Fritz Bauer Institut

Plakatmappen für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit

Plakatmappen

für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit


Die Gegenwart von Auschwitz
Plakatmappe mit pädagogischem Materialheft

10 Schwarzweiß-Fotografien von Henning Langenheim und 10 Farbfotografien von Peter Liedtke, entstanden 1987–1992 auf dem Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Sie zeigen die irritierende Gegenwart der Gedenkstätte durch eine sehr eigene fotografische Perspektive. Jedes Foto wird kontrastiert mit Zitaten von Überlebenden und Opfern der Vernichtung in Auschwitz-Birkenau. Die Spannung zwischen den Eindrücken der Gegenwart und den Erinnerungsfragmenten regt zum Nachdenken über die Erfahrungen der Opfer und ihre Uneinholbarkeit durch unsere eigene Wahrnehmung an. Ein pädagogisches Begleitheft mit ausführlichen Texten und Arbeitsvorschlägen ermöglicht eine Vertiefung der Beschäftigung, so dass die Plakatmappe sich insbesondere zur Präsentation im Zusammenhang von Bildungsarbeit oder an kleineren Ausstellungsorten eignet.

20 Plakate im Format DIN-A 1 in robuster Schutzmappe, mit Materialheft. Herausgegeben von Förderverein Fritz Bauer Institut e.V., Frankfurt am Main 1993, € 60,– (vergriffen)

Materialheft zur Plakatmappe
Gottfried Kößler (Hg.): Die Gegenwart von Auschwitz
Pädagogisches Begleitheft zur Arbeit mit der Plakatmappe für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit.
Mit Texten von Jean Améry, Charlotte Delbo, Ruth Klüger, Hermann Langbein, Primo Levi, Rudolf Vrba, Tibor Wohl, Jonathan Webber u. a.
Frankfurt am Main 1998, 4. überarbeitete und erweiterte Auflage, 52 S., DIN-A 4, ISBN 3-932883-06-3; Pädagogische Materialien, Nr. 2, € 5,10

Die Plakatmappe liegt auch in einer italienischen Fassung als Wanderausstellung vor:
Il Presente di Auschwitz

La mostra è stata ideata dal Fritz Bauer Institut di Francoforte sul Meno e Pro Forma ne ha curato la versione italiana che distribuisce in esclusiva. Obiettivo del percorso, che combina immagini attuali di Auschwitz Birkenau con testimonianze di sopravvissuti, è di proporre una riflessione sul rapporto tra immagine, comunicazione e memoria. Grazie ad una efficace guida didattica, la mostra può costituire la fase preparatoria per la visita ad un luogo di memoria.
Scheda tecnica: 23 pannelli incorniciati con testo e immagini (cm 70 x 100). Guida alla mostra. La mostra si può completare con un ampio ventaglio di iniziative destinate ad un pubblico differenziato.


Bilder im Kopf
Auschwitz/Oswiecim – Einen Ort sehen

Plakatmappe mit einem Begleitheft für die schulische und außerschulische Bildung

Die Plakatmappe wurde vom Fritz Bauer Institut in Kooperation mit dem Deutsch Polnischen Jugendwerk und der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste als pädagogisches Material für die Gedenkstätten- und Begegnungsarbeit entwickelt.

