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Norbert-Wollheim-Platz

Offener Brief der Überlebenden aus dem »Treffpunkt«    
Zentrum für Überlebende der Shoah und ihre Familien

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Initiative zur Umbenennung des Grüneburgplatzes auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main in Norbert-Wollheim-Platz

Im Rahmen der Angebote des »Treffpunkts für Überlebende der Shoah« wurde eine rege Diskussionen über die Initiative zur Umbenennung des Grüneburgplatzes in Norbert-Wollheim-Platz geführt. In einem Offenen Brief wenden sich die jüdischen Überlebenden der NS-Verfolgung an den Präsident der Goethe-Universität, Prof. Dr. Werner Müller-Esterl, und an die Mitglieder des Senats der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

... Offener Brief (pdf-Datei)

Kontakt
Überlebende aus dem »Treffpunkt«    
Zentrum für Überlebende der Shoah und ihre Familien
Liebigstraße 24
60323 Frankfurt am Main


Norbert-Wollheim-Platz

Initiative zur Umbenennung des Grüneburgplatzes auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main:
Offener Brief und Online-Resolution

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OFFENER BRIEF
Der Rat der Überlebenden des Holocaust am Fritz Bauer Institut, die Conference on Jewish Material Claims Against Germany und der Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. haben sich in einem gemeinsamen Offenen Brief an den Präsidenten der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Prof. Dr. Werner Müller-Esterl, und die Mitglieder des Senats der Goethe-Universität gewandt, um sich nachdrücklich für eine Umbenennung des Grüneburgplatzes in Norbert-Wollheim-Platz auszusprechen. Der Brief wude unterzeichnet von Trude Simonsohn (Sprecherin des Rates der Überlebenden), Rüdiger Mahlo (Representant der Claims Conference in Deutschland) und Jutta Ebeling (Vorsitzende des Fördervereins des Fritz Bauer Instituts).
... Offener Brief (pdf-Datei)

ONLINE-RESOLUTION
In gleicher Sache gibt es eine Online-Resolution der Initiative zur Umbenennung des Grüneburgplatzes in Norbert-Wollheim-Platz, die sich an den Ortsbeitat Bockenheim/Westend und an das Präsidium der Goethe-Universität richtet.
Die Resolution kann hier eingesehen und unterschrieben werden:
... Online-Resolution


Soziale Medien

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Call for Papers:
Sechstes Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts

Vom 17. bis 19. September 2014 findet das sechste Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt statt.

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Das Seminar soll Doktorandinnen und Doktoranden, die sich mit Fragen der Geschichte und Wirkung des Holocaust befassen, die Gelegenheit bieten, ihre Arbeiten zur Diskussion zu stellen und Kontakte zu knüpfen. Die Teilnehmer/innen sollen ihre geplanten und laufenden Forschungsvorhaben vorstellen; im Mittelpunkt steht die Diskussion von Fragestellungen, Methoden und Quellen. Das Angebot richtet sich gleichermaßen an Zeithistoriker/innen, Politik-, Literatur-, Rechts-, Erziehungs- und Kulturwissenschaftler/innen. Um jede einzelne Arbeit intensiv besprechen zu können, ist die Teilnehmerzahl auf zehn beschränkt.
Die Veranstaltung wird in diesem Jahr von Dr. Margrit Frölich (Evangelische Akademie Frankfurt), Dr. Jörg Osterloh (Fritz Bauer Institut) sowie Prof. Dr. Isabel Heinemann (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) moderiert.

Bewerbungen mit einer maximal zweiseitigen Projektskizze und einem kurzen Lebenslauf können bis zum 31. März 2014 beim Fritz Bauer Institut eingereicht werden. Bereits abgeschlossene Arbeiten werden grundsätzlich nicht berücksichtigt.
Ort der Veranstaltung ist das Martin-Niemöller-Haus in Arnoldshain (Am Eichwaldsfeld 3, 61389 Schmitten/Arnoldshain). Das Fritz Bauer Institut und die Evangelische Akademie Frankfurt übernehmen die Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten für die Teilnehmer/innen.

