Fritz Bauer Institut

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Aktuell

Ausstellung in Dorsten:
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt
NS-Verbrechen vor Gericht


So., 15. Oktober 2017 bis So. 25. Februar 2018
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Str. 1, 46282 Dorsten

Öffnungszeiten:
Di. bis Fr., 10.00–12.30 Uhr und 14.00–17.00 Uhr
Sa., So. und Feiertage, 14.00–17.00 Uhr
Mo. geschlossen
Vom 23.12.2016 bis einschließlich 1.1.2017 ist das Museum geschlossen.

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts
und des Jüdischen Museums Frankfurt.


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DIE GRAUEN BUSSE
Zum Gedenken an die Opfer der
»Euthanasie«-Verbrechen im Nationalsozialismus


Denkmalsinstallation
mit umfangreichem Begleitprogramm

19. August 2017 bis Mai 2018
Rathenauplatz, Frankfurt am Main


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Unsere nächsten Veranstaltungen

Tagung:
Raul Hilberg und die Holocaust-Historiographie
Eine Tagung aus Anlass seines 10. Todestags
Mittwoch, 18. Oktober 2017, 10:00 Uhr

bis Freitag, 20. Oktober 2017, 13:00 Uhr
Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastr. 28, Haus 2, 10785 Berlin

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Wissen, Gespräch, Kultur:
Fritz Bauer – Gespräche, Interviews und Reden 1961–1968
Eine Film-Collage mit historischen Fernsehaufnahmen
Donnerstag, 19. Oktober 2017, 19:30 Uhr

Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Str. 1, 46282 Dorsten

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Öffentliche Führung:
IG Farben-Haus und Norbert Wollheim Memorial
Samstag, 21. Oktober 2017, 15:00 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1, Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

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Lecture in English by Prof. Dr. Paweł Machcewicz, Warschau:
Presentation of the Holocaust at the Museum of the Second World War in Gdańsk
Mittwoch, 25. Oktober 2017, 18:15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.801

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Öffentliche Veranstaltung:
Zur Arbeit der Forschungsstelle NS-Pädagogik
Donnerstag, 26. Oktober 2017, 18:15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude am IG Farben-Haus, Raum 1.811

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Vortrag von Prof. Dr. Sybille Steinbacher:
Kolonialismus und Nationalsozialismus. Der Holocaust im Spannungsfeld von Kontinuitäten und Diskontinuitäten der deutschen Geschichte
Samstag, 28. Oktober 2017, 14:00 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1, IG-Farben Haus, Raum 411

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Mitgliederversammlung
des Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Samstag, 28. Oktober 2017, 15:30 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1, IG-Farben Haus, Raum 411

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Feierliche Wiedereröffnung:
Norbert Wollheim Memorial
Sonntag, 05. November 2017, 11:00 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1

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Vortrag von Dr. Jörg Später, Freiburg:
Siegfried Kracauer, die Stadt Frankfurt und der Nationalsozialismus
Mittwoch, 08. November 2017, 18:15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, Raum N.N.

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Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Matthäus, Washington:
Vor der Erinnerung
Zeitgenössische jüdische Quellen zum Holocaust
Mittwoch, 15. November 2017, 18:15 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend,
Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.802

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Öffentliche Führung:
IG Farben-Haus und Norbert Wollheim Memorial
Samstag, 18. November 2017, 15:00 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt am Main – Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1, Treffpunkt am Norbert Wollheim-Pavillon

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Weitere Veranstaltungen
im Kalender des Fritz Bauer Instituts
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Lehrveranstaltungen


Das Fritz Bauer Institut bietet regelmäßig Lehrveranstaltungen am Historischen Seminar und am Seminar Didaktik der Geschichte an.

