Fritz Bauer Institut

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Veranstaltungen May 2013

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Verleihung des Ignatz Bubis-Preises für Verständigung 2013
an das Fritz Bauer Institut

Thursday, 02. May 2013, 15:00
Paulskirche, Plenarsaal, Paulsplatz 11, Frankfurt am Main 
Der Ignatz Bubis-Preis wird in diesem Jahr an das Fritz Bauer Institut vergeben. Die Laudatio im Plenarsaal der Frankfurter Paulskirche hält Prof. Dr. Dan Diner, Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig und Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem.

Mit der Verleihung des Ignatz Bubis-Preises für Verständigung ehrt die Stadt Frankfurt am Main das Lebenswerk und die Persönlichkeit von Ignatz Bubis, des ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland. Die Verleihung ist darüber hinaus Ausdruck der Verpflichtung der Stadt Frankfurt am Main, für die von Ignatz Bubis verkörperten Werte einzutreten.

Die Stadt Frankfurt am Main verleiht den Ignatz Bubis-Preis für Verständigung seit 2001 alle drei Jahre an eine Persönlichkeit oder Organisation, deren öffentliches Wirken in hervorragender Weise im Sinne der von Ignatz Bubis vertretenen Werte gekennzeichnet ist. Der Preis besteht aus einer künstlerisch gestalteten Urkunde und ist mit 50.000 Euro dotiert. Bisherige Preisträger sind: Wolfgang Thierse, Präsident des Deutschen Bundestages (2001); Prof. Dr. Franz Kamphaus, Bischof von Limburg (2004); Dr. Walter Wallmann, Oberbürgermeister a. D. (2007); Trude Simonsohn, Holocaust-Überlebende und Sozialarbeiterin (2010).

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
info(at)fritz-bauer-institut.de

Buchvorstellung mit Dr. Alexander Korb, Jena:
Im Schatten des Weltkriegs. Massengewalt der Ustaša gegen Serben, Juden und Roma in Kroatien 1941–1945

Monday, 13. May 2013, 18:15
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Grüneburgplatz 1, Casino Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 1.801
Im Schatten des Zweiten Weltkriegs versuchte die kroatische Ustaša-Bewegung, gewaltsam einen ethnisch homogenen Nationalstaat zu schaffen. Die Zerschlagung Jugoslawiens durch die Wehrmacht ermöglichte es der Ustaša, ein Terrorregime zu etablieren, das sich vornehmlich gegen Serben, Juden und Roma richtete. Damit entfesselte die Ustaša einen Bürgerkrieg, dem etwa 500.000 Menschen zum Opfer fielen.
Alexander Korb fragt in seinem Buch nach den Motiven, Interessen und Handlungsspielräumen der Ustaša, nach dem Verlauf des Gewalteinsatzes und nach dem Zusammenspiel von Bürgerkriegsdynamiken und Brutalisierung. Dabei tritt eine komplexe Spirale der Gewalt zutage, an der kroatische, serbische, deutsche und italienische Akteure beteiligt waren.

Dr. Alexander Korb,
ist Lecturer in Modern European History an der University of Leicester und amtierender Direktor des dortigen Stanley Burton Centre for Holocaust and Genocide Studies. Von Oktober 2012 bis September 2013 forscht er am Imre Kertész Kolleg an der Friedrich-Schiller-Universitat Jena.
Im Schatten des Weltkriegs geht auf seine Dissertation zurück, die er 2011 an der HU Berlin abschloss. Sie ist vielfach ausgezeichnet worden.

