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»Verunsichernde Orte«
Weiterbildung Gedenkstättenpädagogik

Reflexion pädagogischer Praxis an Erinnerungsorten
Weiterbildungsangebot – Publikation – Website

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Das Weiterbildungsangebot bietet die Möglichkeit, zentrale Fragen der Praxis historisch-politischer Bildung (nicht nur) an Gedenkstätten zu diskutieren und mit Hilfe von Übungen zu reflektieren. In vertrauensvoller Atmosphäre können schwierige Situationen besprochen und gegebenenfalls verändertes Verhalten erprobt werden. Dabei stehen pädagogische Aspekte der Vermittlungstätigkeit im Vordergrund: das eigene Selbst- und Rollenverständnis, der Kontakt zu Teilnehmenden und Gruppen sowie der Umgang mit Vermittlungsmedien.
Weiterbildungsangebot für Mitarbeiter/innen, Lehrer/innen und andere Engagierte in der Gedenkstättenpädagogik.

Träger des Weiterbildungsangebotes »Verunsichernde Orte« sind das Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt (Bildungsangebote in den Themenfeldern deutsch-jüdische Geschichte, jüdische Gegenwart und Nachgeschichte des Holocaust) und das Max Mannheimer Studienzentrum / Internationales Jugendgästehaus Dachau (Anbieter historisch-politischer Seminare insbesondere zur KZ-Geschichte Dachaus für Jugendliche und Multiplikatoren), in Kooperation mit der Akademie Führung & Kompetenz am Centrum für angewandte Politikforschung, München (Fachberatung und Anbieter von Weiterbildungen zur Demokratie- und Toleranzförderung. U.a.: »Betzavta«, »Achtung(+)Toleranz«, »Eine Welt der Vielfalt«) und der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (Jährliche Weiterbildung »Verunsichernde Orte«, insbesondere für Lehrer/innen).

Publikation
Barbara Thimm, Gottfried Kößler, Susanne Ulrich (Hrsg.)
Verunsichernde Orte
Selbstverständnis und Weiterbildung in der Gedenkstättenpädagogik

Frankfurt am Main: Brandes & Apsel Verlag, 2010, 208 S., € 19,90
ISBN 978-3-86099-630-0
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 21

Website
www.verunsichernde-orte.de und
www.weiterbildung-gedenkstaettenpaedagogik.de

Kontakt
Gottfried Kößler
Pädagogisches Zentrum FFM
Fritz Bauer Institut & Jüdisches Museum Frankfurt
Telefon: 069.212-49439
gottfried.koessler(at)stadt-frankfurt.de

Koordination
Barbara Thimm
Max-Mannheimer-Studienzentrum Dachau
Telefon: 089.41157802


Georg (Jurek) Heuberger sel. A.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fritz Bauer Instituts trauern um den Gründungsdirektor des Jüdischen Museums Frankfurt.

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Am Sonntag, dem 7. November 2010, ist Georg Heuberger im Alter von 64 Jahren verstorben. Herberger (geb. 1946 in Budapest) war Gründungs- und bis 2006 Leitender Direktor des Jüdischen Museums der Stadt Frankfurt am Main und langjähriger ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Leo Baeck Instituts. Sein besonderes Interesse galt der didaktischen Vermittlung der deutsch-jüdischen Geschichte. 2006 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Zuletzt war er als Repräsentant der Jewish Claims Conference Deutschland tätig.
Georg Heuberger wird uns in ehrender Erinnerung bleiben.

Nachruf des Jüdischen Museums Frankfurt

Georg Heuberger (1946–2010)


Call for Papers:
Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts

Vom 7. bis 9. Juni 2011 findet das dritte Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain statt.

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Das Seminar soll Doktoranden, die sich mit Fragen der Geschichte und Wirkung des Holocaust befassen, die Gelegenheit bieten, ihre Arbeiten zur Diskussion zu stellen und Kontakte zu anderen Doktoranden zu knüpfen, die zu ähnlichen Themen arbeiten. Die Teilnehmer sollen ihre geplanten und laufenden Forschungsvorhaben vorstellen; im Mittelpunkt steht die Diskussion von Fragestellungen, Methoden und Quellen. Das Angebot richtet sich gleichermaßen an Zeithistoriker, Politik-, Literatur-, Rechts- und Kulturwissenschaftler sowie Pädagogen. Um jede einzelne Arbeit intensiv diskutieren zu können, ist die Teilnehmerzahl auf zehn beschränkt.

