Arbeitsstelle zur Vorbereitung des Frankfurter Lern- und Dokumentationszentrum des Holocaust (Hg.): Internationales Hearing 23.25. Oktober 1991. Vorträge und Diskussionen Redaktion: Hanno Loewy im Auftrag der Stadt Frankfurt am Main, Dezernat für Kultur und Freizei Frankfurt am Main 1992, Großformat, Spiralheftung, 270 S., € 5,10 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 1Hanno Loewy (Hg.): Holocaust. Die Grenzen des Verstehens Eine Debatte über die Besetzung der Geschichte Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1992, 256 S., € 9,60 ISBN 3-499-19367-1 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 2 Arnold Mostowicz: Der blinde Maks oder: Passierschein durch den Styx Aus dem Polnischen von Karin Wolff und Andrzej Bodek Transit Buchverlag, Berlin 1992, 248 S., € 19,40 ISBN 3-88747-081-8 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 3 (nur über den Buchhandel erhältlich) Bernhard Moltmann, Doron Kiesel, Cilly Kugelmann, Hanno Loewy, Dietrich Neuhaus (Hg.): Erinnerung Zur Gegenwart des Holocaust in Deutschland-West und Deutschland-Ost. Beiträge zur Arnoldshainer Tagung vom Januar 1992 Haag + Herchen Verlag, Frankfurt am Main 1993, 224 S., € 20, ISBN 3-89228-989-1 Reihe Arnoldshainer Texte, Band 79 und Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 4 (nur über den Buchhandel erhältlich) Thomas Hofmann, Hanno Loewy und Harry Stein (Hg.): Pogromnacht und Holocaust. Frankfurt, Weimar, Buchenwald
Die schwierige Erinnerung an die Stationen der Vernichtung Böhlau Verlag, Weimar, Köln, Wien 1994, 200 S., € 19,50 ISBN 3-412-03293-X Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 5 Reinhard Matz: Die unsichtbaren Lager Das Verschwinden der Vergangenheit im Gedenken Fotografien von Reinhard Matz. Mit Texten von Andrzej Szczypiorski, James E. Young, Hanno Loewy, Jochen Spielmann Das Buch begleitet die gleichnamige Ausstellung des Fritz Bauer Instituts. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1993, 207 S., € 6,10 ISBN 3-449-19388-4 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 6 Oskar Rosenfeld: Wozu noch Welt Aufzeichnungen aus dem Getto Lodz Hg. und eingeleitet von Hanno Loewy Verlag Neue Kritik, Frankfurt am Main 1994, 324 S., € 25, ISBN 3-8015-0272-4 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 7 Oskar Rosenfeld: In the beginning was the Ghetto A journal of 890 days in the Lódz Ghetto Edited and with an introduction by Hanno Loewy Translated from the German by Brigitte M. Goldstein Northwestern University Press, Evanston, Illinois, U.S.A. 2001, 344 p., $ 40, ISBN 0-8101-1488-7 (nur über den Buchhandel erhältlich) Jacqueline Giere, Rachel Salamander (Hg.): Ein Leben aufs Neu. Das Robinson-Album DP-Lager: Juden auf deutschem Boden 1945-1948 Das Buch begleitet die gleichnamige Ausstellung des Fritz Bauer Instituts. Verlag Christian Brandstätter, Wien 1995, 128 S., 133 Abb., € 15, ISBN 3-85447-576-4 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 8 (vergriffen) Martin Paulus, Edith Raim und Gerhard Zelger (Hg.): Ein Ort wie jeder andere Bilder aus einer deutschen Kleinstadt. Landsberg 1923-1958 Das Buch begleitet die gleichnamige Ausstellung des Fritz Bauer Instituts. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1995, 224 S., 168 Abb., € 15, ISBN 3-499-19913-0 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 9 Naomi Tereza Salmon: Asservate / Exhibits Auschwitz, Buchenwald, Yad Vashem Mit Texten von Naomi Tereza Salmon und Aleida Assmann Dreisprachige Ausgabe in Deutsch, Englisch und Hebräisch Übersetzungen: Yeheskel C. Sahar und John S. Southard Das Buch begleitet die gleichnamige Ausstellung des Fritz Bauer Instituts. Edition Cantz, Ostfildern-Ruit 1995, 274 S., 124 Abb., € 24,50 ISBN 3-89322-795-4 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 10 Mikael Levin: Suche Fotografien von Mikael Levin und Eric Schwab. Mit Texten von Meyer Levin Aus dem Amerikanischen von Irmgard Hölscher Redaktion: Bettina Schulte Strathaus und Hanno Loewy Das Buch begleitet die gleichnamige Ausstellung des Fritz Bauer Instituts. Die Ausstellung wurde von der DG BANK gefördert. Gina Kehayoff