nirenberg ist Professor für Mediaval History and Social Thought an der Universität von Chicago.

Kontakt
Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften
an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Tel: 069.798-32114
Fax: 069.798-32115
M.Beck(at)em.uni-frankfurt.de
www.fzhg.org
Vortrag von Prof. Dr. Tsvi Blanchard (New York/Berlin):
Ethics and Law in Pursuit of the Ideal: The Jewish Voice of Hermann Cohen

Donnerstag, 10. Mai 2012, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Grüneburgplatz 1, Casino-Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 1.802
Vortrag in englischer Sprache

Leo Baeck Lecture Series 2012: »Jews and Justice«
Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Fritz Bauer Instituts, des Jüdischen Museums Frankfurt am Main und des Leo Baeck Institute London
In diesem Jahr ist das Thema der Leo Baeck Lecture Series »Jews and Justice«. Die Reihe beinhaltet Vorträge über deutsche Rechtstheoretiker, Schriftsteller und über den Zusammenhang von Recht und Religion. Es sollen verschiedene Konzepte von Gerechtigkeit und Recht diskutiert werden, ihre Beziehungen zu realen politischen und historischen Verhältnissen und mögliche rechtliche und politische Konflikte, die daraus hervorgingen.

Hermann Cohen, a 19th and early 20th German Idealist philosopher, founded one of the most important schools of Neokantianism. He was also one of the most important modern Jewish thinkers. His special emphasis on the conceptual importance of law and ethical ideals in systematic philosophy is also reflected in the role he assigns them in his Jewish writings, especially in his masterwork The Religion of Reason: Out of the Sources of Judaism. Known as a leading representative of ethical monotheism, Cohen still has much to say to us about how moral vision informs law.

Prof. Dr. Tsvi Blanchard ist orthodoxer Rabbinerund war Professor für Philosophie und Direktor der Ida Crown Jewish Academy in Chicago. Er ist Direktor für Organisationsentwicklung am National Jewish Center for Learning and Leadership (CLAL) und Gastprofessor für jüdisches Recht an der Humboldt Universität Berlin. Gegenwärtig arbeitet Blanchard an rechtswissenschaftlichen und philosophischen Themen in pluralistischen Rechtssystemen – vor allem dem talmudischen Rechtssystem.
Zu seinen Veröffentlichungen zählt der Aufsatz »Law and Redemptive Narrative: Genesis as a Cultural Resource in the 21st Century« (Hebraic Political Studies) sowie ein Kapitel in Why Study Talmud in the 21st Century, Lexington Books 2009. Zudem ist er Co-Autor von Embracing life, facing death: A Jewish Guide to Palliative Care.

Kontakt
info(at)fritz-bauer-institut.de
Tagung:
KZ-Häftling, Historiker, Gesellschaftskritiker
Hermann Langbein zum 100. Geburtstag

Freitag, 11. Mai 2012, 11:00 Uhr
Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien
Veranstalter
Institut für Zeitgeschichte (Universität Wien), Gesellschaft für politische Aufklärung (Innsbruck und Wien) und Fritz Bauer Institut (Frankfurt am Main); in Kooperation mit der Österreichischen HochschülerInnenschaft (Universität Wien); mit finanzieller Unterstützung der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und der Kulturabteilung der Stadt Wien.

Konzeption und Organisation
Sybille Steinbacher, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