... Doktorandenseminar (Überblicksseite)

Kontakt
Dr. Jörg Osterloh
Fritz Bauer Institut
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-35
Fax: 069.798 322-41
j.osterloh(at)fritz-bauer-institut.de


Wilhelm Leuschner-Medaille 2013

Auszeichnung für Prof. Dr. Raphael Gross,
Prof. Dr. Harald Müller und Prof. Dr. Dieter Bingen

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Mit der Wilhelm Leuschner-Medaille ehrt der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier in diesem Jahr drei Persönlichkeiten: Ausgezeichnet werden Prof. Dr. Raphael Gross, Direktor des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums in Frankfurt am Main, sowie der Direktor des Deutschen Polen-Instituts, Prof. Dr. Dieter Bingen und Prof. Dr. Harald Müller von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. »Die höchste Auszeichnung unseres Landes geht in diesem Jahr an drei herausragende Geisteswissenschaftler. Sie sind Aufklärer, die mit ihrer Arbeit das Fundament für eine pluralistische und tolerante Gesellschaft legen. Damit leisten sie unserer Demokratie einen unbezahlbaren Dienst«, so der Ministerpräsident.
Ministerpräsident Volker Bouffier verleiht die nach dem 1944 ermordeten hessischen Innenminister und Widerstandskämpfer Wilhelm Leuschner benannte Auszeichnung am 1. Dezember, dem hessischen Verfassungstag, im Schloss Biebrich in Wiesbaden-Biebrich. Die Medaille wurde 1964 vom damaligen Ministerpräsident Georg August Zinn gestiftet und wird seit 1965 verliehen. Sie geht an Persönlichkeiten, die sich beispielhaft und nachhaltig für die Demokratie eingesetzt haben und unseren Staat, unsere Gesellschaft und unsere Kultur in vorbildlicher Weise geprägt haben.

Abb.: Wilhelm Leuschner-Medaille, © Hessische Staatskanzlei

Prof. Dr. Raphael Gross wurde 1966 in Zürich geboren. In den Jahren 1986 bis 1990 studierte er Geschichte an den Universitäten von Zürich, Berlin, Bielefeld und in Cambridge/UK. Danach war er Research Fellow am Franz Rosenzweig Institut der Hebräischen Universität Jerusalem und Stipendiat am Hamburger Institut für Sozialforschung. Es folgte der Abschluss der Promotion in Essen im Mai 1997 mit der Arbeit Carl Schmitt und die Juden. Strukturen einer deutschen Rechtslehre.
Von 1997 bis 2001 war Gross wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Ruhr-Universität Bochum. In den Jahren 2001 bis 2006 lehrte er an der der University of Sussex, zuletzt als Reader in History und Direktor des Center for German-Jewish Studies. Seit Januar 2001 ist Gross Direktor des Leo Baeck Institute London, dessen Auftrag es ist, die Geschichte und die Kultur der deutschsprechenden Juden zu erforschen.
Im Februar 2006 übernahm Gross eine weitere Stelle als Direktor des Jüdischen Museums in Frankfurt am Main und seit April 2007 eine dritte Leitungsstelle als Direktor des Fritz Bauer Instituts, einer Forschungs-, Dokumentations- und Bildungseinrichtung zur Geschichte der nationalsozialistischen Massenverbrechen und deren Wirkung bis in die Gegenwart. Es hat seinen Sitz im IG Farben-Haus auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Raphael Gross ist Honorarprofessor an der Goethe-Universität sowie Reader im Fach Geschichte am Queen Mary College (University of London). Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zur deutschen Geschichte, Intellectual History und zur deutsch-jüdischen Geschichte. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehören: November 1938: Die Katastrophe vor der Katastrophe, München: C.H. Beck, 2013; 1938: Kunst – Künstler – Politik, (hrsg. zus. mit Eva Atlan und Julia Voss), Göttingen: Wallstein, 2013; Anständig geblieben. Nationalsozialistische Moral, Frankfurt am Main: S. Fischer, 2010; Die Frankfurter Schule und Frankfurt. Eine Rückkehr nach Deutschland (hrsg. zus. mit Monika Boll), Göttingen: Wallstein, 2009. Seit 2001 ist Gross Mitherausgeber des Leo Baeck Institute Year Book.

Prof. Dr. Harald Müller wurde 1949 in Frankfurt am Main geboren. 1967 nahm er das Studium der Germanistik, Soziologie, Philosophie und Politikwissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main auf und legte 1975 sein Erstes Staatsexamen ab. Seit 1976 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) mit Sitz in Frankfurt am Main. 1981 folgte der Abschluss der Promotion an der Goethe-Universität.
Seit dem Jahr 1984 ist Müller Gastprofessor am Center for International Relations der Johns Hopkins University, Bologna/Italien. In den Jahren von 1984 bis 1986 war er Abteilungsleiter für Sicherheitspolitik am Centre for European Policy Studies, Brüssel. Im Jahr 1994 folgte die Habilitation in Politikwissenschaften an der Technischen Hochschule Darmstadt und eine sich anschließende vierjährige Tätigkeit als Privatdozent an der Universität Darmstadt.
Seit dem Jahr 1995 ist Müller Forschungsgruppenleiter und Vorstandsmitglied der HSFK. Ein Jahr später wurde er Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der HSFK. Seit 1999 lehrt Müller als Professor für Internationale Beziehungen an der Goethe-Universität. Gastprofessuren absolvierte er an der Hebrew University Jerusalem (2010) und Sciences Politiques Paris (2013). Darüber hinaus war und ist er Mitglied in zahlreichen Vereinigungen und Organisationen.