Interessenten, die ihre Forschungsvorhaben vorstellen möchten, bewerben sich mit einer maximal zweiseitigen Projektskizze und einem kurzen Lebenslauf bis zum 15. Dezember 2010 beim Fritz Bauer Institut. Bereits abgeschlossene Arbeiten können grundsätzlich nicht berücksichtigt werden.
Ort der Veranstaltung ist die Evangelische Akademie Arnoldshain. Das Fritz Bauer Institut und die Evangelische Akademie Arnoldshain übernehmen die Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten für die Teilnehmer.

... Doktorandenseminar (Überblicksseite)

Kontakt
Dr. Jörg Osterloh
Fritz Bauer Institut
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-35
Fax: 069.798 322-41
j.osterloh(at)fritz-bauer-institut.de


Martin-Buber-Professur
Neue Impulse für den Dialog der Religionen und Kulturen

Prof. Dr. Christian Wiese übernimmt die traditionsreiche Professur für jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

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Die traditionsreiche Martin-Buber-Professur für jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität sucht an deutschen Universitäten ihres Gleichen; lediglich an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg gibt es einen ähnlich ausgerichteten Lehrstuhl. Seit Beginn des Wintersemesters lehrt und forscht nun der Religionswissenschaftler, Theologe und Judaist Prof. Dr. Christian Wiese am Fachbereich Evangelische Theologie; er wurde bereits im vergangenen Jahr auf die Martin-Buber-Professur berufen. Der international renommierte Forscher wird dem Dialog der Religionen und Kulturen, wie ihn die Stiftungsuniversität seit der Gründung pflegt, weitere Impulse geben.
»Wir können uns sehr glücklich schätzen, dass wir mit Professor Wiese einen exzellenten Wissenschaftler für unsere Universität gewinnen konnten, der bisher am Centre for German-Jewish Studies an der Universität Sussex wirkte und in den vergangenen Jahren vielfältige internationale Kontakte geknüpft hat«, freut sich Vizepräsident Prof. Dr. Matthias Lutz-Bachmann. Die Berufung wurde mit 100.000 Euro durch das Programm »Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland« der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert.
Das Frankfurter Forschungsumfeld hat den 49-jährigen Wissenschaftler zur Rückkehr nach Deutschland bewogen: »Ausschlaggebend war für mich die Aussicht auf intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des Fachbereichs evangelische Theologie, mit der Philosophie, mit den Islamischen Studien und vor allem mit der Judaistik und dem Fritz Bauer Institut für Holocaustforschung. Darüber hinaus sehe ich mit dem Jüdischen Museum und der Universitätsbibliothek mit ihrem Sondersammelgebiet Judaica vielfältige Anknüpfungspunkte für wissenschaftliche Kooperationen.« Seine bisherigen Forschungsprojekte und umfangreichen Publikationen widmen sich Themen der deutsch-jüdischen und europäisch-jüdischen Geschichte seit der Aufklärung, der jüdischen Geistesgeschichte und Religionsphilosophie der Moderne und der amerikanisch-jüdischen Geschichte.
Darüber hinaus erforscht Wiese intensiv die geistigen Grundlagen des jüdischen Nationalismus und der Auseinandersetzungen zwischen Judentum und Christentum seit dem Mittelalter. »An einigen dieser Themen werde ich auch in den kommenden Jahren weiterarbeiten. Ein Beispiel: Ich plane Biografien zu wichtigen Vertretern des von Martin Buber beeinflussten ›Prager Kreises‹, zu dem jüdische Studierende – unter ihnen auch Franz Kafka – gehörten und die mit ihrem Konzept des Kulturzionismus und des ‚hebräischen Humanismus‘ eine Erneuerung des Judentums im Europa anstrebten«, erläutert Wiese. Zurzeit beschäftigt er sich besonders mit dem umfangreichen Nachlass des Journalisten und Historikers Robert Weltsch (1891–1982), der auch enge Beziehung zu Martin Buber unterhielt. »Im Spiegel von Weltschs Leben lassen sich entscheidende historische Entwicklungen des deutschen Judentums und des deutsch-jüdischen Exils im 20. Jahrhundert schildern.« Ein weiteres Projekt ist die Beteiligung an der Kritischen Gesamtausgabe des Werks des Philosophen Hans Jonas – in Frankfurt werden alleine vier der geplanten zwölf Bände ediert. In früheren Arbeiten hat Wiese sich bereits mit dem Verhältnis von jüdischer Religionsphilosophie und allgemeiner Philosophie im Spannungsfeld von Religion und Säkularismus beschäftigt: »Hans Jonas, der sich selbst nie als jüdischer Philosoph gesehen hat, hat dennoch eine Fülle von Anregungen für eine jüdische Religionsphilosophie gegeben«, so Wiese. Geplant sind weitere Projekte zum Verhältnis jüdischer und nichtjüdischer Elemente im Denken prominenter Philosophen des 20. Jahrhundert, zu denen auch die Frankfurter Theodor W. Adorno und Max Horkheimer zählen.
Wiese, der nach seinem Studium in Tübingen, Jerusalem, Bonn und Heidelberg 1993 an der Goethe-Universität zum Thema »Wissenschaft des Judentums und protestantische Theologie im Wilhelminischen Deutschland. Ein ›Schrei ins Leere‹?« promovierte, will zudem in der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern neue Akzente setzen; er plant unter anderem eine Summer School für Promovenden zum Thema »Jüdische Geschichte in Europa«, an der auch junge Wissenschaftler anderer Universitäten teilnehmen können. Außerdem wird er seine internationalen Forschungskooperationen mit europäischen, amerikanischen und israelischen Universitäten einbringen, um Drittmittelprojekte einzuwerben und um Nachwuchswissenschaftler in das internationale Forschernetz einzubeziehen. Wieses Lehrveranstaltungen an der Goethe-Universität sind für Studierende aus unterschiedlichen Disziplinen offen. »Das Frankfurter Konzept in den Theologien und der Religionswissenschaft kommt meinem interdisziplinären Verständnis sehr entgegen, die jüdische Religionsphilosophie kann hier einen wichtigen Part übernehmen«, sagt der Theologe. Nicht zuletzt überzeugte ihn bei seinem Wechsel von Sussex nach Frankfurt die stark auf Religionsdialog ausgerichtete Orientierung des Fachbereichs Evangelische Theologie, in deren Rahmen die Martin-Buber-Professur eine Tradition des Dialogischen verkörpert und – so Wiese – »dies entspricht meinem ausgeprägten Interesse am gegenwärtigen jüdisch-christlichen und jüdisch-islamischen Gespräch«.
Martin Buber (1878–1965), nach dem diese 1989 von Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau gestiftete und zunächst auch finanzierte Professur für jüdische Philosophie benannt wurde, war der erste Lehrer für jüdische Theologie an der Frankfurter Universität. Von 1924 bis 1929 zunächst als Lehrbeauftragter wurde er 1930 zum Honorarprofessor für Religionswissenschaft ernannt, weil er Leiter eines interreligiösen Instituts werden sollte. Die Nationalsozialisten vereitelten 1933 die Weiterentwicklung des fortschrittlichen Projekts an der Frankfurter Universität, wo fast zehn Jahre unter dem Dach der Philosophischen Fakultät jüdische, katholische und protestantische Theologen und Religionswissenschaftler gemeinsam gelehrt und geforscht hatten.

