Fritz Bauer Institut

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Buchvorstellung mit Christoph Schneider:
Diener des Rechts und der Vernichtung. Das Verfahren gegen die Teilnehmer der Konferenz von 1941 oder: Die Justiz gegen Fritz Bauer

Dienstag, 09. Mai 2017, 20:00 Uhr
Karl Marx Buchhandlung
Jordanstr. 11
60486 Frankfurt am Main
Eine Veranstaltung der Karl Marx Buchhandlung, Frankfurt am Main

Dies ist die Geschichte eines Versuchs der Strafverfolgung. Strafverfolgung ist im Bereich der nationalsozialistischen Gewaltverbrechen ein bitteres Kapitel, im Feld der Morde an Kranken und Behinderten ein bittereres noch. Der Versuch ist fehlgeschlagen, zudem wäre es fast gelungen, ihn vergessen zu machen.
Es ist eine kulturwissenschaftlich erprobte Methode, über folgenlose Anstrengungen, über das Nachgeschriebene und Weggedrückte auf den Gegenstand zurückzukommen. Der Gegenstand: Die Spitze der Justiz des Deutschen Reichs trifft sich auf Einladung des Justizministers am 23. April 1941 und lässt sich über den Mord an den Anstaltspatienten informieren – von den Haupttätern.
Dies ist auch eine Fritz Bauer-Geschichte: Er initiierte 1960 ein Verfahren gegen die Teilnehmer der Konferenz von 1941. Zwei Jahre nach seinem Tod wird das Verfahren beendet, zehn Jahre nach seinem Tod scheint es vergessen zu sein.
Was nicht erinnert werden durfte, was nicht gesühnt werden konnte, was nicht geschehen sein sollte –, zusammen ergibt es ein eindrucksvolles Bild.

Christoph Schneider
Diener des Rechts und der Vernichtung. Das Verfahren gegen die Teilnehmer der Konferenz von 1941 oder: Die Justiz gegen Fritz Bauer
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2017
242 S., Hardcover gebunden, € 29,95
EAN 9783593506890
Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts, Band 30
Auch als E-Book erhältlich

Christoph Schneider
arbeitet als freier Autor und Kulturwissenschaftler in Frankfurt am Main.

Kontakt
Karl Marx Buchhandlung GmbH
Jordanstraße 11
60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069.7077399
info(at)karl-marx-buchhandlung.de
www.karl-marx-buchhandlung.de
Vortrag und Gespräch mit
Bundesjustizministerin a.D. Dr. Herta Däubler-Gmelin:
Im Kampf um Demokratie –
Der Jurist und Sozialdemokrat Fritz Bauer

Montag, 15. Mai 2017, 19:00 Uhr
Stadtmuseum Dresden
Wilsdruffer Str. 2, 01067 Dresden
Begleitveranstaltung zur Ausstellung
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung, Büro Dresden in Kooperation mit dem
Münchner-Platz-Komitee e.V.
Moderation: Dr. Swen Steinberg, TU Dresden

»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Institutes und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main. Die Ausstellungspräsentation in Dresden wird realisiert in Kooperation mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, dem Münchner-Platz-Komitee e.V. und der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden.

Ausstellungszeitraum

Freitag, 10. März bis Dienstag, 27. Juni 2017
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Eintritt frei

Öffnungszeiten
Montag: 10.00–21.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag bis Sonntag: 10.00–18.00 Uhr
Mittwoch: geschlossen

Anmeldung zu Gruppenführungen
Claudia Rose
mhmfuehrungen(at)bundeswehr.org

Begleitband zur Ausstellung

Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt.  NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90, ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32

Weitere Informationen zur Ausstellung
www.fritz-bauer-institut.de/fritz-bauer-ausstellung.html

Kontakt
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2
01099 Dresden
Tel.: 0351.82328-03, Fax: -05
mhmeingang(at)bundeswehr.org
https://www.mhmbw.de
Vortrag von Prof. Dr. Sylvie Roelly, Potsdam:
Die Renaissance des Werkes des Mathematikers Vincent Doblin

Dienstag, 16. Mai 2017, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, IG Farben-Haus,
Nebengebäude, Raum NG 1.741a
Wolfgang Döblin, auch Vincent Doblin (1915–1940), zweitältester Sohn des Schriftstellers Alfred Döblin, schuf in seinem sehr kurzen Leben ein geniales mathematisches Werk im Bereich der Wahrscheinlichkeitstheorie. Im Hintergrund stehen die gespannte Beziehung zwischen Vater und Sohn, die Emigration von Berlin nach Paris, Krieg und tragischer Tod.
In diesem allgemeinverständlichen Vortrag werden wir insbesondere besprechen, wie ein versiegelter Brief die Wiedergeburt seiner bahnbrechenden Ideen sicherte, die so Quelle neuer wissenschaftlicher Inspiration wurden.

Sylvie Roelly ist Professorin für Wahrscheinlichkeitstheorie am Institut für Mathematik der Universität Potsdam.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Wissenschaftshistorischen Kolloquium am Historischen Seminar und dem Institut für Mathematik der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Dorothee Becker (Sekretariat)
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de
Diskussion:
Was ist Populismus?
Jürgen Kaube, Frankfurt am Main, im Gespräch mit Prof. Dr. Jan-Werner Müller, Princeton/Wien

Mittwoch, 17. Mai 2017, 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, IG Farben-Haus, Raum 311
Wer wird heute nicht alles als Populist bezeichnet: Gegner der Eurorettung, Figuren, die fordern, alle Grenzen gehörten geschlossen, aber auch Politiker des Mainstreams, die meinen, dem Volk aufs Maul schauen zu müssen. Vielleicht ist ein Populist aber auch einfach nur ein populärer Konkurrent, dessen Programm man nicht mag, wie Ralf Dahrendorf einmal anmerkte? Lässt sich das Phänomen schärfer umreißen, und was sind seine Ursachen? Worin besteht der Unterschied zwischen Rechts- und Linkspopulismus? Jan-Werner Müller nimmt aktuelle Entwicklungen zum Ausgangspunkt, um eine Theorie des Populismus zu skizzieren und ihn letztlich klar von der Demokratie abzugrenzen. Seine Thesen helfen zudem, neue Strategien in der Auseinandersetzung mit Populisten zu formulieren.

Jürgen Kaube ist Leiter des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Jan-Werner Müller ist Professor für Politikwissenschaft an der Princeton University.

Eine Kooperation des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. mit der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums e.V.

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Fritz Bauer Institut
Dorothee Becker (Sekretariat)
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
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Öffentliche Führung:
Norbert Wollheim Memorial

Samstag, 20. Mai 2017, 15:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1, Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon
Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Website mit umfangreichem Informationsmaterial und 24 Video-Interviews mit Überlebenden des KZ Buna/Monowitz:
www.wollheim-memorial.de

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Norbert-Wollheim-Platz 1
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Das Heft erscheint zweimal jährlich (April/Oktober), Auflage 5.500.
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Letzte Änderung: 21. Juni 2011

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