Verlag, München 1996, 272 S., 114 Abb., € 24,60 ISBN 3-939078-44-9 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 11 Internet: http://www.mikaellevin.com/war_story.htm Mikael Levin: War Story Photographs by Mikael Levin and Eric Schwab. Writings by Meyer Levin. Published on the occasion of the exhibition "War Story" at the International Center of Photography, New York, February 14 - April 20, 1997. Developed in collaboration with the Fritz Bauer Institute. Editors: Bettina Schulte Strathaus and Hanno Loewy Gina Kehayoff Verlag, München 1997, 276 p., 114 pic., € 29,60 ISBN 3-929078-52-X (nur über den Buchhandel erhältlich, oder online über amazon.com) Internet: http://www.mikaellevin.com/war_story.htm Mikael Levin: War Story Textes de Meyer Levin Ausstellungskatalog in Französischer Sprache Catalogue est publié à l'occasion de l'exposition "1945. Regards et écrits sur la guerre", organisée par le Centre historique des Archives nationales, en partenariat avec l'AFP, Paris, 3 avriel - 22 juin 2003. Traduit de l'américain par Ariane James-Sarazin Centre historique des Archives nationales, Paris, 2003, 76 S. Knut Dethlefsen, Thomas B. Hebler (Hg.): Bilder im Kopf. Auschwitz Einen Ort sehen Obrazy w glowie. Oswiecim Ujecia pewnego miejsca Mit Texten von Knut Dethlefsen, Marek Frysztacki, Detlef Hoffmann, Gottfried Kößler, Hanno Loewy, Jörg Lüer u.a. Mit Fotobeiträgen von 70 jugendlichen TeilnehmerInnen internationaler Workshops in der Jugendbegegnungsstätte Auschwitz/Oswiecim 1991-1995. Texte in deutscher und polnischer Sprache. Übersetzung: Marek Pelc Das Buch begleitet die gleichnamige Ausstellung des Fritz Bauer Instituts. Edition Hentrich, Berlin 1996, 146 S., 134 Abb., € 9,90 ISBN 3-89468-236-1 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 12 Hanno Loewy, Andrzej Bodek (Hg.): Les Vrais Riches" Notizen am Rand Ein Tagebuch aus dem Ghetto Lodz (Mai bis August 1944) Mit der Reproduktion der gesamten Handschrift. Aus dem Jiddischen von Esther Alexander-Ihme, aus dem Polnischen von Andrzej Bodek, aus dem Englischen von Irmgard Hölscher und aus dem Hebräischen von Ronen Reichmann Reclam Verlag, Leipzig 1997, 165 S., € 9,20 ISBN 3-379-01582 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 13 Das Tagebuch aus den Ghetto Lodz ist in einer Bearbeitung von Jan Philipp Reemtsma auch als Hörbuch erschienen: Hanno Loewy, Andrzej Bodek (Hg.): Höhrbuch: Les Vrais Riches" Notizen am Rand Das Rundfunk-Essay wird gesprochen von Jan Philipp Reemtsma, Andrzej Bodek, Michal Evers, Lorette Friedrich, Hanno Loewy, Ronen Reichmann und Majer Szankower. Ausgewählt und kommentiert von Jan Philipp Reemtsma Produktion: Hessischer Rundfunk, Regie: Christoph Martin München: DerHörVerlag, 1999, MC, Stereo, ca. 60 Min. Spieldauer, € 14, ISBN 3-89584-680-5 (nur über den Buchhandel erhältlich) Cornelia Brink: Ikonen der Vernichtung Öffentlicher Gebrauch von Fotografien aus nationalsozialistischen Konzentrationslagern nach 1945 Der Druck des Buches wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft D 25 unterstützt. Akademie Verlag, Berlin 1998, 266 S., 43 Abb., € 49,80 ISBN 3-05-003211-1 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 14 Szymon Laks: Musik in Auschwitz Hg. und mit einem Nachwort versehen von Andreas Knapp Aus dem Polnischen von Mirka und Karlheinz Machel Droste Verlag, Düsseldorf 1998, 160 S., € 13,30 ISBN 3-7700-1092-2 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 15 (nur über den Buchhandel erhältlich) Horst Hoheisel: Aschrottbrunnen Hg. vom Fritz Bauer Institut Mit Beiträgen von James E. Young, Hanno Loewy, Eva Schulz-Jander, Manfred Schneckenburger und Horst Hoheisel Mit Vorworten von Hans Eichel und Georg Lewandowski Texte in deutscher und englischer Sprache Übersetzungen: Deborah Foulkes, Jacqueline Giere, Christoph Münz, Eva Schulz-Jander Frankfurt am Main 1998, 64 S., 48 Abb., € 10, ISBN 3-923461-29-1 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 16 Monica Kingreen (Hg.): Nach der Kristallnacht" Jüdisches Leben und antijüdische Politik in Frankfurt am Main 1938-1945 Campus Verlag, Frankfurt am Main, New York 1999, 476 S., 32 