Fritz Bauer Institut

Veranstaltungen

Kalender des Fritz Bauer Instituts

Veranstaltungen November 2017

zurück
weiter

Feierliche Wiedereröffnung:
Norbert Wollheim Memorial

Sonntag, 05. November 2017, 11:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Das Norbert Wollheim Memorial auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main war aufgrund von Instandsetzungsarbeiten die letzten Monate nur eingeschränkt nutzbar. Neben dem Wollheim-Pavillon, der medientechnisch neu ausgestattet wurde, betraf dies auch die Fotostelen im Park vor dem IG Farben-Haus, die zur Reinigung teilweise abgebaut und neu verankert wurden.
Zu Beginn der Jüdischen Kulturwochen Frankfurt (ab Sonntag, 15. Oktober 2017) sollen die Arbeiten abgeschlossen und das Memorial wieder voll zugänglich sein. Die feierliche Wiedereröffnung findet statt am Sonntag, 5. November 2017.

Vorläufiges Programm

11:00 Uhr Begrüßung durch Prof. Dr. Brigitta Wolff,
Präsidentin der Goethe-Universität
11:05 Uhr Grußworte durch Vertreter des Landes Hessen
und der Stadt Frankfurt am Main (angefragt)
11:15 Uhr Musikalisches Intermezzo
11:20 Uhr Gesprächsrunde: Prof. Dr. Sybille Steinbacher mit den
Zeitzeugen Trude Simonsohn und Siegmund Freund (angefragt)
11:45 Uhr Vortrag zur Instandsetzung des Norbert Wollheim Memorials,
Dr. Steffen Bruendel (Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften)
12:00 Uhr Musikalischer Ausklang
anschließend Empfang
13:00 Uhr Möglichkeit einer Führung durch das Memorial (ca. 45 Min.)
14:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Eine Veranstaltung der Goethe-Universität Frankfurt, Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften und dem Fritz Bauer Institut.

Website zum Norbert Wollheim Memorial mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de
Vortrag von Dr. Jörg Später, Freiburg:
Siegfried Kracauer, die Stadt Frankfurt und der Nationalsozialismus

Mittwoch, 08. November 2017, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, Raum N.N.
Wolfgang Schivelbuschs Buch Intellektuellendämmerung von 1982 studiert im besten Benjamin’schen Geist die Lage der Frankfurter Intelligenz in den 1920er Jahren. Unter anderem besucht es das Institut für Sozialforschung, das Freie Jüdische Lehrhaus und die Frankfurter Zeitung, bis die Nazis diesen intellektuellen Szenen ein jähes Ende bereiteten. Zaungast und Zeitzeuge all dessen war Siegfried Kracauer, ein Frankfurter »Bubb« jüdischer Herkunft, der damals als Redakteur der Frankfurter Zeitung zu einer gefragten Person des literarischen Lebens der Weimarer Republik heranreifte, ehe er Deutschland 1933 verlassen musste. Anlässlich seines 50. Todestags erschien seine Biografie, die das intellektuelle Frankfurt durch seine Perspektive neu beleuchtet, samt einer Koda über den Untergang der Frankfurter Juden.

Jörg Später ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Matthäus, Washington:
Vor der Erinnerung
Zeitgenössische jüdische Quellen zum Holocaust

Mittwoch, 15. November 2017, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.802
Mit ihrer Konzentration auf die Vernichtungsdynamik der NS-Judenpolitik stützte sich die Forschung lange auf die dokumentarische Hinterlassenschaft der für die »Endlösung« Verantwortlichen. Überlieferungen jüdischer Provenienz fanden dagegen dort Verwendung, wo es um die Folgen für die Betroffenen ging. Dass diese Trennung einer stärker integrierten Sichtweise des Holocaust Platz gemacht hat, spiegelt sich in der medialen Verbreitung von Nachkriegserinnerungen und Zeitzeugeninterviews. Der Vortrag beleuchtet anhand einiger Quellen, wie jüdische Frauen und Männer während des »Dritten Reichs« in Europa über ihre eigene Lage, die von Familienmitgliedern und Freunden wie auch über die allgemeine Situation reflektierten.