Alexander Korb   
Im Schatten des Weltkriegs. Massengewalt der Ustaša gegen Serben, Juden und Roma in Kroatien 1941–1945
Hamburg: Hamburger Edition, 2013, 510 S., 33 Abb., € 28,–
ISBN 978-3-86854-259-2

Auszeichnungen
Fraenkel Prize in Contemporary History der Wiener Library, London
Irma Rosenberg Förderpreis des Instituts für Zeitgeschichte, Wien
Andrej-Mitrović-Preis der Michael-Zikic-Stiftung, Bonn
Herbert-Steiner-Preis des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) und der International Conference of Labour and Social History (ITH)

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Öffentliche Führung:
Norbert Wollheim Memorial

Saturday, 18. May 2013, 15:00
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Grüneburgplatz 1, Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon
Zugang über den Universitäts-Parkplatz Fürstenberger Straße
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

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Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de
www.wollheim-memorial.de
Vortrag von Ufuk Topkara, Berlin:
Tradition und Wandel im Judentum und Islam

Wednesday, 22. May 2013, 19:00
Jüdisches Museum Frankfurt
Untermainkai 14/15, 60311 Frankfurt am Main
Veranstaltung des Pädagogisches Zentrums
des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt

Die Moderne in Form der Aufklärung führte zur Herausbildung eines liberalen Zweigs innerhalb des Judentums, der sich kritisch mit den religiösen Traditionen und Bräuchen auseinandersetzte. Die vor allem im späten 19. Jahrhundert aufkommenden unterschiedlichen religiösen Strömungen im Judentum bestehen zum Teil bis heute fort.
Auch im Islam fand eine Auseinandersetzung mit der Moderne statt, die Ähnlichkeiten mit der Entwicklung im Judentum aufweist. Heute scheinen Fragen, die um die Rolle der Religion im modernen Leben kreisen, erneut Aktualität zu erlangen. Der Vortrag macht es sich zur Aufgabe, die zwischen Judentum und Islam vorliegenden Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Umgang mit ihren religiösen Traditionen herauszuarbeiten.

Ufuk Topkara hat Geschichtswissenschaften und Philosophie an der HU Berlin und an der Harvard University studiert und promoviert zum Verhältnis von Glaube und Vernunft im Islam an der Universität Paderborn. Er war Islam-Referent der Evangelischen Akademie Berlin, Mitglied des Jewish-Turkish Roundtables for Dialogue in Berlin und der Katholischen Akademie „Christentum und Islam“ und freier Mitarbeiter am Jüdischen Museum Berlin.

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Pädagogisches Zentrum FFM
Fritz Bauer Institut und Jüdisches Museum Frankfurt
Seckbächer Gasse 14
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069-212 74237
info(at)pz-ffm.de
www-pz-ffm.de

Buchvorstellung mit Hörbeispielen,
mit Prof. Dr. Werner Sollors, Dr. Julia Faisst und Dr. Andreas Barth:
»Die Toten habe ich nicht befragt …«
Interviews mit Displaced Persons zum Holocaust

Monday, 27. May 2013, 18:15
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Grüneburgplatz 1, Casino Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 1.801
Eine Kooperation mit dem Institut für England- und Amerikastudien der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Schon 1946 nahm der in Litauen geborene Sprachpsychologe David P. Boder in ganz Europa mit einem hochmodernen Drahttongerät über 100 Gespräche mit Überlebenden in den Lagern der Displaced Persons auf. Viele, jedoch nicht alle Interviewpartner waren Juden. Sie erzählten von ihren Erlebnissen während der deutschen Besatzungszeit, von der Einrichtung der Ghettos, von Zwangsarbeit und vom Leben in den Konzentrationslagern.
Die Interviews wurden in verschiedenen Sprachen geführt. Acht davon sind nun in einem Band auf Deutsch erschienen. Sie stellen die frühesten Zeugenaussagen der Nachkriegszeit zum Holocaust und zur deutschen Vernichtungspolitik dar.

Werner Sollors ist Henry B. and Anne M. Cabot Professor für Englische Literatur und Professor für Afrikanische und Afrikanisch-Amerikanische Studien an der Harvard University, Cambridge/MA.
Dr. Julia Faisst ist akademische Rätin am Lehrstuhl für Amerikanistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Dr. Andreas Barth ist Geschäftsführender Gesellschafter und Verlagsleiter beim Universitätsverlag Winter in Heidelberg.

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Das Heft erscheint zweimal jährlich (April/Oktober), Auflage 5.500.
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Letzte Änderung: 2011, June 21

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