



Dr. phil. Türkân Kanbıçak
Klassenlehrerin für Fachpraxis und Ethik an der Franz-Böhm-Schule – Berufsschule für Wirtschaft und Verwaltung – in Frankfurt am Main. Lehrbeauftragte der Hochschule Fulda im Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften.
Arbeitsschwerpunkte:
Judentum und Islam, Antisemitismus und Islamophobie, mediale Konstruktion des Fremden, Biografie und Migration. Koordinatorin Berufliche Schulen.
Kontakt:
Dr. phil. Türkân Kanbıçak
Pädagogisches Zentrum FFM
Telefon: +49 (0)69.212 495 62
turkan.kanbicak(at)stadt-frankfurt.de
Monica Kingreen
Lehrerin an Grundschulen, Haupt- und Realschulen, zuletzt an der Geschwister-Scholl-Schule in Niddatal, Diplom-Pädagogin, seit 2003 Mitarbeiterin des Fritz Bauer Instituts, Lehrbeauftragte am Seminar für die Didaktik der Geschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Arbeitsschwerpunkte:
Jüdische Lokal- und Regionalgeschichte Hessens vor 1933 und in der NS-Zeit sowie zum Holocaust. Beratung von Lehrkräften aus Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen zu angemessenen Unterrichtszugängen. Beratung von Eltern oder Großeltern zu Möglichkeiten und Grenzen, mit jüngeren Kindern die Zeit des Nationalsozialismus im privaten Rahmen zu thematisieren. Unterstützung von Heimatforschern und Initiativen zu Gedenkprojekten bei der Spurensuche zum jüdischen Leben und zur NS-Zeit sowie bei Recherchen nach den Schicksalen jüdischer Familien „vor Ort“.
Projekte:
„Vor dem Holocaust in Hessen – Fotos zum jüdischen Alltagsleben“ (Onlinepräsentation);
Pädagogisches Gedenkprojekt zu Biografien von ermordeten hessischen jüdischen Kindern und Jugendlichen (Onlinepräsentation);
„Holocaust – Zur Verfolgung jüdischer Deutscher und zur Ermordung der europäischen Juden in den Jahren 1933–1945“; Unterrichtsmaterialien für einen projektorientierten Unterricht in der Haupt- und Realschule –(Onlinepräsentation).
Veröffentlichungen (Auswahl):
Jüdisches Landleben in Windecken, Ostheim und Heldenbergen, Hanau 1994
„Nach der Kristallnacht“ Jüdisches Leben und antijüdische Politik in Frankfurt am Main 1938–1945 (Hrsg.), Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts Band 17, Frankfurt am Main, New York 1999. Darin insbesondere: „Gewaltsam verschleppt aus Frankfurt. Die Deportationen der Juden in den Jahren 1941—1945“, S.357–402
„Gewaltsam verschleppt aus Oberhessen. Die Deportationen der Juden im September 1942 und in den Jahren 1953—1945“, in: Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins Gießen, Bd. 85/2000, S. 5–95
„Verfolgung und Rettung in Frankfurt und in der Rhein-Main-Region“, in: Beate Kosmala, Claudia Schoppmann (Hrsg.), Solidarität und Hilfe für Juden während der NS-Zeit, Bd. 5: Überleben im Untergrund. Hilfe für Juden in Deutschland 1941–1945, Berlin 2002, S.167–191
„Die gewaltsame Verschleppung der Juden aus den Dörfern und Städten des Regierungsbezirks Kassel in den Jahren 1941 und 1942“, in: Helmut Burmeister, Michael Dorhs (Hrsg.), Das achte Licht. Beiträge zur Kultur- und Sozialgeschichte der Juden in Nordhessen, Hofgeismar 2002, S.223–242
„Die gewaltsame Verschleppung der Juden aus den Dörfern und Kleinstädten des Regierungsbezirkes Wiesbaden (1942–1945)“, in: Nassauische Annalen, Bd. 114/2003, S. 307–351
Der Auschwitz-Prozess 1963–1965. Geschichte, Bedeutung und Wirkung (mit CD „Auschwitz-Überlebende sagen aus“), Pädagogische Materialien des Fritz Bauer Instituts Nr. 8, Frankfurt am Main 2004
