Fritz Bauer Institut

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Veranstaltungen April 2017

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Öffentliche Führung:
Norbert Wollheim Memorial

Samstag, 15. April 2017, 15:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1, Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon
Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt
Dorothee Becker (Sekretariat)
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
info(at)fritz-bauer-institut.de
Vortrag mit Bildern von Dr. Thomas Medicus, Berlin:
Verhängnisvoller Wandel.
Ansichten aus der Provinz 1933–1949. Die Fotosammlung Biella

Montag, 24. April 2017, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Max-Horkheimer-Straße, Seminarhaus, Raum SH 5.101
Im Jahr 2003 gab es in Gunzenhausen einen spektakulären Fund: Bei einer Wohnungsauflösung wurden zahlreiche Fotografien des ortsansässigen Fotostudios Biella entdeckt. Diese insgesamt etwa 2.500 Fotos dokumentieren die gewaltsame Machtetablierung der NSDAP auf lokaler Ebene. Ebenso sind auf den Aufnahmen die Formierung und der Zerfall der lokalen »Volksgemeinschaft« in den Jahren 1933 bis 1949 zu erkennen.
Zahllose »Volksgenossen« in Parteiuniform machen die Selbstmobilisierung derjenigen sichtbar, die nach 1945 nichts gewusst haben wollten. Dass »Volksgemeinschaft« Gewalt gegen andere bedeutete, zeigen knapp 100 Porträts einer »Judenkartei« wie auch die Porträts deportierter Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Nach Kriegsende blickten dann die zum Zweck der Entnazifizierung polizeilich erfassten lokalen Nazis in die Kamera des Ateliers Curt Biella, dessen Inhaber immer auf der »richtigen« Seite standen.

Dr. Thomas Medicus ist Germanist und arbeitet als freier Autor und Publizist. 2011 war er Mitherausgeber des Buches Überleben im Umbruch, das in den Hamburger Editionen erschien. Darin geht es um den sozialökonomischen Wandel der Kleinstadt Wittenberge an der Elbe nach der Wende.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Dorothee Becker (Sekretariat)
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
info(at)fritz-bauer-institut.de
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Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69.798 322-40
E-Mail: info(at)fritz-bauer-institut.de

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Das Heft erscheint zweimal jährlich (April/Oktober), Auflage 5.500.
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Letzte Änderung: 21. Juni 2011

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