Fritz Bauer Institut

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Erinnerung an Fritz Bauer

Einweihung einer Gedenktafel in Frankfurt am Main

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Seit heute Vormittag, 10. März 2017, erinnert eine Gedenktafel an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Feldbergstraße 48 an das Wirken Fritz Bauers. Zur Einweihung sprachen der Ortsvorsteher des Ortsbeirates 2, Axel Kaufmann, die Frankfurter Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig und Gottfried Kößler, stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts.
Als hessischer Generalstaatsanwalt initiierte Fritz Bauer den ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess, der von Dezember 1963 bis August 1965 stattfand und die Verbrechen im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz verhandelte. Mit diesem Prozess gewann die Auseinandersetzung mit dem Holocaust in der Bundesrepublik Deutschland erstmals eine öffentliche Dimension. Fritz Bauers Werk galt dem Aufbau einer demokratischen Justiz, der konsequenten strafrechtlichen Verfolgung nationalsozialistischen Unrechts und der Reform des Straf- und Strafvollzugsrechts.
Vom Magistrat der Stadt Frankfurt wurden Fritz Bauers große Verdienste mehrfach gewürdigt. So gehört die Stadt Frankfurt am Main neben dem Land Hessen und dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. zu den Gründungsstiftern des Fritz Bauer Instituts. Eine 2013 im Plenarsaal des Frankfurter Römers installierte Gedenktafel für Fritz Bauer erinnert an die Frankfurter Auschwitz-Prozesse. Auch das auf Initiative des Fritz Bauer Instituts und im Auftrag des Magistrats realisierte Denkmal der Künstlerin Tamara Grcic vor dem Oberlandesgericht an der Zeil 42 würdigt die großen Verdienste des ehemaligen hessischen Generalstaatsanwalts.
Auf seiner Sitzung am 2. Mai hatte der Ortsbeirat 2 dem Vorschlag der SPD-Fraktion auf Anbringung einer Gedenktafel am ehemaligen Wohnhaus Fritz Bauers zugestimmt. Die Idee dazu hatte Hermann-Josef Birk (SPD) in den Beirat eingebracht. Mit der Tafel in der Feldbergstraße 48 im Frankfurter Westend kommt ein weiterer Ort des Gedenkens an diese herausragende Persönlichkeit hinzu. Hier wohnte Fritz Bauer von 1957 bis zu seinem Tod im Jahr 1968.

Text der Gedenktafel:

Hier wohnte von 1957 bis zu seinem Tod
Fritz Bauer (1903–1968)
Als hessischer Generalstaatsanwalt initiierte er den ersten
Frankfurter Auschwitzprozess (1963–1965),
in dem ein deutsches Gericht die Verbrechen im
Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz verhandelte.
Frankfurt verneigt sich vor seinem Mut und seiner Entschlossenheit.

Foto: Einweihung der Gedenktafel für Fritz Bauer am Haus Feldbergstraße 46–48, von links nach rechts: Axel Kaufmann, Hermann-Josef Birk, Dr. Ina Hartwig und Gottfried Kößler
© Werner Lott

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Dr. Heinz Düx
In ehrender Erinnerung

24. April 1924 – 3. Februar 2017

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Mit Heinz Düx verliert die Frankfurter Justiz einen Streiter für Recht und Gerechtigkeit. Als Untersuchungsrichter in den Auschwitz-Verfahren und als Vorsitzender Richter bei dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main setzte er sich gegen alle Widerstände für die Belange der Opfer des Nationalsozialismus ein. Als engagierter Publizist wies er auf das Versagen der Justiz bei der justiziellen Aufarbeitung der NS-Verbrechen hin. Als Mitglied des Vorstands des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. stritt er für die Wahrung des Vermächtnisses Fritz Bauers.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fritz Bauer Instituts und der Vorstand des Fördervereins Fritz Bauer Institut e.V. werden Heinz Düx in ehrender Erinnerung behalten.
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Vortrag von Dr. Heinz Düx:
Auschwitz im Gerichtssaal: der sog. Auschwitzprozess in Frankfurt
Mitschnitt eines Vortrags beim 2. Rosenburg-Symposium der Unabhängigen Wissenschaftlichen Kommission beim Bundesministerium der Justiz zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, »Verantwortung der Juristen im Aufarbeitungsprozess«, gehalten am 5. Februar 2013 im Schwurgerichtssaal des Landgerichts Nürnberg-Fürth.
https://youtu.be/qcYBmZrct-w (YouTube)