Abb., € 24,90 ISBN 3-593-36310-0 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 17 (nur über den Buchhandel erhältlich) Gerd R. Ueberschär (Hg.): NS-Verbrechen und der militärische Widerstand gegen Hitler Mit Beiträgen von Christof Dipper, Christian Gerlach, Wilfried Heinemann, Hanno Loewy, Manfred Messerschmidt, Hans Mommsen, Peter Steinkamp, Christian Streit, Gerd R. Ueberschär und Wolfram Wette. Primus Verlag, Darmstadt 2000, 214 S., € 29,60 ISBN 3-89678-169-3 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 18 (Der Band ist auch in der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft erschienen) Margrit Frölich, Hanno Loewy, Heinz Steinert (Hg.): Lachen über Hitler – Auschwitz Gelächter? Filmkomödie, Satire und Holocaust Mit Beiträgen von Stephan Braese, Thomas Elsaesser, Lutz Koepnick, Geraldine Kortmann, Kathy Laster, Ruth Liberman, Burkhardt Lindner, Ronny Loewy, Yosefa Loshitzky, Joachim Paech, Christian Schneider, Silke Wenk und den Herausgebern. Edition text + kritik im Richard Boorberg Verlag, München 2003, 386 S., 40 s/w Abb., € 27,50 ISBN 3-88377-724-2 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 19 (nur über den Buchhandel erhältlich) Catrin Corell Der Holocaust als Herausforderung für den Film Formen des filmischen Umgangs mit der Shoah seit 1945 Eine Wirkungstypologie Bielefeld: transcript – Verlag für Kommunikation, Kultur und soziale Praxis, 2008, ca. 550 S., kart., zahlr. Abb., ca. € 36,80 ISBN 978-3-89942-719-6 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 20 (nur über den Buchhandel erhältlich)
 Filme über den Holocaust führen nach wie vor zu kontroversen Diskussionen, insbesondere über die Art ihres Umgangs mit der Shoah. Abgesehen von wenigen Ausnahmen besteht die filmwissenschaftliche Literatur zum Thema Holocaust im Film jedoch aus Beiträgen zu einzelnen Filmen ohne übergreifende Fragestellung. Schwerpunkt dieser Studie ist daher eine Typologie, welche die Wirkung dieser Filme auf den Zuschauer analysiert – unter Berücksichtigung der besonderen Ästhetik und der damit einhergehenden spezifischen Wahrnehmungsangebote. Die analysierten Filme – darunter Nacht und Nebel, Schindlers Liste und Das Leben ist schön – stellen gleichzeitig einen Aufriss der filmischen Auseinandersetzung mit der Shoah seit 1945 dar. Catrin Corell (Dr. des. phil.) studierte Romanistik mit wirtschaftswissenschaftlicher Qualifikation (BWL) an der Universität Mannheim, lehrte dort romanistische Film- und Literaturwissenschaft und publizierte diverse Artikel im Bereich Film und TV. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist das europäische, insbesondere das französische Kino. Derzeit arbeitet sie in München bei der deutschen Tochter eines großen amerikanischen Film- und TV-Konzerns. Micha Brumlik, Karol Sauerland (Hg.): Osteuropa und der Holocaust Eine Bestandsaufnahme Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 21 (Erscheinungstermin verschoben auf 4. Quartal 2010) Mit der EU-Osterweiterung ist die Wiedervereinigung des durch den Kalten Krieg geteilten Europa weit vorangekommen. Das vereinigte Europa wird sein Selbstverständnis sowohl aus der Fülle seiner kulturellen Traditionen als auch aus der Geschichte seiner nun überwundenen Kriege und Bürgerkriege ziehen. Die Kontroverse zwischen Salomon Korn und Sandra Kalniete über die Gleichsetzung der Massenvernichtung der europäischen Juden durch die Nationalsozialisten und kollaborierende Regime in Mittel- und Osteuropa mit den genozidalen Deportationen breiter lettischer Schichten durch die stalinistische Sowjetunion markiert diesen Riss zwischen zwei Formen des historisch-kulturellen Gedächtnisses. Mit dem Öffnen bisher verschlossener Archive in Mittel- und Osteuropa wird nun deutlich, dass die Massenvernichtung ein wesentlicher Bestandteil nicht nur der deutschen Nationalgeschichte, sondern auch vieler europäischer Länder und damit Europas ist. Die Aufsätze für diesen Sammelband sind entstanden aus Beiträgen zur internationalen Konferenz „Die Nachgeschichte des Holocaust in Ost- und Mitteleuropa", 25. und 26. Juni 2004 in Frankfurt am Main, veranstaltet vom Fritz Bauer Institut in Zusammenarbeit mit der Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, konzipiert vom Inhaber der Gastprofessur (Wintersemester 2003/04, Sommersemester 2004), Prof. Dr. Karol Sauerland Jiří Kosta, Jaroslava Milotová, Zlatica Zudová-Lešková (Hg.): Tschechische und slowakische Juden im Widerstand 1938–1945 Aus dem Tschechischen von Marcela Euler Berlin: Metropol Verlag, 2008, 272 S., € 19,– ISBN 978-3-940938-15-2 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 22 (nur über den Buchhandel erhältlich)