Weitere Informationen
zu den Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2017/2018
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Ausstellungen



Fritz Bauer. Der Staatsanwalt
NS-Verbrechen vor Gericht

Sonntag, 15. Oktober 2017 bis 25. Februar 2018
Jüdisches Museum Westfalen,
Julius-Ambrunn-Str. 1, 46282 Dorsten
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Weitere Ausstellungsangebote
Wanderausstellungen des Fritz Bauer Instituts
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Nachrichten

Auszeichnung für Siegmund Freund

Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main

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Am Freitag, 22. September 2017, hat der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main beschlossen, den Holocaust-Überlebenden Siegmund Freund für sein langjähriges soziales Engagement die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt zu verleihen. Der am 28. Juni 1920 geborene Freund setzt sich trotz seines inzwischen hohen Alters noch immer für das Gedenken an die Ermordeten sowie die Würdigung und Entschädigung der noch lebenden Holocaust-Opfer ein.
Freund unterstützt seit Gründung des Fritz Bauer Instituts im Jahr 1995 die Erinnerungsarbeit des Instituts und ist zudem langjähriges Mitglied im Rat der Überlebenden des Fritz Bauer Instituts. Auch am Zustandekommen des 2008 eröffneten Norbert-Wohlheim-Memorials auf dem früheren IG Farben-Gelände – dem heutigen Uni-Campus Westend der Goethe-Universität – war Freund maßgeblich beteiligt.
»Es ist mir eine große Freude, der Empfehlung der Frankfurter Ehrenbürgerin Trude Simonsohn zu folgen und Siegmund Freund mit der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt auszeichnen zu dürfen«, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann. »Siegmund Freund ist einer der letzten lebenden Zeitzeugen, die den Vernichtungswahnsinn des Nazi-Terrors am eigenen Leib erlebt und überlebt haben. In seiner Erinnerungsarbeit hat er sich nicht von Zorn und Hass leiten lassen, sondern stets Aufklärung und Versöhnung in den Vordergrund gestellt«, würdigt Feldmann Freunds Lebensleistung.

Ehrenplakette der Stadt Frankfurt
Laut Ehrungsordnung der Stadt Frankfurt am Main erhält die Ehrenplakette, wer sich auf kommunalpolitischem, kulturellem, wirtschaftlichem, sozialem oder städtebaulichem Gebiet um die Stadt verdient gemacht und durch sein Wirken dazu beigetragen hat, das Ansehen der Stadt zu mehren. Jedes Jahr werden vom Magistrat der Stadt Frankfurt nur bis zu fünf Persönlichkeiten benannt, die für ihr großartiges Engagement für die Stadtgesellschaft mit der Ehrenplakette ausgezeichnet werden – im laufenden Jahr unter anderem die Holocaust-Überlebende Eva Szepesi. 2018 sollen neben Siegmund Freund auch Bruder Paulus Terwitte (Kapuzinermönch vom Kapuzinerkloster Liebfrauen), Gabriele Eick (von 1990 bis 1994 Vorsitzende der Geschäftsführung der Frankfurter Wirtschaftsförderung) sowie Nader Maleki (Präsident des International Bankers Forum), die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt erhalten.

Kontakt

Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main
Amt für Informations- und Kommunikationstechnik
Zanderstr. 7, 60327 Frankfurt am Main
www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=8650

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Abbildung: Siegmund Freund, März 2011, Foto: Werner Lott


Norbert Wollheim Memorial

wegen Instandsetzungsarbeiten vorübergehend geschlossen

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Das Norbert Wollheim Memorial auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main ist derzeit wegen Instandsetzungsarbeiten geschlossen. Neben dem Wollheim-Pavillon betrifft dies auch die Fotostelen im Park vor dem IG Farben-Haus, die teilweise abgebaut sind.
Das Memorial wird zu Beginn der Jüdischen Kulturwochen Frankfurt (ab Sonntag, 15. Oktober 2017) wieder zugänglich sein.
Die feierliche Wiedereröffnung findet statt am Sonntag, 5. November 2017, 11.00 bis 14.00 Uhr.
Alle Inhalte des Memorials sind auch weiterhin jederzeit über die Website www.wollheim-memorial.de aufrufbar.