Call for Papers:
Neuntes Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts

Neue Forschungen zu Geschichte und Wirkung des Holocaust

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Mittwoch, 13. bis Freitag, 15. September 2017
Martin-Niemöller-Haus
Am Eichwaldsfeld 3
61389 Schmitten/Arnoldshain
www.martin-niemoeller-haus.de

In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt
www.evangelische-akademie.de

Vom 13. bis 15. September 2017 findet das neunte Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt statt.
Das Seminar soll Doktorandinnen und Doktoranden, die sich mit Fragen der Geschichte und Wirkung des Holocaust befassen, die Gelegenheit bieten, ihre Arbeiten zur Diskussion zu stellen und Kontakte zu knüpfen. Die Teilnehmer/innen sollen ihre geplanten und laufenden Forschungsvorhaben vorstellen; im Mittelpunkt steht die Diskussion von Fragestellungen, Methoden und Quellen. Das Angebot richtet sich gleichermaßen an Zeithistoriker/innen, Politik-, Literatur-, Rechts-, Erziehungs- und Kulturwissenschaftler/innen. Um jede einzelne Arbeit intensiv besprechen zu können, ist die Teilnehmerzahl auf zehn beschränkt.
Die Veranstaltung wird in diesem Jahr von Dr. Jörg Osterloh (Fritz Bauer Institut) und Dr. Markus Roth (Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Justus-Liebig-Universität Gießen) moderiert.

Bewerbungen mit einer maximal zweiseitigen Projektskizze und einem kurzen Lebenslauf können bis zum 31. März 2017 per E-Mail beim Fritz Bauer Institut eingereicht werden. Bereits abgeschlossene Arbeiten werden grundsätzlich nicht berücksichtigt.
Die Veranstaltung wird Markus Roth mit einem öffentlichen Vortrag in Frankfurt eröffnen, das eigentliche Doktorandenseminar findet im Martin-Niemöller-Haus in Arnoldshain statt. Das Fritz Bauer Institut und die Evangelische Akademie Frankfurt übernehmen die Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten für die Teilnehmer/innen.

Veranstaltungsflyer
... Call for Papers (pdf-Datei)

Auflistung der Beiträge der bisherigen Doktoranden-Seminare
... Beiträger/innen und Beiträge

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Dr. Jörg Osterloh
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60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-35, Fax: -41
j.osterloh(at)fritz-bauer-institut.de


Sybille Steinbacher übernimmt bundesweit
erste Holocaust-Professur in Frankfurt am Main

Das Land Hessen ermöglicht die Kooperationsprofessur von Goethe-Universität und Fritz Bauer Institut – der neue Lehrstuhl ist zugleich mit der Leitung des Instituts verbunden.