Prof. Dr. Dieter Bingen wurde 1952 in Köln geboren. Von 1973 bis 1978 studierte er Politische Wissenschaft, Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Soziologie und Erziehungswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1979 promovierte er an der Universität Bonn. Von 1981 bis 1999 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale in Köln. Parallel dazu hatte er von 1984 bis 1994 eine Lehrbeauftragung für Politische Wissenschaft an der Universität Bonn inne. Er  war 1988 Mitgründer der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bonn e.V., und deren erstes geschäftsführendes Vorstandsmitglied. Darüber hinaus war Bingen Mitglied der deutschen Delegation auf dem CSCE Implementation Meeting on Human Dimension Issues, Warschau im Jahr 1993. Seit März 1999 ist er Direktor des Deutschen Polen-Instituts (DPI) mit Sitz in Darmstadt.
Zudem ist Bingen seit 2004 Honorarprofessor an der Hochschule Zittau/Görlitz und seit 2012 Gastprofessor für Politikwissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt. Er ist Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts für Kulturelle Infrastruktur Sachsen (seit 2003) und Kurator des Willy-Brandt-Zentrums für Deutschland- und Europastudien der Universität Breslau. 2006 erhielt Bingen das Diplom des Außenministers der Republik Polen »für herausragende Verdienste um die Promotion Polens in der Welt«. Im Oktober 2013 wurde er von Bundespräsident Gauck mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Kontakt
Staatssekretär Michael Bußer
Pressestelle der Hessischen Staatskanzlei
Tel.: 0611.323918
Fax: 0611.323800
presse(at)stk.hessen.de
https://stk.hessen.de/ueber-uns/orden-ehrenzeichen/im-dienste-der-demokratie


Diskussion mit Dr. Wolfgang Kraushaar und Dr. Gerd Koenen:
»Wann endlich beginnt bei euch der Kampf gegen die heilige Kuh Israel?«
Über die antisemitischen Wurzeln des deutschen Terrorismus

Montag, 17. Juni 2013, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Audio-Aufzeichnung der Diskussionsveranstaltung

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Audio-Aufzeichnung der Diskussion mit
Dr. Wolfgang Kraushaar und Dr. Gerd Koenen
Moderation: Prof. Dr. Werner Konitzer, Fritz Bauer Institut
mp3-audio (96 Min., 46.048 KB)

Abbildung
Prof. Dr. Werner Konitzer, Dr. Gerd Koenen, Dr. Wolfgang Kraushaar (v. l. n. r.)
Foto: Werner Lott

Eine der opferreichsten Terrorwellen in Mitteleuropa seit dem Zweiten Weltkrieg ist bis heute ungeklärt und inzwischen nahezu vergessen. Innerhalb von nur elf Tagen im Februar 1970 gab es vier Terroraktionen, die alle in München ausgeführt oder dort organisiert wurden: eine blutige, wenn auch gescheiterte Flugzeugentführung auf dem Flughafen Riem, einen Brandanschlag auf das israelitische Gemeindehaus und Paketbombenattentate auf zwei Verkehrsflugzeuge, von denen das eine notlanden konnte, während das andere abstürzte und alle an Bord in den Tod riss. Insgesamt fielen 55 Menschen dem Terror zum Opfer, der in erster Linie auf Israelis und Juden zielte. Wolfgang Kraushaar präsentiert Ergebnisse, die auch die 68er-Bewegung in neuem Licht erscheinen lassen, und diskutiert sie mit Gerd Koenen, selbst Buchautor zum deutschen Terrorismus der 1970er Jahre.