Infoblatt (pdf-Datei)


Monica Kingreen

10. Januar 1952 2. September 2017

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In ehrendem Gedenken
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fritz Bauer Instituts und des Pädagogischen Zentrums (Fritz Bauer Institut und Jüdisches Museum Frankfurt am Main).

Wir trauern um unsere langjährige und geschätzte Kollegin Monica Kingreen, die am 2. September 2017 nach schwerer Krankheit im engsten Familienkreis friedlich gestorben ist. Auch nach ihrem Eintritt in den Ruhestand im August 2015 war sie uns weiterhin als freie Mitarbeiterin und kompetente Ansprechpartnerin verbunden. Wir werden sie vermissen.

Monica Kingreen
wurde am 10. Januar 1952 in Lüdenscheid geboren. Seit 1983 lebte sie in Windecken im Main-Kinzig-Kreis. Die Diplom-Pädagogin wurde 2003 vom Hessischen Kultusministerium an das Fritz Bauer Institut abgeordnet und erhielt einen Lehrauftrag am Seminar für Didaktik der Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt. Seit 2009 war sie für das Pädagogische Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt tätig, das die pädagogischen Abteilungen von Museum und Institut in sich vereinigt.
Monica Kingreens Interesse galt vor allem der Lokal- und Regionalgeschichte der Juden und ihrer Verfolgung und Ermordung im Nationalsozialismus. In ihren Rechercheprojekten ist sie den Schicksalen jüdischer Familien »vor Ort« nachgegangen und hat Besuchsprogramme ehemaliger jüdischer Bürger organisiert. Neben ihrer eigenen Forschung hat sie zahlreiche Projekte der Spurensuche zu jüdischem Leben vor und während der NS-Zeit mit ihrer umfangreichen Expertise unterstützt.
Zu ihren Veröffentlichungen zählen Buchpublikationen und wissenschaftliche Aufsätze in Periodika, Sammelbänden und Nachschlagewerken. Bereits 1994 erschien ihre Studie Jüdisches Landleben in Windecken, Ostheim und Heldenbergen und 1999 in der Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts das von ihr herausgegebene Buch »Nach der Kristallnacht«. Jüdisches Leben und antijüdische Politik in Frankfurt am Main 1938–1945. In der Reihe Pädagogische Materialien des Fritz Bauer Instituts veröffentlichte sie 2004 den Band Der Auschwitz-Prozess 1964–1965. Geschichte, Bedeutung und Wirkung.
Kingreen sammelte Bilder, Briefe und Dokumente aus dem jüdischen Alltagsleben vor dem Holocaust und recherchierte die Geschichte hinter den Dokumenten. Aus diesen Materialien konzipierte sie das Internet-Portal »Vor dem Holocaust – Fotos zum jüdischen Alltagsleben in Hessen«, auf dem über 5.000 Aufnahmen aus etwa 300 hessischen Dörfern und Städten veröffentlicht sind.
In Anerkennung für ihre besonderen Verdienste im Bereich der zeitgeschichtlichen Forschung und der Erinnerungskultur erhielt Monica Kingreen 2012 den Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises. Sie war Trägerin der Charlotte-Petersen-Medaille 2011, die alle zwei Jahre von der Stadt Dillenburg für Verdienste um die Verständigung zwischen den Menschen verliehen wird.
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Trauerfeier für Monica Kingreen
Freitag, 8. September 2017, 16.00 Uhr
Sophia-Kirche der Christengemeinschaft, Frauenlobstr. 2, Frankfurt am Main.
Statt Blumen und Kränze bittet die Familie um eine Spende an »Ärzte ohne Grenzen«.
Kennwort: »Im Gedenken an Monica Kingreen«
IBAN: DE72 3702 0500 0009 7097 00


Werner Schneider-Quindeau

23. Oktober 1949 – 24. August 2017

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In ehrendem Gedenken
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des Fritz Bauer Instituts
und der Vorstand des
Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V.