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Nach Abschluss der Sitzung des Stiftungsrats des Fritz Bauer Instituts am 16. Dezember 2016 hat der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein bekannt gegeben, dass die Historikerin Prof. Dr. Sybille Steinbacher die bundesweit erste Holocaust-Professur an der Frankfurter Universität übernimmt. Eine international besetzte Berufungskommission hatte die renommierte Wissenschaftlerin empfohlen, Senat und Präsidium der Goethe-Universität haben entschieden und berufen. Bereits im Juli 2015 wurde die Finanzierungvereinbarung mit der Goethe-Universität und dem Fritz Bauer Institut für die Einrichtung einer Professur zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust unterzeichnet. Seitdem lief das ordentliche Berufungsverfahren für die Besetzung der neuen W3-Professorenstelle. Der Stiftungsrat des Fritz Bauer Instituts hat am heutigen Tag die Berufung zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Land Hessen unterstützt die Professur mit zusätzlichen 150.000 Euro jährlich.
Wissenschaftsminister Boris Rhein: »Wir freuen uns sehr, dass diese bedeutende Professur nun mit einer besonders ausgewiesenen Expertin besetzt werden kann. Das ist ein Meilenstein auf dem Weg hin zu einem besseren Verständnis der nationalsozialistischen Verbrechen und deren Wirkungsgeschichte bis in die Gegenwart hinein. Diese gemeinsame Berufung von Goethe-Universität und Fritz Bauer Institut wird auch die Integration von universitärer und Instituts-Forschung weiter fördern.«
Die Historikerin, die derzeit noch das Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien leitet, übernimmt die Professur und die Direktion des Fritz Bauer Instituts zum 1. Mai 2017. Steinbacher ist eine renommierte Expertin auf dem Gebiet der Holocaust-Forschung und kann einschlägige Forschungsarbeiten dazu vorweisen. Bei der Professur, die im Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften an der Goethe-Universität angesiedelt sein wird, handelt es sich um eine Kooperationsprofessur mit dem Fritz Bauer Institut, die vom Land Hessen finanziell ermöglicht wird.
Prof. Dr. Birgitta Wolff, Universitätspräsidentin der Goethe-Universität: »Die Goethe-Universität fühlt sich nicht zuletzt durch ihre eigene wechselvolle Geschichte der intellektuellen Aufarbeitung des Holocaust besonders verpflichtet. Sybille Steinbacher wird sich diesem Thema mit unserer vollen Unterstützung widmen. Sie wird auch als Kollegin sehr gut zu uns passen.«
Der neue Lehrstuhl ist zugleich mit der Leitung des Fritz Bauer Instituts verbunden, das die Landesregierung auch weiterhin mit einer Förderung in 2017 in Höhe von 375.100 Euro unterstützt. Damit stehen für Holocaust-Professur und Institut künftig insgesamt über 500.000 Euro aus Landesmitteln zur Verfügung. Dazu kommen die institutionelle Förderung des Fritz Bauer Instituts durch die Stadt Frankfurt am Main und die Unterstützung durch den Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
»Die Verknüpfung der neuen Holocaust-Professur mit der Leitung des Fritz Bauer Instituts ist eine einmalige Gelegenheit die wir nutzen, um der wissenschaftlichen Aufarbeitung einen möglichst großen Schub zu geben. Das Fritz Bauer Institut ist eine Bildungs- und Forschungsstätte von höchstem internationalem Rang, dessen Bedeutung sich weit über die Grenzen von Hessen hinaus entfaltet. Vor allem die Auseinandersetzung mit den ethischen und moralischen Rechtfertigungsstrukturen des Holocaust bis in die Gegenwart macht die Forschung so einmalig und bedeutsam«, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein.
Jutta Ebeling, Stiftungsratsvorsitzende des Fritz Bauer Instituts: »Mit Sybille Steinbacher hat die Universität gemeinsam mit dem Fritz Bauer Institut eine international anerkannte Wissenschaftlerin berufen, die die wissenschaftliche Erforschung der nationalsozialistischen Verbrechen mit einer großen Sensibilität für die Bedeutung des Themas in der Gegenwart verbindet. Wir freuen uns, Sybille Steinbacher bald in Frankfurt am Main begrüßen zu dürfen.«
Bereits in ihrer als Buch erschienenen Magisterarbeit an der LMU München hat sich Sybille Steinbacher mit der Massenvernichtung im NS-Staat beschäftigt: Dachau: Die Stadt und das Konzentrationslager in der NS-Zeit (Frankfurt am Main: Peter Lang, 1994) lautete der Titel. Die innovative Perspektive hat sie in ihrer an der Ruhr-Universität Bochum vorgelegten Dissertation weiterentwickelt: »Musterstadt« Auschwitz. Germanisierungspolitik und Judenmord in Ostoberschlesien (München: K. G. Saur Verlag, 2000). Ihr international viel beachtetes Buch Auschwitz. Geschichte und Nachgeschichte (München: C.H.Beck Verlag, 2004) wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Ein zweites Arbeitsgebiet Steinbachers ist die Gesellschaftsgeschichte der frühen Bundesrepublik. Aus der 2010 eingereichten Habilitationsschrift an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ging die Monographie Wie der Sex nach Deutschland kam. Der Kampf um Sittlichkeit und Anstand in der frühen Bundesrepublik (München: Siedler Verlag, 2011) hervor.
Sybille Steinbacher kann zahlreiche Auslandsaufenthalte vorweisen: Sie war unter anderem Stipendiatin am Deutschen Historischen Institut in Warschau, an der Harvard University sowie Fellow am United States Holocaust Memorial Museum. Im Sommersemester 2010 hatte sie bereits die Gastprofessur des Fritz Bauer Instituts zur interdisziplinären Holocaustforschung an der Goethe-Universität Frankfurt inne. Seit 2010 ist Sybille Steinbacher Universitätsprofessorin für Zeitgeschichte/Vergleichende Diktatur-, Gewalt- und Genozidforschung an der Universität Wien. Seit 2014 ist Steinbacher Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Quelle