Kontakt
Prof. Dr. Christian Wiese
Martin Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie
Fachbereich Evangelische Theologie
Telefon: 069.798-33313
C.Wiese(at)em.uni-frankfurt.de


Simon Wiesenthal. Die Biographie
Audio-Mitschnitt des Vortrags von Tom Segev

28. Oktober 2010, Neues Hörsaalzentrum auf dem Campus Westend
der Goethe-Universität Frankfurt am Main

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Vortrag von Tom Segev
mp3-audio (112 Min., 64 kbit/s, 52.236 KB)

Am 28. Oktober 2010 war der israelische Historiker und Journalist Tom Segev auf Einladung des Fritz Bauer Instituts in Frankfurt am Main zu Gast. Im Hörsaalzentrum auf dem Campus Westend der Goethe-Universität hielt er einen Vortrag zu seiner Biographie Simon Wiesenthals.
Begrüßung und Moderation: Prof. Dr. Raphael Gross.

Vom Tag seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Mauthausen an machte Simon Wiesenthal (1908–2005) es sich zur Lebensaufgabe, NS-Verbrecher aufzuspüren und vor Gericht zu bringen. Fünf Jahre nach seinem Tod legt nun der bekannte Historiker und Journalist Tom Segev die erste aus Originalquellen erarbeitete Biographie dieser Jahrhundertgestalt vor, enthüllt zahlreiche bisher unbekannte Tatsachen und erzählt eindrucksvoll das Leben des »Nazi-Jägers«, der zeitlebens selbst auch ein Verfolgter blieb.
Als Simon Wiesenthal im Alter von 97 Jahren in Wien starb, betrauerte die Welt einen unermüdlichen Kämpfer gegen das Böse. Hollywood verklärte ihn als Helden, gleichwohl hatte er zeit seines Lebens auch Ablehnung und Anfeindungen erfahren, viele sahen in ihm einen unversöhnlichen Störenfried. Er entfachte die Phantasie von Menschen auf der ganzen Welt, fesselte und beängstigte sie, belastete ihr Gewissen und verlieh ihnen doch einen tröstlichen Glauben an das Gute.
Anhand von zahlreichen Briefen, Geheimdienstdossiers und anderen, bislang unbekannten Quellen zeichnet Tom Segev in seinem Buch die faszinierende Biographie Simon Wiesenthals nach: Die höchst lebendige und spannende Lebensgeschichte eines überaus mutigen Mannes, der eine Reihe atemberaubender Aktionen initiierte und dabei fast ganz auf sich gestellt arbeitete, in einer kleinen Wohnung zwischen hohen Stapeln alter Zeitungen und vergilbter Karteikarten.