Werner Schneider-Quindeau ist am Donnerstag, dem 24. August 2017 im Alter von 67 Jahren unerwartet gestorben. Er war einer der Initiatoren zur Gründung des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. und von 1993 bis 1999 dessen erster Vorsitzender. Der Förderverein hat wesentlich zur Gründung des Fritz Bauer Instituts beigetragen, vertritt das Institut im Stiftungsrat und unterstützt es bis heute in seiner Arbeit.

Werner Schneider-Quindeau wurde 1949 in Gönnern im hessischen Hinterland geboren. Von 1968 bis 1974 studierte er an der Kirchlichen Hochschule Bethel sowie an den Universitäten Bielefeld und Göttingen Theologie und Philosophie. Von 1975 bis 1982 war er wissenschaftlicher Assistent für Systematische Theologie an der Universität Göttingen. Seine erste Pfarrstelle  als evangelischer Gemeindepfarrer übernahm er 1984 im südhessischen Walldorf. Seit 1987 war Schneider-Quindeau Vorsitzender der »Jury der Evangelischen Filmarbeit«, die regelmäßig den »Film des Monats« kürt, von 1999 bis 2003 auch Filmbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Als Leiter des Theologischen Konvikts in Frankfurt von 1989 bis 2000 führte Schneider-Quindeau Gemeinde-, Diakonie-, Industrie- und Sozialpraktika in die Ausbildung der Theologiestudenten ein. Von 2007 bis 2014 wirkte er als Stadtkirchenpfarrer in der evangelisch-lutherischen Sankt Katharinen Gemeinde in Frankfurt am Main.

Trauerfeier für Werner Schneider-Quindeau:
Donnerstag, 31. August 2017, 18:00 Uhr
St. Katharinenkirche, An der Hauptwache 1, Frankfurt am Main
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Traueranzeige für Werner Schneider-Quindeau:
Fritz Bauer Institut und Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V.
Frankfurter Allgemeine Zeitung und Frankfurter Rundschau, 31. August 2017
› Trauernzeige
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Abb.: Werner Schneider-Quindeau
Quelle: Evangelischer Regionalverband Frankfurt am Main


Workshopbericht:
Einführung in das Visual History Archive (VHA)

Goethe-Universität Frankfurt am Main

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Am 14. Juni 2017 gab Wolf Gruner im Rahmen eines vom Fritz Bauer Institut ausgerichteten zweistündigen Workshops eine Einführung in das Visual History Archive (VHA). Dieses ist eine Online-Plattform, die Zugang zu den Oral-History-Beständen der USC Shoah Foundation. The Institute for Visual History and Education bietet. Die von Steven Spielberg ins Leben gerufene USC Shoah Foundation erstellte zwischen 1994 und 2000 eine Sammlung von Interviews mit Überlebenden und Zeugen des Holocaust, aber auch anderen Verfolgten des NS-Regimes wie etwa Sinti und Roma, Homosexuellen, Zeuginnen und Zeugen Jehovas oder auch Überlebenden der Krankenmordaktionen, die die umfangreichste ihrer Art ist. Inzwischen ergänzen Interviewsammlungen zu anderen Genoziden wie etwa dem Völkermord an den Armeniern 1915–1923, dem Nanjing-Massaker 1937/38 und dem Völkermord in Ruanda 1994 den Bestand.
Das Archiv beinhaltet rund 54.000 lebensgeschichtliche Interviews mit einer durchschnittlichen Dauer von etwa zwei Stunden, die in 62 Ländern und 41 Sprachen aufgezeichnet worden sind. Die insgesamt circa 115.000 Stunden Filmmaterial von Holocaustüberlebenden sind minutengenau verschlagwortet worden: Die etwa 65.000 vergebenen Indexbegriffe, 1,8 Millionen erfassten Namen und detailliert verzeichneten Länder, Regionen und Orte ermöglichen eine zielgerichtete Suche in der Datenbank. Seit 2006 befindet sich das Archiv an der University of Southern California, Los Angeles (USA), die 2014 das USC Shoah Foundation Center for Advanced Genocide Research eingerichtet hat. Weltweit bieten etwa 50 ausgewählte Institutionen in Kooperation mit der USC Shoah Foundation einen Vollzugang zu dem Archiv an. Als zweite Einrichtung in Deutschland verfügt die Universitätsbibliothek der Goethe-Universität Frankfurt seit 2017 über einen solchen Vollzugang für Mitarbeiter und Studierende.
Wolf Gruner erläuterte den rund 30 Anwesenden – nicht nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fritz Bauer Instituts, sondern auch der Goethe-Universität Frankfurt und der Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Justus-Liebig-Universität Gießen – den Aufbau des Archivs und die Recherchemöglichkeiten hierin.