Pressemitteilung der Goethe-Universität Frankfurt
Freitag, 16. Dezember 2016

Foto
Prof. Dr. Sybille Steinbacher, © privat

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Deutsches Historisches Museum, Berlin

Prof. Dr. Raphael Gross zum neuen Präsidenten
der Stiftung des DHM berufen

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Das Kuratorium der Stiftung Deutsches Historisches Museum (DHM) hat auf seiner Sitzung am 24. November 2016 den Schweizer Historiker Prof. Dr. Raphael Gross einstimmig zum neuen Präsidenten der Stiftung in Berlin berufen. Der Vorsitzende des Kuratoriums, Dr. Günter Winands, wurde beauftragt, mit Raphael Gross Verhandlungen mit dem Ziel aufzunehmen, die Berufung möglichst zeitnah umzusetzen.
In einem mehrstufigen Verfahren konnte sich Raphael Gross gegen rund 30 Mitbewerberinnen und Mitbewerbern aus dem In- und Ausland durchsetzen. Er wurde dem Kuratorium von der zuvor eingesetzten Findungskommission empfohlen.
Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärte: »Mit Raphael Gross kann das DHM eine international renommierte Persönlichkeit gewinnen. Seine fachliche Expertise als Museumsleiter und seine wissenschaftliche Reputation sind herausragend. Als Direktor des Leo Baeck Instituts in London und des Jüdischen Museums in Frankfurt hat Raphael Gross die Fähigkeit bewiesen, profilierte Einrichtungen mit ruhiger Hand zu führen und ideenreich weiterzuentwickeln. Ich bin fest davon überzeugt, dass das DHM mit Raphael Gross an der Spitze nachhaltige Akzente setzen wird, museal und im gesellschaftlichen Diskurs. Die Auswahl von Raphael Gross ist eine kluge und richtungweisende Entscheidung.«

Prof. Dr. Raphael Gross wurde 1966 in Zürich geboren. Er studierte Geschichte, Philosophie und Literatur in Zürich, Berlin, Bielefeld und Cambridge. 1997 wurde er an der Universität Essen mit einer Dissertation zu Carl Schmitt promoviert. Von 2001 bis 2015 war er Direktor des Leo Baeck Instituts in London, von 2004 bis 2006 auch Direktor des Zentrums für Deutsch-Jüdische Studien an der University of Sussex. Von 2006 bis 2015 leitete er das Jüdische Museum Frankfurt am Main, von 2007 bis 2015 war er zudem Direktor des Fritz Bauer Instituts. Von 2009 bis 2015 war er Reader in History an der Queen Mary Universität von London sowie Honorarprofessor an der Frankfurter Goethe-Universität. Seit April 2015 ist Raphael Gross in Nachfolge von Prof. Dr. Dan Diner Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für Jüdische Geschichte und Kultur e.V. sowie Inhaber des Lehrstuhls für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fritz Bauer Instituts gratulieren Ihrem ehemaligen Direktor Prof. Dr. Raphael Gross herzlich zu seiner Berufung zum neuen Präsidenten des Deutschen Historischen Museums in Berlin!