Dr. Wolfgang Kraushaar
ist Politikwissenschaftler und seit 1987 am Hamburger Institut für Sozialforschung. Er gab unter anderem die Protestchronik heraus, in der die Geschichte der Protestbewegungen in der frühen Bundesrepublik dokumentiert wird. Seine Veröffentlichungen über antisemitische Strömungen in der 68er Bewegung, vor allem sein Buch Die Bombe im jüdischen Gemeindehaus, 2005 in den Hamburger Editionen erschienen, trugen zu einer kritischen Revision des Erinnerungsbildes an diese Bewegung maßgeblich bei. Zuletzt erschienen: Wolfgang Kraushaar, »Wann endlich beginnt bei euch der Kampf gegen die heilige Kuh Israel?« München 1970: über die antisemitischen Wurzeln des deutschen Terrorismus, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag, 2013, 880 S., € 34,95.

Dr. Gerd Koenen
ist Historiker und Politikwissenschaftler, wohnhaft in Frankfurt am Main. In den späten sechziger und siebziger Jahren war er Aktivist beim SDS, später Verlagslektor und Journalist. Für Lew Kopelew arbeitete er zeitweise als wissenschaftlicher Mitarbeiter. 2003 erschien von ihm bei Kiepenheuer und Witsch das historisch-biographische Buch Vesper, Enssling, Baader. Urszenen des deutschen Terrorismus, das später unter dem Titel Wer wenn nicht wir verfilmt wurde.

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Überreichung des Ignatz Bubis-Preis für Verständigung
an das Fritz Bauer Institut

Donnerstag, 2. Mai 2013, Paulskirche zu Frankfurt am Main
Audio-Aufzeichnung der Laudatio von Prof. Dr. Dan Diner

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Laudatio von Prof. Dr. Dan Diner
mp3-audio (25:34 Min., 32 kbit/s, 35.968 KB)

Neben der Laudatio von Prof. Dr. Dan Diner ist auch der komplette Audio-Mitschnitt der Veranstaltung abrufbar.

Abbildung
Raphael Gross und Peter Feldmann.
Foto: Dorothee Becker


Veranstaltungsablauf der Preisverleihung


Musikalische Einleitung: Roland Horn, Cello
(Mitglied des Orchesters der Oper Frankfurt)
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Suite Nr. 2 in d-Moll BWV 1008
Praeludium
Gigue

Begrüßung: Peter Feldmann
Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main

Laudatio: Prof. Dr. Dan Diner
Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig und Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem

Überreichung des Ignatz Bubis-Preises 2013

Dankesworte: Prof. Dr. Raphael Gross
Direktor des Fritz Bauer Instituts

Musikalischer Ausklang: Roland Horn, Cello
(Mitglied des Orchesters der Oper Frankfurt am Main)
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Suite Nr. 3 in C-Dur BWV 1009
Praeludium
Bourée

Mit der Verleihung des Ignatz Bubis-Preises für Verständigung ehrt die Stadt Frankfurt am Main das Lebenswerk und die Persönlichkeit von Ignatz Bubis, des ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland. Die Verleihung ist darüber hinaus Ausdruck der Verpflichtung der Stadt Frankfurt am Main, für die von Ignatz Bubis verkörperten Werte einzutreten. Bisherige Preisträger sind: Wolfgang Thierse, Präsident des Deutschen Bundestages (2001); Prof. Dr. Franz Kamphaus, Bischof von Limburg (2004); Dr. Walter Wallmann, Oberbürgermeister a. D. (2007); Trude Simonsohn, Holocaust-Überlebende und Sozialarbeiterin (2010).

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Fritz Bauer Institut
Grüneburgplatz 1
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Tel.: 069.798 322-40
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Erinnerung an Ronny Loewy

Deutscher Filmpreis 2013, am 26. April in Berlin

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Bei der Gala zur Verleihung des Deutschen Filmpreises 2013 wurde der im vergangenen Jahr verstorbenen Filmschaffenden gedacht. Darunter unser Kollege und Freund Ronny Loewy (10.4.1946 – 9.8.2012).

Standbild aus der Fernsehübertragung
... Ronny Loewy, Filmhistoriker



Kontakt

Deutscher Filmpreis
www.deutscher-filmpreis.de


hr2 Kultur: Das aktuelle Kulturgespräch
Zu Gast: Werner Konitzer, Fritz Bauer Institut

Zum 70. Jahrestag des Warschauer Ghetto-Aufstands
Hörfunksendung vom 18. April 2013

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... mp3-stream (23:24 Min., 2.172 kb)