Wolf Gruner, Dr. phil.,
ist seit 2008 Shapell-Guerin Chair in Jewish Studies and Professor of History an der University of Southern California, Los Angeles (USA) und seit 2014 Gründungsdirektor des USC Shoah Foundation Center for Advanced Genocide Research.

Einen eingeschränkten Zugang zu etwa 1.800 lebensgeschichtlichen Interviews erhält jeder Interessierte über folgenden Link: http://vhaonline.usc.edu/login

Abb.: Sybille Steinbacher, Direktorin des Fritz Bauer Instituts, bei der Vorstellung von Wolf Gruner. (Foto: Markus Roth, Arbeitsstelle Holocaustliteratur)


Sybille Steinbacher als bundesweit erste Inhaberin
eines Lehrstuhls für Holocaust-Forschung vorgestellt

Goethe-Universität Frankfurt am Main

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Prof. Dr. Sybille Steinbacher hat zum 1. Mai ihren Dienst als Direktorin des Fritz Bauer Instituts angetreten. Damit verbunden ist der neue Lehrstuhl für die Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust an der Goethe-Universität Frankfurt.
Von 2010 bis 2017 war Steinbacher Universitätsprofessorin für Zeitgeschichte – Vergleichende Diktatur-, Gewalt- und Genozidforschung an der Universität Wien.

Goethe-Universität Frankfurt am Main – Pressestelle
› Pressemeldung vom 17. Mai 2017

Prof. Dr. Sybille Steinbacher:
Biografie, Publikationsliste, Forschungsschwerpunkte

www.fritz-bauer-institut.de/direktion.html

Kontakt
Fritz Bauer Institut
An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-40
Fax: 069.798 322-41
sekretariat.steinbacher(at)fritz-bauer-institut.de


Ergebnis der Vorstandswahl:
Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.

Mitgliederversammlung am 18. März 2017

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Das Ergebnis der Vorstandswahl auf der ordentlichen
Mitgliederversammlung am 18. März 2017:

› Jutta Ebeling – Vorsitzende des Fördervereins
› Gundi Mohr – stellv. Vorsitzende und Schatzmeisterin
› Prof. Dr. Eike Hennig – Schriftführer
› Herbert Mai – Beisitzer
› Dr. Rachel Heuberger – Beisitzerin
› Dr. Nikolaus Meyer – Beisitzer
› Gabriele Mielcke – Beisitzerin
› Staatsanwalt Dr. Christopher Wenzl – Beisitzer

Vertreter des Fördervereins
im Stiftungsrat des Fritz Bauer Instituts:

› Jutta Ebeling – 1. Vertreterin des Fördervereins
› Herbert Mai – 2. Vertreter des Fördervereins

Aus dem Vorstand ausgeschieden sind die bisherige stellvertretende Vorsitzende Brigitte Tilmann (ehem. Präsidentin des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main) sowie Beate Bermanseder, Klaus Schilling und David Schnell.
Im Namen des Vorstands sprach Jutta Ebeling allen ausscheidenden Vorstandsmitgliedern ihren Dank für das große Engagement und die geleistete Arbeit aus.