Jürgen Matthäus
ist Leiter der Forschungsabteilung am Jack, Joseph and Morton Mandel Center for Advanced Holocaust Studies des United States Holocaust Memorial Museum, Washington, DC.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

Öffentliche Führung:
IG Farben-Haus und Norbert Wollheim Memorial

Samstag, 18. November 2017, 15:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1, Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon
Die Führung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de
Vortrag von Prof. Dr. Christian Gerlach, Bern:
Die Rolle nichtdeutscher Länder bei der Judenverfolgung

Mittwoch, 22. November 2017, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Raum N.N.
Basierend auf seinem jüngsten Buch Der Mord an den europäischen Juden: Ursachen, Ereignisse, Dimensionen (München: Verlag C.H.Beck, 2017) nimmt Christian Gerlach die europäische Dimension der Verfolgung und Vernichtung der Juden in den Blick. Dabei wird es um die Rolle einzelner Staaten, aber auch verschiedener gesellschaftlicher Akteure gehen. Zwar beruhte der Mord an den europäischen Juden auf deutscher Initiative und den Aktionen Deutscher. Doch hätten  die Verbrechen in diesem Umfang nicht ohne die Mitwirkung Nichtdeutscher stattfinden können. Zur Sprache kommen unter anderem antijüdische Gesetzgebungen, ideologische Hintergründe der Vorgänge sowie staatliche und private Interessen. Außerdem werden die damit verbundenen politischen Schritte bis hin zu eigenen Massenmorden, Plünderungen und Hilfeleistungen thematisiert. Zudem wird das in vielen Staaten feindselige soziale Klima skizziert, in dem relativ wenige Juden es wagten, unterzutauchen.

Christian Gerlach
ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte und Zeitgeschichte am Historischen Seminar der Universität Bern.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

Vortrag von Dr. Ljiljana Radonic, Wien:
Das kroatische Gedenkmuseum Jasenovac als
»Zugpferd nach Europa« und »nationales Schandmal«

Mittwoch, 29. November 2017, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, IG Farben-Haus, Raum 311
Vortragsreihe: »Holocaust in europäischen Museen«

Der »Unabhängige Staat Kroatien« betrieb im Zweiten Weltkrieg eigene Todeslager. In den 1990er Jahren strebte der kroatische Präsident Franjo Tudman vergeblich an, aus dem größten von ihnen, Jasenovac, eine »nationale Versöhnungsstätte« zu machen und die sterblichen Überreste der Opfer des »kroatischen Holocaust« neben die KZ-Opfer zu betten. Im Zuge der EU-Beitrittsbemühungen entstand 2006 eine neue Ausstellung, deren Fokus auf den individuellen Opfern liegt. Dabei scheint die Erinnerung an die jüdischen Opfer leichter zu fallen als jene an die ermordete serbische Bevölkerung oder die kroatischen Ustaša als Täter. 2016, nach dem Wahlsieg der ehemaligen Tudman-Partei, wurde diese Erinnerungspolitik wieder virulent.

Ljiljana Radonic
ist APART-Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de

AA

Homepage Jüdisches Museum   Homepage Museum Judengasse   Homepage Pädagogisches Zentrum
Veranstaltungskalender
November 2017 zurück weiter
M D M D F S S
  01 02 03 04
05
06 07
08
09 10 11 12
13 14
15
16 17
18
19
20 21
22
23 24 25 26
27 28
29
30  

Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität
Frankfurt am Main


Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69.798 322-40
E-Mail: info(at)fritz-bauer-institut.de

Kontakt
Anfragen an das Institut
Mitarbeiter und Arbeitsbereiche

So finden Sie uns
Das Fritz Bauer Institut hat seinen Sitz
im 5. Stock des IG Farben-Hauses
auf dem Campus Westend der
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Sekretariat: Raum 5.315, Q3, 5. OG
Anfahrt: IG Farben-Haus

Fördern Sie mit uns das
Nachdenken über den Holocaust

Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Besuchen Sie uns auch auf facebook!
www.facebook.com/fritz.bauer.institut


Einsicht 18
Bulletin des Fritz Bauer Instituts
Das Heft erscheint zweimal jährlich (April/Oktober), Auflage 5.500.
Einsicht

© Fritz Bauer Institut – Frankfurt am Main
Stiftung des bürgerlichen Rechts
Haftungsausschluss | Impressum | Sitemap
Letzte Änderung: 21. Juni 2011

Seite empfehlen