Tom Segev ist Historiker und Journalist und gilt als einer der profiliertesten Publizisten Israels. Er ist regelmäßig als Kolumnist für die linksliberale Tageszeitung Haaretz tätig. In Deutschland wurde er durch sein Buch Die siebte Million. Der Holocaust und Israels Politik der Erinnerung (1995) bekannt. Für Es war einmal ein Palästina. Juden und Araber vor der Staatsgründung Israels (2005) wurde er mit dem National Jewish Book Award ausgezeichnet. Zuletzt sind erschienen: 1967. Israels zweite Geburt (2007) und Die ersten Israelis. Die Anfänge des jüdischen Staates (2008).

Tom Segev, Simon Wiesenthal. Die Biographie
Aus dem Hebräischen von Markus Lemke
München: Siedler Verlag, 2010, 576 S., mit Abb., € 29,95


Dr. Helmut Kramer:
Fritz-Bauer-Preisträger 2010

Der Fritz-Bauer-Preis 2010 wurde am Samstag, 9. Oktober 2010 in der NS-Dokumentationsstätte der Stadt Köln an den Richter und Rechtshistoriker Dr. Helmut Kramer verliehen.

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»Gesetze sind nicht auf Pergament, sondern auf empfindliche Menschenhaut geschrieben.«
Fritz Bauer

Die diesjährige Preisverleihung wurde am 9. Oktober im Rahmen des Verbandstages der Humanistischen Union abgehalten. Die Bundesvorsitzende der Humanistischen Union, Prof. Dr. Rosemarie Will führte in die Veranstaltung ein, die Laudatio hielt Michael Plöse, Humboldt-Universität zu Berlin. Der Festakt fand an einen geschichtsträchtigen Ort statt: Im so genannten EL-DE-Haus am Apellhofplatz 23-25 war von 1935 bis zum Kriegsende 1945 die Kölner Zentrale der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) untergebracht. In den Zellen und Verwaltungsräumen erinnert heute ein Ausstellungs- und Dokumentationszentrum an einzelne Schicksale der Insassen und klärt über die Funktionsweise des NS-Systems auf.

