Fritz Bauer Institut

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Veranstaltungen Oktober 2017

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Vortrag von Prof. Dr. Peter Hayes, Evanston:
Warum? Eine Geschichte des Holocaust

Montag, 16. Oktober 2017, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.801
Der Campus Verlag schreibt auf dem Klappentext des Buches: Warum geschah der Holocaust, die Ermordung von Millionen jüdischer Menschen während des Nationalsozialismus? Peter Hayes stellt diese Frage ins Zentrum seines neuen Buches. Er spannt den Bogen von den Ursprüngen des Antisemitismus bis hin zur Bestrafung von NS-Verbrechern nach 1945. So gelingt ihm ein kluger und präziser Überblick über die Vernichtung der europäischen Juden.

Peter Hayes
ist emeritierter Professor für Geschichte, Deutsch und Holocaust-Studien an der Northwestern University in Illinois.

Peter Hayes, Warum? Eine Geschichte des Holocaust
Aus dem Englischen von Ursel Schäfer
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2017
EAN 9783593507453, 445 S., € 29,95

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

Tagung:
Raul Hilberg und die Holocaust-Historiographie
Eine Tagung aus Anlass seines 10. Todestags

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 10:00 Uhr
bis Freitag, 20. Oktober 2017, 13:00 Uhr
Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastr. 28, Haus 2, 10785 Berlin
Eine Tagung des Zentrums für Zeithistorische Forschung, Potsdam, in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut, der Friedrich-Ebert-Stiftung, Referat Public History, Bonn, dem Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts, der S. Fischer Stiftung Berlin, The Carolyn and Leonard Miller Center for Holocaust Studies, University of Vermont, The Jack, Joseph and Morton Mandel Center for Advanced Holocaust Studies, Washington, DC, dem Touro College Berlin und dem Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte, München/Berlin

Mit: Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Frankfurt am Main, Prof. Dr. Frank Bajohr, München, Prof. Dr. Norbert Frei, Jena, Dr. Jürgen Matthäus, Washington, Prof. Dr. Saul Friedländer, Los Angeles, Dr. Andrea Löw, München, Prof. Dr. Ulrich Herbert, Freiburg, Prof. em. Dr. Christopher Browning, Chapel Hill, Prof. Dr. Alan Steinweis, Burlington, Prof. Dr. Peter Klein, Berlin, Dr. Christoph Dieckmann, Frankfurt am Main, Dr. Walter Pehle, Dreieich und andere

Raul Hilberg, von 1956 bis 1991 Professor für Politikwissenschaft an der Universität von Vermont, war einer der ersten Wissenschaftler weltweit, die sich kurz nach dem Kriegsende mit dem nationalsozialistischen Genozid an den Juden Europas beschäftigten. Die 1961 von ihm unter dem Titel The Destruction of the European Jews vorgelegte Gesamtdarstellung des Verfolgungs- und Mordprozesses gilt als Meilenstein der Holocaustforschung. Sein späteres Werk Perpetrators, Victims, Bystanders, erschienen 1992, konstituierte zudem eine bis heute diskutierte stilbildende Trias aus Tätern, Opfern und Zuschauern des Holocaust.
Angesichts der Bedeutung von Raul Hilberg ist es überraschend, dass sich die Forschung bislang nur sporadisch mit seinem Leben, seinem Werk und dessen Wirkung befasst hat. Die Tagung soll dies ändern, indem sie nicht nur Stationen seines Lebenswegs vom akademischen Außenseiter zum weltweit anerkannten Doyen der Holocaustforschung, sondern auch seine akademischen und persönlichen Netzwerke sowie die Rezeptionsgeschichte seiner Bücher beleuchtet.

Ziel der Tagung ist es, die Auseinandersetzungen um Hilbergs Thesen in einer Debattengeschichte zu analysieren und sie mit seinen 1996 zuerst bei S. Fischer erschienenen Lebenserinnerungen Unerbetene Erinnerung zu kontrastieren. Gefragt wird darüber hinaus nach der Genese und den Grenzen seines Werks und nach den Impulsen, die er der Holocaustforschung gab und gibt. Von Hilberg ausgehend, werden sich die Beiträge auch den Perspektiven der Holocaustforschung widmen.

Tagungsprogramm
Raul Hilberg und die Holocaust-Historiographie (pdf-Datei)

Konzeption und Anmeldung
Dr. René Schlott
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
Am Neuen Markt 1, 14467 Potsdam
Tel.: 0331.74510-174
schlott(at)zzf-pdm.de
https://zzf-potsdam.de

Öffentliche Führung:
IG Farben-Haus und Norbert Wollheim Memorial

Sonntag, 22. Oktober 2017, 15:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1, Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon
Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

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Norbert-Wollheim-Platz 1
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Lecture in English by Prof. Dr. Pawel Machcewicz, Warschau:
Presentation of the Holocaust at the Museum of the Second World War in Gdańsk

Mittwoch, 25. Oktober 2017, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.801
Vortragsreihe: »Holocaust in europäischen Museen«

Most museums dealing with the time of the Second World War focus either on the military history or exclusively on the extermination of Jews. The Museum of the Second World War in Gdańsk is one of the first attempts to present the overall narrative of all crucial events of the war with the special emphasis on the genocide and terror suffered by civilians. The extermination of the Jews is presented there alongside the fate of other categories of victims. Such a perspective enables to grasp the evolution of the Nazi genocidal policy and to understand how its various elements influenced each other. The current Polish government has criticized the Museum for being »not Polish enough«, »too European« and focusing on the fate of civilians instead of the Polish military history. It also announced the intention to change the exhibition.

Pawel Machcewicz was dismissed from his position as Museum's director two weeks after its opening. Today he is professor at the Polish Academy of Sciences.

Eine Kooperation mit dem Deutschen Polen-Institut, Darmstadt


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Das Heft erscheint zweimal jährlich (April/Oktober), Auflage 5.500.
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Letzte Änderung: 21. Juni 2011

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