Tagungsprogramm (11:00 bis 19:00 Uhr)
  • Barbara Distel (München): Widerstand und Erinnerung. Das Vermächtnis von Hermann Langbein
  • Hans Safrian (Wien): Hermann Langbein im Spanischen Bürgerkrieg
  • Brigitte Halbmayr (Wien): »Ich war ein gläubiger Kommunist.« Hermann Langbeins Verhältnis zur Kommunistischen Partei
  • Katharina Stengel (Frankfurt am Main): Hermann Langbein und die Auseinandersetzung mit Auschwitz in der frühen Nachkriegszeit
  • Sybille Steinbacher (Wien): »Menschen in Auschwitz« und die Auschwitz-Forschung
  • Erika Thurner (Innsbruck): Hermann Langbein im Bemühen um vergessene Opfergruppen
  • Anton Pelinka (Budapest): Brüche österreichischer Geschichte reflektiert in Hermann Langbeins Leben
  • Bertrand Perz (Wien): Hermann Langbein und die Entstehung der österreichischen Gedenkstätte Auschwitz
  • Jan Parcer (Oświęcim): Meine Begegnungen mit Hermann Langbein. Eine persönliche Erinnerung
  • Karin Liebhart (Wien): Hermann Langbein und das Zeitzeugen-Projekt in Österreich
  • Norbert Frei (Jena): Hermann Langbein und der Kampf gegen die „Auschwitz-Lüge“
  • Johannes Schwantner (Wien): Fortbildung für Schüler und Lehrer. Das Hermann Langbein-Symposium
  • Kurt Langbein (Wien): Hermann Langbein privat
Hermann Langbein setzte Maßstäbe: als Überlebender des NS-Terrors, als gesellschaftskritisch intervenierender Historiker und als Akteur in den hitzigen erinnerungspolitischen Konflikten der Nachkriegsjahrzehnte in Österreich und Deutschland. Er überlebte Dachau, Auschwitz und Neuengamme und hatte in den Konzentrationslagern zur Kerngruppe des Widerstands gehört. Nach Kriegsende war der ehemalige Spanienkämpfer Funktionär der KPÖ. Als Generalsekretär des Internationalen Auschwitz-Komitees und später als Sekretär des Comité International des Camps, der Organisation der ehemaligen Häftlinge der nationalsozialistischen Lager, kämpfte er für die Rechte der Überlebenden. Zu einer Zeit, als kaum jemand sich für ihr Leid interessierte und viele Opfergruppen in Vergessenheit gerieten, schrieb Langbein Bücher über seine Erfahrungen in den Terrorstätten des Dritten Reiches. Mit Verve setzte er sich für die Entschädigung der Verfolgten, für die Strafverfolgung von NS-Verbrechern und für die gesellschaftliche sowie (rechts-)politische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ein. Dabei hatte er sich als Kommunist in der politisch brisanten Atmosphäre des Kalten Krieges stets gegen Angriffe zu wehren.
Dass der Auschwitz-Prozess in Frankfurt am Main 1963 zustande kam, ist wesentlich auf ihn zurückzuführen. Maßgeblich trug er auch dazu bei, dass das gesellschaftliche Bewusstsein für die Verbrechen des Dritten Reiches unter Deutschen wie Österreichern allmählich wuchs und vor allem junge Leute Sensibilität dafür entwickelten. Dafür spielten seine Bücher eine wichtige Rolle, die eine große Öffentlichkeit erreichten und bis heute Standardwerke sind.
Langbein, von der Gedenkstätte Yad Vashem 1967 als »Gerechter unter den Völkern« geehrt, war in den siebziger Jahren einer der Initiatoren, die Überlebende der NS-Zeit als Zeitzeugen in die österreichischen Schulen holten. Gegen die Auschwitz-Leugnung ging er leidenschaftlich vor, bis an sein Lebensende engagierte er sich für die kritische Aufklärung und die politische Bildung junger Leute; er starb mit 83 Jahren im Oktober 1995 in seiner Geburtsstadt Wien.
Hermann Langbein würde im Mai 100 Jahre alt werden. Ziel der Tagung, die zu seinen Ehren aus diesem Anlass veranstaltet wird, ist es, ein Porträt von Langbeins Wirken zu zeichnen, seine Lebensleistung zu würdigen und über die politischen und gesellschaftlichen Widerstände nachzudenken, gegen die er anzukämpfen hatte.