Ein Lebenswerk zu den Hinterlassenschaften des NS-Unrechts
Die Humanistische Union vergibt ihren diesjährigen Fritz-Bauer-Preis an Dr. Helmut Kramer. Der Bundesvorstand begründet die Entscheidung mit den herausragenden Verdiensten Kramers um ein humanes Rechtswesen in Vergangenheit und Gegenwart: »Helmut Kramer setzt sich seit Jahrzehnten für die Aufhebung von Unrechtsurteilen, für die Aufklärung der Verstrickungen und Beteiligungen von Juristen an nationalsozialistischen Verbrechen und die Aufhebung der rechtspolitischen Hinterlassenschaften dieses Regimes ein.« Für seine Initiativen zur Aufarbeitung der jüngeren Justizgeschichte, für sein Engagement gegen das Rechtsberatungsgesetz und nicht zuletzt in Anerkennung seiner friedenspolitischen Bemühungen vergibt die Humanistische Union in diesem Jahr ihre höchste Auszeichnung an den früheren Richter am OLG Braunschweig.
Helmut Kramer hat sich der Aufhebung nationalsozialistischen Unrechts auf allen Ebenen verschrieben: Sein Name steht gleichermaßen für die Rehabilitierung der Opfer (Wiederaufnahmeverfahren Erna Wazinski), für die lokalhistorische Dokumentation der Verbrechen (Ausstellung »Braunschweig unterm Hakenkreuz«), für die Aufdeckung personeller Kontinuitäten in der bundesdeutschen Justiz (Affäre Puvogel), die Aufhebung des NS-Unrechts (Rehabilitierungsgesetze 1998 u. 2009) und die rechtshistorische Bildungsarbeit (Fortbildungen der Richterakademie, Forum Justizgeschichte, Gedenkstätte Wolfenbüttel). Dabei knüpft er nicht nur ideell an das Werk Fritz Bauers an. 1984 veröffentlicht er seinen wohl folgenschwersten Aufsatz über die Beteiligung von Juristen an der »Aktion T4«, dem nationalsozialistischen Programm zur Vernichtung „unwerten Lebens«. Aufbauend auf Voruntersuchungen Bauers – das Verfahren wurde nach dessen Tod still beendet – dokumentierte Kramer, wie 1941 alle OLG-Präsidenten und Generalstaatsanwälte dabei halfen, die massenhafte Verschleppung und den Mord behinderter Menschen juristisch abzusichern.
Die Beschäftigung mit früherem Unrecht ist für Helmut Kramer keine Frage der Vergangenheit, sondern immer auf die Gegenwart ausgerichtet. Er will jene Beliebigkeit der juristischen Methodik überwinden, die das Recht zum Instrument totalitärer Systeme werden ließ. So bemüht er sich, die Rechtsgeschichte in der juristischen Ausbildung zu verankern und die Methoden des Rechts zu historisieren. 15 Jahre lang leitet er die Sommertagungen der Deutschen Richterakademie zur NS-Justiz, gründet 1999 sein Forum Justizgeschichte. Mit seinem enzyklopädischen Wissen um Akteure, Ereignisse und Strukturen des NS-Unrechts begeistert er viele und prägt eine Juristengeneration, die sich endlich mit der Verantwortung ihrer Zunft beschäftigt.
Die Verantwortung für eine humane Zukunft lässt Helmut Kramer in den 1980er Jahren auch zum Mitstreiter der Friedensbewegung werden. 1987 beteiligt er sich an der Blockade in Mutlangen, wird wie viele andere von Richter Offenloch zu einer Geldstrafe verurteilt. Später erläutert er in einem Interview, warum ihn die Angst vor möglichen Konsequenzen nicht von der Teilnahme abhielt. Für ihn sei klar gewesen: »Wenn du dich da heraus hältst, dann hast du aus den ganzen Jahren der intensiven Beschäftigung mit der NS-Justiz und ihren Ursachen nichts gelernt.«
Zu den Lehren aus der Vergangenheit gehört für Helmut Kramer auch ein solidarisches Verständnis des Rechts. Es sind vor allem die Schwächsten der Gesellschaft, die seiner bedürfen. Mit einer Selbstanzeige und einem Verfahren bis vor das Bundesverfassungsgericht erreicht er 2008 schließlich die Aufhebung des Rechtsberatungsgesetzes. Er öffnet damit den von ihm beratenen Totalverweigerern, vielen Minderheiten und sozialen Bewegungen einen leichteren Zugang zum Recht.
Sven Lüders (aus: Mitteilungen der Humanistischen Union.
Zeitschrift für Aufklärung und Bürgerrechte
, Nr. 208, Berlin 2010)

Helmut Kramer, geb. 1930, Dr. jur., Richter am Oberlandesgericht i.R., Studium der Geschichte und Rechtswissenschaft in Göttingen und Freiburg, Dissertation: »Fraktionsbindungen in den deutschen Volksvertretungen 1819–1849« (Duncker und Humblot, Berlin 1968), 1984–1989 Vertretungsprofessur an der Universität Bremen, Mitbegründer und bis 2006 Vorsitzender des Forum Justizgeschichte e.V., 1990–2005 Gestaltung und Leitung von Tagungen der Deutschen Richterakademie zur juristischen Zeitgeschichte.

Der Fritz-Bauer-Preis
Mit dem Fritz-Bauer-Preis würdigt die Humanistische Union herausragende Verdienste um die Humanisierung, Liberalisierung und Demokratisierung des Rechtswesens. Den Preis erhalten Frauen und Männer, die sich unerschrocken für eine gerechte und humane Gesellschaft eingesetzt haben, deren Zivilcourage Vorbild und Ansporn für bürgerrechtliches Engagement ist.
Der Fritz-Bauer-Preis ist die höchste Auszeichnung der Humanistischen Union. Der ideelle Preis wird im Gedenken an Dr. Fritz Bauer, den 1968 verstorbenen hessischen Generalstaatsanwalt und Mitbegründer der Humanistischen Union verliehen. Er war es, der die Verfolgung nationalsozialistischer Verbrechen ermöglichte und gegen zahlreiche Widerstände in der jungen Bundesrepublik durchsetzte. Der nach ihm benannte Preis wurde von der Humanistischen Union im Juli 1968, zwei Wochen nach dem Tod Fritz Bauers gestiftet. Er wird derzeit alle zwei Jahre vergeben.