 Über den Widerstand der europäischen Juden gegen die NS-Diktatur sind in den letzten Jahren wichtige Beiträge erschienen. Nur ganz sporadisch ist jedoch in der deutschen Literatur das Auflehnen tschechischer und slowakischer Juden gegen ihre Unterdrücker thematisiert worden. Der Grund hierfür ist nicht zuletzt in der Tatsache zu suchen, dass das kommunistische Regime in der ehemaligen ČSSR die Rolle der Juden im Widerstand gegen die Okkupanten vertuscht und damit die Forschung behindert hat. Dieses Verschweigen, das einer verdeckten antisemitischen Haltung des Regimes entsprang, äußerte sich nicht nur in den öffentlich gemachten Zahlen der Widerstandskämpfer, sondern auch in der nicht ausgewiesenen Anzahl der ermordeten Jüdinnen und Juden. Erst in der jüngsten Vergangenheit hat sich die Vermutung bestätigt, dass der jüdische Anteil am Widerstand der tschechoslowakischen Bevölkerung bemerkenswert war. Der tschechische Historiker Pavel Skorpil ist der Frage nachgegangen, wie hoch die Zahl der jüdischen Todesopfer in Böhmen und Mähren unter der NS-Herrschaft insgesamt war und wie sich die Gesamtzahl im Einzelnen zusammensetzte. Seine Bilanz lautet: Die Gesamtzahl der umgebrachten tschechischen Juden (slowakische Juden sind in den Zahlen nicht inbegriffen) zwischen 1938 bis 1945 lag bei nahezu 80.000. Die 18 Beiträge des Bandes sind in ihrer tschechischen bzw. slowakischen Originalfassung erst nach der „samtenen Revolution" von 1989 veröffentlicht worden. Sie geben einen fundierten Überblick über die Strukturen und Einzelaktivitäten des tschechischen bzw. slowakischen Widerstandes gegen das NS-Regime. Die Hälfte der Aufsätze geht auf eine internationale wissenschaftliche Tagung in Prag im Jahr 2006 zurück. Die Ergebnisse sind erst kurz vor dem Erscheinen der deutschen Ausgabe in einem tschechischen Sammelband publiziert worden. Herausgabe und Übersetzung des Bandes wurden vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds gefördert. Irmtrud Wojak: Fritz Bauer 1903–1968 Eine Biographie München: Verlag C. H. Beck, 2009, mit etwa 30 Abb., 640 S., € 34,– ISBN 978-3-406-58154-0 Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 23 (nur über den Buchhandel erhältlich)
 Der Ankläger seiner Epoche Fritz Bauer ist eine der interessantesten Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegsgeschichte. Ihm ist es zu verdanken, dass die juristische Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Dritten Reichs nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Gang kam und bis zu den Epoche machenden Auschwitz-Prozessen geführt werden konnte. Es war Fritz Bauer, der Israel den entscheidenden Hinweis gab, wo sich Adolf Eichmann versteckt hielt. Fritz Bauer, 1903 in Stuttgart geboren, war ein promovierter Jurist aus „Freiheitssinn“. Aus einer jüdischen Familie stammend, trat er in den 20er Jahren der SPD bei, kam nach der „Machtergreifung“ ins KZ, konnte erst nach Dänemark, dann nach Schweden fliehen. Nach dem Krieg wirkte er zunächst als Generalstaatsanwalt in Braunschweig, dann in Hessen bis zu seinem überraschenden Tod 1968. Die Auseinandersetzung mit den Wurzeln nationalsozialistischen Handelns hielt Bauer für unumgänglich. In einem politischen Klima des Stillschweigens und Wegsehens betrieb Fritz Bauer Aufklärung, juristische Richtigstellung – etwa im Hinblick auf den deutschen Widerstand – und von Staats wegen Verfolgung der Nazi-Verbrechen. Eine längst fällige biographische Würdigung liegt nun erstmals mit diesem Buch vor. [ ► Bestellformular für Publikationen (pdf-Datei) ]
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