Anmeldung
Emanuel Althuber
Institut für Zeitgeschichte
Universität Wien, Spitalgasse 2-4, 1090 Wien
sekretariat.steinbacher.zeitgeschichte(at)univie.ac.at
Ausstellungseröffnung:
»Ein Leben aufs neu« – Das Robinson Album.
Jüdische »Displaced Persons« auf deutschen Boden 1945–1948

Samstag, 12. Mai 2012, 19:00 Uhr
Stadtmuseum Hofgeismar, Petriplatz 2, 34369 Hofgeismar
Ausstellung des Fritz Bauer Instituts,
präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Hofgeismar.
Samstag, 12. Mai bis Montag, 13. August 2012

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs fanden jüdische Überlebende der NS-Terrorherrschaft im Nachkriegsdeutschland Zuflucht in sogenannten Displaced Persons (DP) Camps. Die Fotoausstellung porträtiert das täglliche Leben und die Arbeit der Selbstverwaltung in dem Lager für jüdische Displaced Persons in Frankfurt-Zeisheim. Der Fotograf Ephraim Robinson lebte selbst als DP in diesem Lager und hielt eindrücklich fest, wie die Menschen ihre Belange in die eigenen Hände nahmen, den Alltag gestalteten, ein »Leben aufs neu« wagten. Als Ephraim Robinson 1958 in den USA verstarb, hinterließ er nicht nur viele hunderte Aufnahmen, sondern auch ein Album, das die Geschichte der jüdischen DPs in exemplarischer Weise erzählt.

... Informationen zur Ausstellung

Kontakt
Stadtmuseum Hofgeismar
Petriplatz 2
34369 Hofgeismar
Tel: 05671.4791
Öffentliche Führung:
Norbert Wollheim Memorial

Samstag, 19. Mai 2012, 15:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Grüneburgplatz 1, Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon
Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de
www.wollheim-memorial.de
Vortrag von Dr. Gudrun Kruip:
Jüdische Remigranten im Axel Springer Verlag

Dienstag, 22. Mai 2012, 19:00 Uhr
Jüdisches Museum, Untermainkai 14/15, 60311 Frankfurt am Main
Begleitprogramm zur Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt am Main,
Bild dir dein Volk! Axel Springer und die Juden, 15. März bis 29. Juli 2012.
Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Fritz Bauer Institut und dem Jüdischen Museum Frankfurt.

Der Wiederaufbau der deutschen Presse nach 1945 wurde von den Alliierten überwacht. Dabei wurde eine Entnazifizierung der Medien angestrebt. Lizenzen sollen nur an Journalisten ohne NS-Vergangenheit vergeben werden. In den meisten Verlagen besteht das Personal indes aus Journalisten, die in der Propagandapresse des »Dritten Reiches« aktiv waren oder eine SS-Vergangenheit hatten. Auch im Axel Springer Verlag kommt es innerhalb des engen Beraterkreises um den Verleger zu einem Nebeneinander von ehemaligen Nationalsozialisten und zurückgekehrten Juden, darunter Ernst Cramer. Der Vortrag von Dr. Gudrun Kruip geht diesem Phänomen aus der Perspektive der jüdischen Remigranten nach.

Dr. Gudrun Kruip, geb. 1963, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus in Stuttgart. U.A. ist sie Verfasserin einer Monographie zur Geschickte und Ideologie des AS Verlags: Das »Welt«-»Bild« des Axel Springer Verlags. Journalismus zwischen westlichen Werten und deutschen Denktraditionen, Oldenbourg Verlag, München 1999.

Kontakt:
Fritz Bauer Institut
Dr. Dmitrij Belkin
Grüneburgplatz 1
D-60323 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69.798 322-60
Telefax: +49 (0)69.798 322-41
E-Mail: d.belkin(at)fritz-bauer-institut.de
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Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69.798 322-40
Telefax: +49 (0)69.798 322-41
E-Mail: info(at)fritz-bauer-institut.de

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Letzte Änderung: 21. Juni 2011

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