Bisher wurde der Fritz-Bauer-Preis verliehen an:
Helga Einsele (1969), Gustav Heinemann (1970), Birgitta Wolf (1971), Emmy Diemer-Nicolaus (1972), Heinrich Hannover (1973), Helmut Ostermeyer (1975), Werner Hill (1976), Heinz-Dietrich Stark (1977), Gerald Grünwald (1978), Peggy Parnass (1980), Ulrich Vultejus (1981), Ruth Leuze (1982), Erich Küchenhoff (1983), Ulrich Finckh (1984), Rosi Wolf-Almanasreh (1985), Ossip Kurt Flechtheim (1986), Eckart Spoo (1988), Liselotte Funcke (1990), Erwin Fischer (1993), Hans Lisken (1995), Hanne und Klaus Vack (1996), Günter Grass (1997), Helga Seibert (1999), Regine Hildebrandt (2000), 28 Erstunterzeichnende des Aufrufes zur Desertion im Kosovo-Krieg (2001), Dieter Schenk (2003), Susanne von Paczensky (2004), Burkhard Hirsch (2006), Klaus Waterstradt (2008), Helmut Kramer (2010)

Kontakt

Humanistische Union e.V.
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
Tel: 030.204 502 56
Fax: 030.204 502 57
service(at)humanistische-union.de
www.humanistische-union.de
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Meron Mendel:
Neuer Leiter der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank e.V.

Zum 1. Oktober 2010 übernahm Dr. Meron Mendel die Leitung der Frankfurter Jugendbegegnungsstätte Anne Frank. Die Einrichtung ist dem Gedenken an Anne Frank (1929–1945) gewidmet und vermittelt jungen Menschen universelle Werte der Demokratie, Zivilcourage und Menschenrechte.

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»Ich freue mich sehr auf diese verantwortungsvolle Aufgabe«, betont Dr. Mendel. »In einer Zeit, in der fremdenfeindliche Stimmen in die Mitte der Gesellschaft rücken – wie die Sarrazin-Debatte erneut zeigt –, sehen wir uns in unserer Zielsetzung bestätigt, allen Formen von Vorurteilen und Intoleranz entgegenzuwirken. Wir wollen in Zukunft verstärkt den interreligiösen und interkulturellen Dialog zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Frankfurt fördern.«
Meron Mendel wurde 1976 in Tel Aviv (Israel) geboren und lebt seit sieben Jahren in Frankfurt. Derzeit lehrt der Erziehungswissenschaftler und Historiker an der Goethe-Universität. Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind Migrationspädagogik, Menschenrechtsbildung und die Geschichte der Juden in der Bundesrepublik Deutschland. In den Jahren 2003 bis 2007 war Meron Mendel Bundesleiter der Zionistischen Jugend in Deutschland e.V.
Die Jugendbegegnungsstätte Anne Frank informiert mit ihrer multimedialen, interaktiven Ausstellung »Anne Frank. Ein Mädchen aus Deutschland« über Leben und Tagebuch der Anne Frank. Die Jugendbegegnungsstätte orientiert sich an Anne Franks Gedanken und Werten. Die Frage, was die Geschichte der NS-Zeit für heutige Jugendliche in Deutschland bedeuten kann, begründet ihre Arbeit. Im Vordergrund stehen Angebote zur Begegnung und Verständigung in einer zunehmend heterogenen Stadtgesellschaft. »Jugendliche«, so Meron Mendel, »sollen dazu angeregt werden, sich für Toleranz und Menschenrechte einzusetzen«
Das Angebot der Jugendbegegnungsstätte umfasst Projekttage, Seminare und Trainings – vor allem für Jugendliche, aber auch für MultiplikatorInnen und andere interessierte Erwachsene. Themen sind unter anderem Rechtsextremismus, Antisemitismus und Zivilcourage. Meron Mendel wird unterstützt von sieben Angestellten und mehr als zwanzig freien MitarbeiterInnen. Die Begegnungsstätte wird von einem Trägerverein betrieben und von der Stadt Frankfurt am Main maßgeblich finanziert, das Jahresbudget beträgt 330.000 Euro.