Kontakt
Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-39
verein(at)fritz-bauer-institut.de
www.fritz-bauer-institut.de/foerderverein.html


Monika Boll, Rede zur Eröffnung der Ausstellung
»Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht«

Donnerstag, 9. März 2017
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr, Dresden

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Eröffnungsrede von Monika Boll (pdf-Datei)

Dr. phil. Monika Boll ist Philosophin, Publizistin und Kuratorin dieser und anderer Ausstellungen.
(Foto: Werner Lott, 2012)

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main. Die Ausstellungspräsentation in Dresden wird realisiert in Kooperation mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, dem Münchner-Platz-Komitee e.V. und der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden

Ausstellungszeitraum in Dresden
Freitag, 10. März bis Dienstag, 27. Juni 2017

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm
Ausstellungsflyer Dresden (pdf-Datei)
www.fritz-bauer-institut.de/fritz-bauer-ausstellung.html

Kontakt
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Tel.: 0351.82328-03, Fax: -05
mhmeingang(at)bundeswehr.org
https://www.mhmbw.de


Erinnerung an Fritz Bauer

Einweihung einer Gedenktafel in Frankfurt am Main

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Seit heute Vormittag, 10. März 2017, erinnert eine Gedenktafel an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Feldbergstraße 48 an das Wirken Fritz Bauers. Zur Einweihung sprachen der Ortsvorsteher des Ortsbeirates 2, Axel Kaufmann, die Frankfurter Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig und Gottfried Kößler, stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts.
Als hessischer Generalstaatsanwalt initiierte Fritz Bauer den ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess, der von Dezember 1963 bis August 1965 stattfand und die Verbrechen im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz verhandelte. Mit diesem Prozess gewann die Auseinandersetzung mit dem Holocaust in der Bundesrepublik Deutschland erstmals eine öffentliche Dimension. Fritz Bauers Werk galt dem Aufbau einer demokratischen Justiz, der konsequenten strafrechtlichen Verfolgung nationalsozialistischen Unrechts und der Reform des Straf- und Strafvollzugsrechts.
Vom Magistrat der Stadt Frankfurt wurden Fritz Bauers große Verdienste mehrfach gewürdigt. So gehört die Stadt Frankfurt am Main neben dem Land Hessen und dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. zu den Gründungsstiftern des Fritz Bauer Instituts. Eine 2013 im Plenarsaal des Frankfurter Römers installierte Gedenktafel für Fritz Bauer erinnert an die Frankfurter Auschwitz-Prozesse. Auch das auf Initiative des Fritz Bauer Instituts und im Auftrag des Magistrats realisierte Denkmal der Künstlerin Tamara Grcic vor dem Oberlandesgericht an der Zeil 42 würdigt die großen Verdienste des ehemaligen hessischen Generalstaatsanwalts.
Auf seiner Sitzung am 2. Mai hatte der Ortsbeirat 2 dem Vorschlag der SPD-Fraktion auf Anbringung einer Gedenktafel am ehemaligen Wohnhaus Fritz Bauers zugestimmt. Die Idee dazu hatte Hermann-Josef Birk (SPD) in den Beirat eingebracht. Mit der Tafel in der Feldbergstraße 48 im Frankfurter Westend kommt ein weiterer Ort des Gedenkens an diese herausragende Persönlichkeit hinzu. Hier wohnte Fritz Bauer von 1957 bis zu seinem Tod im Jahr 1968.

Text der Gedenktafel:

Hier wohnte von 1957 bis zu seinem Tod
Fritz Bauer (1903–1968)
Als hessischer Generalstaatsanwalt initiierte er den ersten
Frankfurter Auschwitzprozess (1963–1965),
in dem ein deutsches Gericht die Verbrechen im
Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz verhandelte.
Frankfurt verneigt sich vor seinem Mut und seiner Entschlossenheit.