Welche Bilder ruft das Wort Auschwitz heute in uns hervor? Welche Bedeutung hat Auschwitz in unserem Denken? Über ein halbes Jahrhundert ist seit der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers vergangen. Was finden wir heute vor am historischen Ort Auschwitz?
Diesen Fragen stellt sich das Projekt Bilder im Kopf und thematisiert die Schwierigkeiten des Erinnerns und Gedenkens.
Die Fotowerkstätten der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Auschwitz/Oswiecim und der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) in Berlin eröffnen Jugendlichen aus Deutschland und aus Polen seit 1991 die Möglichkeit, sich mit Auschwitz auseinander zu setzen und die von zu Hause mitgebrachten Bilder und Vorstellungen von Geschichte und Gegenwart zu hinterfragen. Die Fotografie hat sich in der Arbeit als besonders geeignetes Werkzeug erwiesen, einen geschärften Blick und einen genaue Beobachtung zu entwickeln. Das Gesehene aber auch gerade das Nicht-Gesehene können mit Hilfe der Fotografie interpretiert werden. Gleichzeitig produziert sie neue Bilder und Deutungen, die gemeinsam diskutiert werden können. Es kann intuitiv, konzeptionell, emotional und kognitiv gearbeitet werden. So bietet die Fotografie, als Medium kritisch ernstgenommen, die Chance zu vielschichtiger Artikulation und damit die Möglichkeit, individuelle Formen der Auseinandersetzung mit diesem Thema einer Öffentlichkeit vorzustellen und über den Augenblick hinaus festzuhalten. Nicht zuletzt erweist sich die Fotografie in Begegnungen, bei denen es nicht immer eine gemeinsame Sprache gibt, als wichtiges Medium kontroverser Verständigung.
Aus diesen Fotowerkstätten entstanden 1997 als ein Projekt des Fritz Bauer Instituts die Wanderausstellung Bilder im Kopf. Auschwitz/Oswiecim – einen Ort sehen sowie das gleichnamige Buch, herausgegeben von Knut Dethlefsen und Thomas B. Hebler. (Das Buch Bilder im Kopf. Auschwitz – Einen Ort sehen ist in der Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 12 erschienen.) Die Ausstellung ist seitdem in vielen Städten Polens und Deutschlands gezeigt worden – verbunden mit neuen Geschichtswerkstätten. Die Geschichtswerkstätten, die während der Präsentation der Wanderausstellung stattfanden, haben gezeigt, dass sich Bilder im Kopf sehr gut für den Einsatz in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit eignet, aber als Medium besser nutzbar gestaltet werden konnte. Auf diesen Erfahrungen aufbauend wurde Bilder im Kopf von den Autoren Knut Dethlefsen und Thomas Hebler überarbeitet und die inzwischen vorliegende Plakatmappe entwickelt, die sich als kleine mobile Ausstellung und gleichzeitig als Arbeitsmaterial für die Bildungsarbeit verwenden lässt. Die Förderung durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk und die Claudy-Stiftung, Frankfurt am Main machten die Herstellung der Plakatmappe möglich.
Auf jedem Plakat sind einige Fotografien und ein kurzer Text abgebildet, die in den 1990er Jahren im Rahmen der Fotowerkstätten der Internationalen Jugendbegegnungsstätte entstanden sind. Jedes Plakat bildet eine thematische Einheit, die sich mit einem Aspekt der Gegenwart des Ortes Oswiecim und der Gedenkstätte Auschwitz befasst. Zusammengesetzt formen die sechzehn Plakate gleichsam wie ein Puzzle wiederum ein Bild, nämlich das der Birken von Birkenau, die hinter den Ruinen der gesprengten Krematorien wachsen.
Mit Schülern, Jugendgruppen und in der Erwachsenenbildung kann die Plakatmappe als Anstoß zur aktiven Auseinandersetzung mit der konkreten Geschichte von Auschwitz genutzt werden. Aber auch eigene künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Thema können durch die Plakatmappe angeregt und in der Arbeit mit dem Material integriert werden. Schließlich kann die Plakatmappe insbesondere zur Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung von Gedenkstättenbesuchen und deutsch-polnischen Jugendbegegnungen dienen. Vor dem Gedenkstättenbesuch lassen sich anhand der Plakate die Erwartungen der Teilnehmer an die Realität der Gedenkstätten thematisieren und differenzieren. Während des Besuchs einer Gedenkstätte bieten die Plakate die Möglichkeit, Eindrücke zu reflektieren, festzuhalten und auch zu verarbeiten. Bei der Nachbereitung kann mit den Bildern und Texten die veränderte Wahrnehmung der Geschichte und die Bedeutung des Gedenkstättenbesuchs für die Teilnehmer erörtert werden.
Bilder im Kopf zeigt eine kontroverse Reflexion der dritten Generation über die Ortschaft Auschwitz am Ende des 20. Jahrhunderts. Die jungen Fotografen suchen die Geschichte von Auschwitz in der Gegenwart. Die Fotos zeigen Auschwitz nicht aus dem Blickwinkel der Gedenkprofis und sie versuchen auch nicht, das Leiden von Auschwitz bildlich darzustellen. Bilder im Kopf zeigt den Ort Auschwitz in seiner heutigen Gestalt als Gedenkstätte und als Museum, als Friedhof und nicht zuletzt auch als polnische Kleinstadt.

16 Plakate s/w im Format DIN-A 2 in robuster Schutzmappe. Frankfurt am Main 2000, Plakatmappe zusammen mit dem gleichnamigen Buch (siehe Schriftenreihe, Band 12) € 20,50 / ohne Buch € 15,30

Die Plakatmappe ist zu beziehen über:
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
Auguststr. 80, 10117 Berlin
Tel.: 030.283951-84, Fax: -35
asf(at)asf-ev.de, http://www.asf-ev.de
oder:
Deutsch Polnisches Jugendwerk

Friedhofsgasse 2, 14473 Potsdam
Tel: 0331.284790, Fax: -297527
buero(at)dpjw.org, http://www.dpjw.org
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Letzte Änderung: 11. Oktober 2010

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