Kontakt
Jugendbegegnungsstätte Anne Frank e.V.
Hansaallee 150
60320 Frankfurt am Main
Tel.: 069.56000-20
info@jbs-anne-frank.de
www.jbs-anne-frank.de


Neu berufen:
Rebekka Voß, Seminar für Judaistik

Rebekka Voß ist seit Januar 2010 Juniorprofessorin für Geschichte des deutschen und europäischen Judentums am Seminar für Judaistik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

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Rebekka Voß studierte Judaistik/Jüdische Studien, Geschichte und Jiddische Kultur, Sprache und Literatur in Köln, Duisburg, Düsseldorf und an der Columbia University in New York. 2007 wurde sie in Düsseldorf mit einer Arbeit zur Beziehung von jüdischer und christlicher Apokalyptik im Deutschland des 16. Jahrhunderts summa cum laude promoviert. Anschließend forschte sie als Postdoc an der Bar Ilan University in Israel sowie in den USA an der Harvard und der Columbia University. Bevor sie ihre Tätigkeit in Frankfurt aufnahm, lehrte sie jüdische Geschichte an der New School in New York. Für ihre Arbeit hat Voß zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen erhalten, unter anderem den drupa-Preis 2008 der Messe Düsseldorf für eine herausragende geisteswissenschaftliche Dissertation und den Harry Starr Fellowship in Judaica der Harvard University.
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der jüdischen Kultur-, Geistes- und Religionsgeschichte im Europa der Frühneuzeit und Neuzeit. Das besondere Interesse gilt den vielfältigen Beziehungen von Juden und Judentum zu der umgebenden Gesellschaft, Religion und Kultur und der gegenseitigen Wahrnehmung von Juden und Christen. Ihre aktuellen Forschungsprojekte beschäftigen sich unter anderem mit jüdisch-christlichem Legendengut, folkloristischen Motiven im Diasporadiskurs und jüdischen Reaktionen auf den Pietismus. Mit ihrer interdisziplinär ausgerichteten Forschung und Lehre stärkt Voß das Fach Judaistik im Bereich der jüdischen Geschichte. Sie will außerdem die Kooperation mit den verschiedenen Frankfurter Institutionen zur Erforschung jüdischer Geschichte weiter ausbauen.

Kontakt
Prof. Dr. Rebekka Voß
Goethe-Universität – Seminar für Judaistik
Fachbereich 9 (Sprach- und Kulturwissenschaften)
Mertonstraße 17
60054 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798-22796
Fax: 069.798-23351
voss(at)em.uni-frankfurt.de
www.judaistik.uni-frankfurt.de


Auszeichnung:
Rosl und Paul Arnsberg-Preis 2010

Der Hauptpreis wurde in diesem Jahr an Prof. Dr. Andreas Gotzmann (Universität Erfurt) verliehen, den Förderpreis erhielt Benno Nietzel (Universität zu Köln).

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Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft hat zum zweiten Mal den Rosl und Paul Arnsberg-Preis vergeben. Der Preis zeichnet herausragende wissenschaftliche Arbeiten zur Geschichte der jüdischen Bürger Frankfurts aus. Für die Auswahl wurden sowohl bereits publizierte Arbeiten als auch Recherchevorhaben berücksichtigt, die neue Erkenntnisse erwarten lassen. Neben Eigenbewerbungen konnten auch Kandidaten von Dritten vorgeschlagen werden. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wurde am 18. August 2010 im Eisenhower-Saal der Goethe-Universität Frankfurt verliehen.
Der Preis wurde von der Jury in einen Haupt- und einen Förderpreis geteilt. Den Hauptpreis in Höhe von 8.000 Euro sprach sie Prof. Dr. Andreas Gotzmann (Universität Erfurt) für seine Arbeit »Jüdische Autonomie in der Frühen Neuzeit: Recht und Gemeinschaft im deutschen Judentum« aus. Benno Nietzel (Universität zu Köln) erhielt den Förderpreis in Höhe von 2.000 Euro für seine Arbeit zum Thema »Jüdische Unternehmer aus Frankfurt am Main 1924–1964: Ausgrenzung, Selbstbehauptung, Vernichtung, Bewältigung«.
Die Auswahl unter den Bewerbern traf eine Jury, der Prof. Dr. Raphael Gross (Direktor des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main), Dr. Evelyn Brockhoff (Direktorin des Instituts für Stadtgeschichte) und Prof. Dr. Klaus Ring und Dr. Roland Kaehlbrandt als Vertreter der Stiftung Polytechnische Gesellschaft angehörten. Den Ehrenvorsitz der Jury führte Dr. Arno Lustiger.
Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft hatte diesen Preis zur Erforschung jüdischen Lebens in Frankfurt am Main zu Ehren des 100. Geburtstages von Rosl Arnsberg am 2. Juni 2008 erstmalig ausgelobt. Rosl Arnsberg verstarb am 1. Juni 2010, unmittelbar vor ihrem 102. Geburtstag. Rosl und Dr. Paul Arnsberg stehen als jüdische Bürger Frankfurts für ein Lebenswerk im Dienste der Aufarbeitung und Bewusstmachung des historischen Erbes der jüdischen Bürger Frankfurts. Zur diesjährigen Preisverleihung war ihr Sohn Gad aus Israel angereist.
Die erste Verleihung des Rosl und Paul Arnsberg-Preises fand im Januar letzten Jahres im Beisein von Rosl Arnsberg statt. Die Preisträger 2009 waren Dr. Helga Krohn für ihr Recherche- und Publikationsvorhaben »Juden in Frankfurt am Main 1945 bis in die Gegenwart« und André Griemert zur Förderung der Publikation seiner Staatsarbeit zum Thema »›Bürgerliche Verbesserung der Juden‹ durch Schule und Bildung? Das Frankfurter Philanthropin in der Kontroverse um die jüdische Emanzipation bis 1816«.
In einer sehr persönlich gehaltenen Rede zur Preisverleihung erzählte Stadträtin und Sozialdezernentin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld von ihrem letzten Besuch bei Rosl Arnsberg in der Senioren Wohnanlage der Henry und Emma Budge-Stiftung in Frankfurt am Main. Sie habe ihr den Wunsch von den Augen ablesen können, ihr Werk fortzusetzen. So soll es geschehen: Der Rosl und Paul Arnsberg-Preis wird für 2012 erneut ausgeschrieben.

