Fritz Bauer Institut

Veranstaltungen

Kalender des Fritz Bauer Instituts

Veranstaltungen Juli 2016

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Tagung:
Moralität der Bösen

Freitag, 01. Juli 2016, 11:00 Uhr
bis Samstag, 02. Juli 2016, 17:45 Uhr
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
Campus II, Villestr. 3, 53347 Alfter bei Bonn, Seminarraum 02
Veranstalter
Institut für Philosophie, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main

Tagungsprogramm
... Tagungsflyer (pdf-Datei)

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Dorothee Becker (Sekretariat)
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
info(at)fritz-bauer-institut.de
Öffentliche Führung:
Norbert Wollheim Memorial

Samstag, 16. Juli 2016, 15:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1, Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon
Zugang zum Pavillon über die Fürstenberger Straße und den Fritz-Neumark-Weg (Universitätsparkplatz hinter der Schranke)
Guide: Patrick Schwentke

Das pädagogische Angebot greift die Konzeption des Memorials auf, die Ereignisgeschichte in den drei zeitlichen Ebenen Vorkriegszeit, NS-Geschichte und Nachkriegszeit mit den lebensgeschichtlichen Erzählungen der Überlebenden verbindet. Das Memorial wird im Zusammenhang mit dem IG Farben-Haus als künstlerische Installation präsentiert und gibt Anlass für historisch-politisches Lernen.

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Tel.: 069.798 322-40
info(at)fritz-bauer-institut.de
www.wollheim-memorial.de
Tagung:
Generations and Transfer of Knowledge
German History and Literature between Israel and Germany

Montag, 18. Juli 2016, 10:30 Uhr
bis Dienstag, 19. Juli 2016, 16:00 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino am IG Farben-Haus
Raum 823 (Montag) und Raum 1.801 (Dienstag)
Die Veranstaltung findet teils in englischer, teils in deutscher Sprache statt.

Als die Disziplinen Deutsche Geschichte und Germanistik an israelischen Universitäten ab den frühen 1970er Jahren sukzessive eingeführt wurden, war dies ein Politikum. Zum Teil entbrannten hitzige Debatten. Im Laufe der Jahrzehnte formten und stifteten die entstehenden Kontakte und Freundschaften die deutsch-israelischen Wissenschaftsbeziehungen. Sie führten in vielen Fällen zu einer institutionalisierten Kooperation. Die Zusammenarbeit in Forschungsprojekten und Tagungen ist heute ebenso eingespielt wie umfangreich.
Die zweite internationale Tagung in unserem bilateralen Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Frage, auf welche Weise der deutsch-israelische Wissenstransfer in den Disziplinen Geschichte und Germanistik zwischen Deutschland und Israel begann und sich etablierte. Es soll untersucht werden, inwiefern der generationelle Wandel Einfluss auf den Verlauf der Zusammenarbeit hatte. Im Zentrum der Beiträge stehen die beiden großen Forschungsfragen unseres Projekts: Wie wirkte die Kooperation auf die israelische Wissenschaftslandschaft? Sind Rückwirkungen auf die Forschungsentwicklung in Deutschland erkennbar und wie sehen diese aus?
Im ersten Teil der Tagung geht es um die Anfänge der »Deutschen Geschichte« als wissenschaftliche Disziplin und ihre Hauptakteure in Israel. Der Wissenstransfer insbesondere in der deutschen Geschichtswissenschaft wird vor dem Hintergrund der Erinnerung an den Holocaust analysiert, die für die Protagonisten eine zentrale Rolle spielte. Im zweiten Teil fragen wir, wie sich die Germanistik in Israel entwickelt hat und in welchen Zeiträumen dies geschah. Welche Themen wurden bearbeitet, mit welchen Debatten und welcher Finanzierung wurden die Zentren gegründet?

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Van Leer Jerusalem Institute und dem Franz Rosenzweig Minerva Research Center for German-Jewish Literature and Cultural History der Hebrew University of Jerusalem, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Tagungsprogramm
... Tagungsflyer (pdf-Datei)

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Projekts »German-Israeli Research Cooperation in the Humanities (1970–2000), Studies on Scholarship and Bilaterality«:
http://gih.vanleer.org.il/de

Projektleitung
Fritz Bauer Institut
Dr. des. Jenny Hestermann
Norbert-Wollheim-Platz 1
D-60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49(0)69.798 322-32, Fax: -41
j.hestermann(at)fritz-bauer-institut.de

Kontakt
Fritz Bauer Institut
Dorothee Becker (Sekretariat)
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
info(at)fritz-bauer-institut.de
Buchpräsentation:
»Politisierung der Wissenschaft«. Jüdische Wissenschaftler und ihre Gegner an der Universität Frankfurt am Main vor und nach 1933

Dienstag, 19. Juli 2016, 14:30 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1, IG Farben-Haus, Raum 1.411
Das Buch stellen vor:
Prof. Dr. Tanja Brühl, Vizepräsidentin der Goethe-Universität
apl. Prof. Dr. Werner Konitzer, Kommissarischer Direktor des Fritz Bauer Instituts
Prof. Dr. Dr. h.c. Johannes Fried, Historisches Seminar der Goethe-Universität