Foto: Einweihung der Gedenktafel für Fritz Bauer am Haus Feldbergstraße 46–48, von links nach rechts: Axel Kaufmann, Hermann-Josef Birk, Dr. Ina Hartwig und Gottfried Kößler
© Werner Lott

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Audioaufzeichnung des Vortrags
von Prof. Dr. Frank Bajohr, München:
Reaktionen der Bevölkerung auf »Euthanasie« und Holocaust

Donnerstag, 24. November 2016
in der Goethe-Universität Frankfurt am Main

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Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Tagung »Von der Euthanasie zum Holocaust – Parallelität oder Kausalität?«
Begrüßung: Dr. Jörg Osterloh

Eine gemeinsame Veranstaltung der Gedenkstätte Hadamar
und des Fritz Bauer Instituts

Abbildung
Prof. Dr. Frank Bajohr, © Werner Lott

Medienbox:
Audiomitschnitt Prof. Dr. Frank Bajohr – Flash Player
(Flash-Player, 50:32 Min., 47.392 KB)

Direktlink für Geräte ohne Flash-Player:
Audiomitschnitt Prof. Dr. Frank Bajohr – mp3
(mp3-audio, 50:32 Min., 47.392 KB)

Prof. Dr. Frank Bajohr ist der Wissenschaftliche Leiter des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München.
Er hat zahlreiche Studien zur Geschichte des Holocaust, des Antisemitismus und der NS-Zeit verfasst und herausgegeben, darunter: Der Holocaust. Ergebnisse und neue Fragen der Forschung (Hrsg., mit Andrea Löw, 2015); Volksgemeinschaft. Neue Forschungen zur Gesellschaft des Nationalsozialismus (Hrsg., mit Michael Wildt, 2009) sowie Der Holocaust als offenes Geheimnis. Die Deutschen, die NS-Führung und die Alliierten (mit Dieter Pohl, 2006).

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Das Fritz Bauer Institut hat seinen Sitz
im 5. Stock des IG Farben-Hauses
auf dem Campus Westend der
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Sekretariat: Raum 5.315, Q3, 5. OG
Lageplan Campus Westend (pdf-Datei)
Anfahrt: IG Farben-Haus

Informationsangebote
Das Institut verschickt dreimal jährlich ein gedrucktes Programmheft mit einer Veranstaltungsvorschau. Zweimal im Jahr erscheint »Einsicht«, das umfangreiche Bulletin des Fritz Bauer Instituts. Beide Publikationen können kostenlos bezogen werden. Zudem informiert das Institut mit einem E-Mail Versand über seine Veranstaltungen. Wenn Sie eines oder mehrere der genannten Informationsangebote beziehen möchten, so vermerken Sie dies bitte im Kontaktformular.

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Aktuelle Publikationen

Einsicht 18
Bulletin des Fritz Bauer Instituts
Das Heft erscheint zweimal jährlich (April/Oktober), Auflage 5.500
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bis Februar 2017/18

Programmheft (pdf-Datei)
Fritz Bauer Institut, Werner Konitzer, David Palme (Hrsg.)
»Arbeit«, »Volk«, »Gemeinschaft«
Ethik und Ethiken im Nationalsozialismus

Jahrbuch 2016
Das »Großdeutsche Reich« und die Juden.
Jörg Osterloh,
Kim Wünschmann (Hrsg.)

»… der schrankenlosesten Willkür ausgeliefert« Häftlinge der frühen Konzentrationslager 1933–1936/37
Wissenschaftliche Reihe, Band 31
Das »Großdeutsche Reich« und die Juden.
Fritz Bauer
Die Wurzeln faschistischen und nationalsozialistischen Handelns
Schriftenreihe, Band 34
Das »Großdeutsche Reich« und die Juden.
Dagi Knellessen
Novemberpogrome 1938
»Was unfassbar schien, ist Wirklichkeit«

Pädagogische Materialien, Nr. 03
Das »Großdeutsche Reich« und die Juden.
Fritz Bauer
Sein Leben, sein Denken, sein Wirken
Hrsg. von David Johst
im Auftrag des Fritz Bauer Instituts

Elektronische Medien, 4 CDs

© Fritz Bauer Institut – Frankfurt am Main
Stiftung des bürgerlichen Rechts
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Letzte Änderung: 15. September 2017

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