Kontakt
Stiftung Polytechnische Gesellschaft
Schaumainkai 91
60596 Frankfurt am Main
Tel.: 069.838 306 0
Fax: 069.838 306 19
info(at)sptg.de
www.sptg.de


Trude Simonsohn:
Ignatz-Bubis-Preis für Verständigung 2010

Das Kuratorium zur Verleihung des Ignatz-Bubis-Preises für Verständigung der Stadt Frankfurt am Main 2010 hat unter Vorsitz von Oberbürgermeisterin Petra Roth in einer Sitzung am 15. Februar entschieden, Trude Simonsohn auszuzeichnen. Die Verleihung des Preises fand am Montag, 26. April in der Frankfurter Paulskirche statt. Die Laudatio hielt Staatsministerin a.D. Ruth Wagner.

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Trude Simonsohn ist Vorsitzende des Rats der Überlebenden des Holocaust am Fritz Bauer Institut. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gratulieren herzlich zur hoch verdienten Auszeichnung!
Trude Simonsohn hat die Schrecken des Holocausts überlebt. Sie hat sich mit dem Namensgeber des Preises vor Jahrzehnten darüber ausgetauscht, wie bedeutsam es ist, jungen Menschen von diesen Menschheitsverbrechen zu berichten. Sie hat sich damals wie Ignatz Bubis zu diesem außerordentlichen Engagement persönlich bereit erklärt und spricht seitdem als Zeitzeugin nicht nur in Frankfurt, sondern in ganz Deutschland. Mit ihrem gewinnenden Wesen beeindruckt sie junge Menschen und hat damit Jugendlichen eine Wertorientierung der Menschlichkeit vermittelt. Zudem hat sie eine Lehrergeneration geprägt. Dabei erreicht sie eine Ausstrahlung weit über Schulen und Begegnungsstätten hinaus. Sie ist darüber hinaus aktiv, um auch die Generation der Kinder der Opfer in dieses wichtige Wirken einzubinden. Diese Basisarbeit ist einem Leben der Versöhnung und der Verständigung zwischen Menschen gewidmet. Der persönliche Mut ist zugleich ein Einsatz gegen Fremdenfeindlichkeit. Trude Simonsohn hat dabei ein außergewöhnliches Engagement und ein stets zukunftsorientiertes Handeln zum Aufbau einer friedlichen Welt mit Offenheit und Toleranz vorgelebt. Sie verkörpert somit in hervorragender Weise die Werte, für die sich Ignatz Bubis eingesetzt hat. Zwischen 1986 und 1998 war sie Mitglied des Vorstands und Vorsitzende des Gemeinderats der Jüdischen Gemeinde Frankfurt. Sie gehört dem Kuratorium der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank an und ist Trägerin der Wilhelm Leuchner-Medallie und des Ehrensiegels der Jüdischen Gemeinde Frankfurt.
Der Ignatz-Bubis-Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre verliehen. Trude Simonsohn ist die vierte Preisträgerin nach den Preisträgern Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (2001), Bischof Prof. Dr. Franz Kamphaus (2004) sowie dem früheren Frankfurter Oberbürgermeister und Frankfurter Ehrenbürger Dr. Walter Wallmann (2007). Der Preis wurde nach dem Tod des Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland und Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main von der Stadt Frankfurt am Main gestiftet. Damit ehrt die Stadt das Lebenswerk und die Persönlichkeit von Ignatz Bubis.



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Das Heft erscheint zweimal jährlich (April/Oktober), Auflage 5.500.
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Letzte Änderung: 01. September 2011

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