Der Band »Politisierung der Wissenschaft«. Jüdische Wissenschaftler und ihre Gegner an der Universität Frankfurt am Main vor und nach 1933 präsentiert die Ergebnisse einer internationalen Tagung zur interdisziplinären Wissenschafts- und Universitätsgeschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts an der Frankfurter Universität. Veranstaltet wurde die Tagung vom Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften, dem Historischen Seminar und dem Fritz Bauer Institut im Rahmen des Festprogramms anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Johann Wolfgang Goethe-Universität im Jahr 2014.
Der Tagungsband thematisiert die großen gesellschaftlich-wissenschaftlichen Umbrüche der 1930er und 1940er Jahre, dargestellt am konkreten Beispiel der Frankfurter Universität. Im Fokus der zum Teil englischsprachigen Beiträge stehen das institutionelle Miteinander der jüdischen Professoren und ihrer Gegenspieler – wie etwa der deutsch-völkischen Gelehrten – sowie Kommunikationsstrategien des wissenschaftlichen Diskurses im »Zeitalter der Extreme«.

Um 1930 galt die Frankfurter Universität als besonders modern, insofern sie der Erfahrungshorizont war, aus dem heraus bekannte völkische und bedeutende jüdische Wissenschaftler ihre Fragen und Theorien entwickelten: Die Frankfurter Hochschule war der Ausgangspunkt vieler wirklichkeitsgestaltender Ideen (z.B. Karl Mannheims Werterelativismus). Doch wie gestaltete sich die institutionelle Gleichzeitigkeit von zum Teil scharf rechtsgerichteten, völkisch-antisemitischen auf der einen und liberalen, deutsch-jüdischen Gelehrten auf der anderen Seite? Die Untersuchung dieser institutionellen Koexistenz erlaubt innovative Einblicke in Gedankenführungen und das Zustandekommen wegweisender Theorien. Dabei zeigte es sich, dass weitreichende Gemeinsamkeiten zwischen völkischen und jüdischen Gelehrten bestanden: Vor allem die Intention, die als defizitär wahrgenommene Weimarer Politik mittels der Wissenschaft zu reformieren, war beiden Gruppen gemein. Zudem resultierte die wissenschaftliche Innovationskraft gerade aus dem – teilweise vehement verfochtenen – politischen Gestaltungsanspruch.

In welchem Verhältnis standen politische Anschauung und Wissenschaftsverständnis der Universitätsgelehrten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts? Wie sowohl völkische als auch jüdische Wissenschaftler die Politik als Wissenschaft begriffen bzw. die Wissenschaft politisierten – im Hinblick auf diese Fragestellung stellt die Frankfurter Universität ein geradezu einzigartiges Studienobjekt dar: 1914 als städtische Stiftung unter maßgeblicher finanzieller Beteiligung jüdischer Bürger gegründet, betrieb die Hochschule eine liberale, gegenüber verschiedenen politischen Richtungen offene und die religiöse und konfessionelle Überzeugung ausklammernde Berufungspolitik. Um 1930 war der Anteil jüdischer Professoren an der Frankfurter Universität mit über hundert einer der höchsten im Deutschen Reich. Als im Zuge der nationalsozialistischen Rassenpolitik alle jüdischen Hochschullehrer entpflichtet wurden, drohte der Universität die Schließung.

Im Anschluss  an die Buchpräsentation bietet sich die Möglichkeit zum Austausch.

»Politisierung der Wissenschaft«. Jüdische Wissenschaftler und ihre Gegner an der Universität Frankfurt am Main vor und nach 1933
Herausgegeben von Moritz Epple, Johannes Fried, Raphael Gross und Janus Gudian
Mit Beiträgen von: Steven E. Aschheim, Mitchell G. Ash, Peter C. Caldwell, David Dyzenhaus, Emmanuel Faye, Janus Gudian, Jeffrey Herf, Martin Jay, David Kettler, Carsten Kretschmann, Heinz D. Kurz, Robert E. Lerner, Alexander von Schwerin, John C. Stillwell, Shulamit Volkov, Michael Zank, Moshe Zimmermann.
Mit Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung, Düsseldorf, der Alfons und Gertrud Kassel-Stiftung, der Stiftung Politechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung, Köln und der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Schriftenreihe des Frankfurter Universitätsarchivs, hrsg. von Notker Hammerstein und Michael Maaser, Band 5
Göttingen: Wallstein Verlag, 2016, 506 S., 29 Abb., brosch., € 39,90
ISBN: 978-3-8353-1438-2

Kontakt
Janus Gudian M.A.
Historisches Seminar
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Tel.: 069.798-32426
gudian(at)em.uni-frankfurt.de
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Das Heft erscheint zweimal jährlich (April/Oktober), Auflage 5.500.
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Letzte Änderung: 21. Juni 2011

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