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
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Abb.: Prof. Dr. Raphael Gross
Foto: Helmut Fricke, Frankfurter Allgemeine Zeitung


Audioaufzeichnung des Vortrags
von Prof. Dr. Frank Bajohr, München:
Reaktionen der Bevölkerung auf »Euthanasie« und Holocaust

Donnerstag, 24. November 2016
in der Goethe-Universität Frankfurt am Main

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Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Tagung »Von der Euthanasie zum Holocaust – Parallelität oder Kausalität?«
Begrüßung: Dr. Jörg Osterloh

Eine gemeinsame Veranstaltung der Gedenkstätte Hadamar
und des Fritz Bauer Instituts

Abbildung
Prof. Dr. Frank Bajohr, © Werner Lott

Medienbox:
Audiomitschnitt Prof. Dr. Frank Bajohr – Flash Player
(Flash-Player, 50:32 Min., 47.392 KB)

Direktlink für Geräte ohne Flash-Player:
Audiomitschnitt Prof. Dr. Frank Bajohr – mp3
(mp3-audio, 50:32 Min., 47.392 KB)

Prof. Dr. Frank Bajohr ist der Wissenschaftliche Leiter des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München.
Er hat zahlreiche Studien zur Geschichte des Holocaust, des Antisemitismus und der NS-Zeit verfasst und herausgegeben, darunter: Der Holocaust. Ergebnisse und neue Fragen der Forschung (Hrsg., mit Andrea Löw, 2015); Volksgemeinschaft. Neue Forschungen zur Gesellschaft des Nationalsozialismus (Hrsg., mit Michael Wildt, 2009) sowie Der Holocaust als offenes Geheimnis. Die Deutschen, die NS-Führung und die Alliierten (mit Dieter Pohl, 2006).

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Stellenausschreibung:

Studentische Hilfskraft (Minijob)

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Am Fritz Bauer Institut, Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust ist ab dem 1. Dezember 2016 im Bereich Bibliothek, Archiv und Dokumentation die Stelle einer

Studentischen Hilfskraft (Minijob)
zu besetzen.

Sie werden u.a. an folgenden Aufgaben mitwirken:

›  Aufbau, Verwaltung und Pflege von Ausstellungsdatenbanken
›  Einholen von Rechten an Exponaten, Fotografien, Texten usw.
›  Digitalisate (d.h. ausstellungsfähige Vorlagen) bestellen und den Gestaltern übermitteln.
›  Aufbau und Pflege von Fotodatenbanken (Digitalisierung und Fotobearbeitung, Bildanalyse und -beschreibung),
›  Unterstützung der wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen am Institut
›  Andere unterstützende Dienstleistungen

Voraussetzungen:
›  Studium BA oder MA, vorzugsweise der Geschichte, Bild-oder Filmwissenschaft
›  Grundkenntnisse der Geschichte des Nationalsozialismus und seiner Nachwirkungen in der BRD
›  Fähigkeit, sich schnell in neue Arbeitsfelder einzuarbeiten
›  Fähigkeit zu selbstständigem Arbeiten, Flexibilität
›  Team-/Kooperationsfähigkeit und überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft
›  Sicheren Umgang mit den gängigen MS-Office-Anwendungen
›  Gute Englischkenntnisse

Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Eignung im Rahmen der geltenden Bestimmungen bevorzugt eingestellt. Das Fritz Bauer Institut ist bestrebt, seinen Frauenanteil zu erhöhen und lädt Frauen deshalb nachdrücklich zur Bewerbung ein.