In diesen Tagen jährt sich der Aufstand im Warschauer Ghetto zum 70. Mal. Jüdische Gefangene erhoben sich 1943 gegen deutsche Soldaten, vergebens. Es gibt zahlreiche Berichte von damals, Fotos und Akten. Wie aber kann man der heutigen Generation vermitteln, was damals geschah? Werner Konitzer vom Fritz Bauer Institut hat sich intensiv mit Erinnerung und moralischer Auseinandersetzung mit dem Holocaust beschäftigt.
Quelle: © hr, 18.04.2013

Foto: Prof. Dr. Werner Konitzer
© Werner Lott


Ignatz Bubis-Preis für Verständigung 2013

Auszeichnung für das Fritz Bauer Institut

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Der Ignatz Bubis-Preis für Verständigung geht im Jahr 2013 an das Fritz Bauer Institut. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 2. Mai 2013, 15.00 Uhr in der Paulskirche statt. Der Preis wird seit 2001 alle drei Jahre von der Stadt Frankfurt verliehen. Er besteht aus einer künstlerisch gestalteten Urkunde und ist mit 50.000 Euro dotiert.

Die Laudatio für die Preisverleihung hält der Historiker Prof. Dr. Dan Diner, Direktor des Simon Dubnow Instituts für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig und Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem.

Mit dem Ignatz Bubis Preis sollen Persönlichkeiten und Institutionen gewürdigt werden, die sich für Verständigung einsetzen. Ignatz Bubis war eine herausragende politische Persönlichkeit in der Bundesrepublik. Mit seinen aufmerksamen Beobachtungen und Analysen schärfte er die Wahrnehmung für antisemitische Tendenzen in der Öffentlichkeit und setzte sich gegen ausländerfeindliche Äußerungen und Gewalttaten ein. Das Fritz Bauer Institut steht mit seinen Aktivitäten in der Tradition dieses Engagements. Als zeithistorisches Forschungs- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust setzt es eigene Schwerpunkte. Die Erforschung der Rolle von moralischen Gefühlen und Rechtfertigungsformen in der nationalsozialistischen Gesellschaft, etwa beim Ausschluss bestimmter Gruppen aus der sogenannten Volksgemeinschaft und insbesondere dem nationalsozialistischen Antisemitismus ist seit sechs Jahren ein zentrales Thema des Instituts. Dabei geht es auch um das Fortwirken dieser geteilten »moralischen Gefühle« und Urteile in der deutschen Nachkriegszeit.

Mit seinem Pädagogischen Zentrum und vielen öffentlichen Veranstaltungen vermittelt das Institut seine Forschungsergebnisse über den universitären Rahmen hinaus. Das Fritz Bauer Institut wurde nach einem der bedeutendsten jüdischen Juristen der Bundesrepublik benannt. Er hat sich – etwa durch den von ihm in Frankfurt am Main verfolgten Auschwitz-Prozess – sowohl für die juristische Ahndung als auch für die die Aufklärung über die NS-Verbrechen eingesetzt. Sein Engagement für die Demokratisierung und Liberalisierung der Gesellschaft – oft auch gegen heftige Widerstände – ist dem Ignatz Bubisʼ vergleichbar. Das Fritz Bauer Institut ist die erste in Deutschland nach dem Nationalsozialismus errichtete Einrichtung zur Erforschung des Holocausts und seiner Folgen.

Prof. Dr. Raphael Gross, Leiter des Instituts, über die Ehrung: »Mich freut die Verbindung mit dem Namen von Ignatz Bubis ganz besonders. Bubis und Fritz Bauer stehen für eine aktive Auseinandersetzung mit der deutschen NS-Vergangenheit und deren Fortwirken in die Gegenwart. Insofern sind sie beide für die Arbeit des Fritz Bauer Instituts von großer Bedeutung und der Preis macht dies besonders sichtbar.«

Mit der Verleihung des Ignatz Bubis-Preises für Verständigung ehrt die Stadt Frankfurt am Main das Lebenswerk und die Persönlichkeit von Ignatz Bubis, des ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland. Die Verleihung ist darüber hinaus Ausdruck der Verpflichtung der Stadt Frankfurt am Main, für die von Ignatz Bubis verkörperten Werte einzutreten. Bisherige Preisträger sind: Wolfgang Thierse, Präsident des Deutschen Bundestages (2001); Prof. Dr. Franz Kamphaus, Bischof von Limburg (2004); Dr. Walter Wallmann, Oberbürgermeister a. D. (2007); Trude Simonsohn, Holocaust-Überlebende und Sozialarbeiterin (2010).

Abbildung
Ignatz Bubis sel. A. (12.1.1972–13.8.1999) beim Besuch der Arbeitsstelle  Fritz Bauer Institut im Februar 1994. Foto: Werner Lott

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