Schriftliche Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen werden bis 20. November 2016, vorzugsweise per E-Mail erbeten, an die Leitung des Verwaltungs- und Projektmanagement des Fritz Bauer Instituts:

Fritz Bauer Institut
Manuela Ritzheim
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
bewerbung@fritz-bauer-institut.de

... Stellenausschreibung (pdf-Datei)


Neue Holocaust-Professur und Direktion des Fritz Bauer Instituts

Sybille Steinbacher auf Platz eins der Berufungsliste

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Die Berufungskommission zur Besetzung der Frankfurter Holocaust-Professur hat inzwischen ihre Arbeit abgeschlossen, der Fachbereichsrat Geschichtswissenschaften, der Stiftungsrat des Fritz Bauer Instituts und der Senat der Goethe-Universität haben der von der Kommission vorgeschlagenen Bewerberliste zugestimmt. An erster Stelle dieser Liste steht die 1966 in München geborene Zeithistorikerin Prof. Dr. Sybille Steinbacher, die derzeit das Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien leitet. Steinbacher ist keine Unbekannte in Frankfurt, schon im Sommersemester 2010 hatte sie die Gastprofessur am Fritz Bauer Institut inne, zudem war sie Herausgeberin des Jahrbuchs des Fritz Bauer Instituts 2012: »Holocaust und Völkermorde. Die Reichweite des Vergleichs« (Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2012). Auch der zweitplatzierte der Berufungsliste, der amerikanische Historiker Prof. Dr. Alan E. Steinweis, Professor of History and Miller Distinguished Professor of Holocaust Studies an der University of Vermont, war schon im Sommersemester 2011 Gastprofessor am Fritz Bauer Institut. Auf Platz drei der Liste steht Prof. Dr. Dieter Pohl, Professor für Zeitgeschichte an der Universität Klagenfurt. Insgesamt hatten sich 25 namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland auf die Holocaust-Professur beworben, die zugleich die Direktion des Fritz Bauer Instituts innehaben wird.

Die Holocaust-Professur ist angesiedelt am Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Es ist dies der erste Holocaust-Lehrstuhl in Deutschland! Aufgabe der Professur ist die umfassende historische Erforschung der nationalsozialistischen Massenverbrechen – insbesondere des Holocaust – und ihrer Wirkungen bis in die Gegenwart. Die Position ist verbunden mit der Leitung des Fritz Bauer Instituts. Das Institut ist eine interdisziplinär ausgerichtete, unabhängige Forschungs-, Dokumentations- und Bildungseinrichtung zur Geschichte und Wirkung des Holocaust und ist als An-Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main assoziiert. Ermöglicht wurde die Einrichtung der Professur durch das Engagement des hessischen Wissenschaftsministers Boris Rhein (CDU) und die Selbstverpflichtung des Landes Hessen, die Finanzierung der Professur mit jährlich 150.000 Euro zu übernehmen.

Wir sind zuversichtlich, dass nachdem der Ruf an Prof. Dr. Sybille Steinbacher durch die Universitätspräsidentin Prof. Dr. Birgitta Wolff erfolgt ist, die Professur und Institutsleitungsposition nach erfolgreichem Abschluss der Vertragsverhandlungen wie vorgesehen zum Beginn des Sommersemesters 2017 besetzt werden kann.

Prof. Dr. Sybille Steinbacher
Institut für Zeitgeschichte, Wien
www.univie.ac.at/zeitgeschichte/steinbacher-sybille


Fritz Bauer Studienpreis
für Menschenrechte und juristische Zeitgeschichte

Ausschreibung 2017

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»Wir können aus der Erde keinen Himmel machen,
aber jeder von uns kann etwas tun, dass sie nicht zur Hölle wird.«
Fritz Bauer

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat den »Fritz Bauer Studienpreis für Menschenrechte und juristische Zeitgeschichte« ins Leben gerufen. Der Preis erinnert an Fritz Bauer, den Initiator des Frankfurter Auschwitz-Pozesses. Mit dem Studienpreis werden herausragende Arbeiten des rechtswissenschaftlichen Nachwuchses ausgezeichnet, die sich mit Leben, Werk oder Lebensthemen Fritz Bauers befassen, also insbesondere der juristischen Ahndung des NS-Unrechts und anderer Massenverbrechen gegen die Menschlichkeit, Strafrechtsreform und humanem Strafvollzug, Achtung und Schutz der Menschenwürde.
Der Fritz Bauer Studienpreis wird alle zwei Jahre zum Todestag Fritz Bauers am 1. Juli vergeben. Er ist mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert.

Über die Vergabe des Fritz Bauer Studienpreises entscheidet der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz im Zusammenwirken mit einer hochrangig besetzten Jury:
› Christoph Flügge, Internationaler Gerichtshof für das ehem. Jugoslawien, Den Haag
› Werner Koep-Kerstin, Humanistische Union, Berlin
› Prof. Dr. Werner Konitzer, Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main
› Prof. Dr. Beate Rudolf, Deutsches Institut für Menschenrechte, Berlin
› Prof. Dr. Gerhard Werle, Humboldt-Universität, Berlin

Die Preisverleihung zum Fritz Bauer Studienpreis 2017 erfolgt am 1. Juli 2017.
Die Bewerbungsfrist endet am 31. Dezember 2016.

Der Fritz Bauer Studienpreis
... Broschüre (pdf-Datei)

Fritz Bauer Studienpreis, Ausschreibung 2017
... Infoflyer (pdf-Datei)

Kontakt
Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz
Kennwort: Fritz Bauer Studienpreis
Mohrenstr. 37
10117 Berlin
www.bmjv.de/fritz-bauer


Stellenausschreibung:

Verwaltungshilfskraft
(Minijob, mind. 32 Std./Monat, vorzugsweise je 4 Std. Di. und Do.)

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Am Fritz Bauer Institut, Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust ist zum 1. April 2016 einer

Verwaltungshilfskraft
(Minijob, mind. 32 Std./Monat, vorzugsweise je 4 Std. Di. und Do.)
zu besetzen.

Aufgaben u.a.:
› Anfallende allgemeine Büro- und Verwaltungstätigkeiten
› Erstellen und erfassen von Ausgangsrechnungen
› Bearbeiten und erfassen von Eingangsrechnungen
› Auswertung und Überprüfung von Arbeitszeitkarten und Reisekostenabrechnungen
› Erfassen der Abwesenheiten (u.a. Dienstreisen, Urlaubs- und Krankheitstage)
› Vorbereitende Aufgaben innerhalb der Projektverwaltung

Einstellungsvoraussetzungen sind:

› Abgeschlossene Berufsausbildung als Verwaltungsfachangestellte/r, Bürokauffrau/-mann oder vergleichbarer Abschluss
› Sehr gute Kenntnisse der gängigen PC-Programme der MS-Office-Gruppe (Word, Excel, Powerpoint)
› Sicherer Umgang mit dem Internet und elektronischen Medien
› Deutsch in Wort und Schrift

Wir wünschen uns:

› Eigenverantwortliche uns insbesondere selbstständige Arbeitsweise
› Gründliches und genaues Arbeiten
› Organisationstalent, Flexibilität, Belastbarkeit
› Teamfähigkeit

Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Eignung im Rahmen der geltenden Bestimmungen bevorzugt eingestellt. Das Fritz Bauer Institut ist bestrebt, seinen Frauenanteil zu erhöhen und lädt Frauen deshalb nachdrücklich zur Bewerbung ein.

Schriftliche Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen werden bis 11. März 2016, vorzugsweise per E-Mail erbeten, an die Leitung des Verwaltungs- und Projektmanagement des Fritz Bauer Instituts:

Fritz Bauer Institut
Manuela Ritzheim
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
bewerbung@fritz-bauer-institut.de

... Stellenausschreibung (pdf-Datei)



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Einsicht 18
Bulletin des Fritz Bauer Instituts
Das Heft erscheint zweimal jährlich (April/Oktober), Auflage 5.500.
Einsicht

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Letzte Änderung: 01. September 2011

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