„‚Ihr in Frankfurt habt’s gut! Ihr habt Euch gegenseitig. Wir auf dem Land sind allein‘. Jüdische Menschen aus dem weiten Umland suchten Zuflucht in Frankfurt am Main“, in: „Und keiner hat für uns Kaddisch gesagt …“ Deportationen aus Frankfurt am Main 1941 bis 1945, Begleitbuch zur Ausstellung im Jüdischen Museum der Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 2004, S. 51–77
„Zurück nach Frankfurt. Rückkehr aus dem Exil in die Stadt am Main“, in: „Auch in Deutschland waren wir nicht wirklich zu Hause“. Jüdische Remigration nach 1945, hrsg. v. Irmela von der Lühe, Axel Schildt und Stefanie Schüler-Springorum, Göttingen 2008, S. 121–143
„‚Oder Lampowitz, wie wir hier sagen!‘ – Das DP-Lager ;Lampertchajm‘ bei Mannheim und jüdische Displaced Persons in der amerikanischen Zone“, in: Jüdisches Leben in Baden 1809 bis 2009. 200 Jahre Oberrat der Israeliten Badens, hrsg. v. Oberrat der Israeliten Badens, Ostfildern 2009, S. 183–193
Kontakt:
Monica Kingreen
Pädagogisches Zentrum FFM
Telefon: +49 (0)69.212 742 38
monica.kingreen(at)stadt-frankfurt.de
Gottfried Kößler (stellv. Direktor des Fritz Bauer Instituts, Pädagogik)
Lehrer für Geschichte, Deutsch und Politik für Gymnasien und Berufliche Schulen, zuletzt an der Klingerschule Frankfurt am Main, Lehrbeauftragter am Seminar für die Didaktik der Geschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Arbeitsschwerpunkte:
Prozesse des Lernens von Zeitgeschichte in der Migrationsgesellschaft. Probleme der Verbindung historischen Lernens über Nationalsozialismus und Holocaust mit der Vermittlung demokratischer Werte und Spielregeln. Gedenkstätten als Lernorte. Beratung und Unterstützung bei Anfragen zur pädagogischen Arbeit mit Medien, Zeitzeugen und in Gedenkstätten.
Weitere Themen: Zeugenschaft des Holocaust; Film und Medien; Unterrichtskonzepte zu NS und Holocaust
Fachberatungen für Schulen und außerschulische Bildungsträger
Projekte:
Gedenkstättenpädagogik und Gegenwartsbezug
Forschungsprojekt: Jüdische Geschichte in der Unterrichtskommunikation und im Schulbuch
Veröffentlichungen (Auswahl):
„Erziehung nach Auschwitz“ in der multikulturellen Gesellschaft. Pädagogische und soziologische Annäherungen, hrsg. zus. mit Bernd Fechler und Till Lieberz-Groß, Weinheim 2000
„Antisemitismus als Thema im schulischen Kontext“, in: Neue Judenfeindschaft? Perspektiven für den pädagogischen Umgang mit dem globalisierten Antisemitismus, Jahrbuch 2006 zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts und der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank von Bernd Fechler, Gottfried Kößler, Astrid Messerschmidt und Barbara Schäuble, Frankfurt am Main, New York 2006, S. 172–186
„Gespaltenes Lauschen. Lehrkräfte und Zeitzeugen in Schulklassen“, in: Zeugenschaft des Holocaust. Zwischen Trauma, Tradierung und Ermittlung, Jahrbuch 2007 zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Michael Elm und Gottfried Kößler, Frankfurt am Main, New York 2007, S. 176–191
„Vom Tatort zur Bildungsstätte. Gedenkstätten und Gedenkstättenpädagogik“ (zus. mit Verena Haug), in: Sabine Horn, Michael Sauer (Hrsg.). Geschichte und Öffentlichkeit. Orte – Medien – Institutionen, Göttingen 2009 S. 80–88
„Migrationsgesellschaft und Erinnerungspädagogik: Das Konzept ‚Konfrontationen. Bausteine für die pädagogische Annäherung an Geschichte und Wirkung des Holocaust‘“, in: Viola B. Georgi, Rainer Ohliger (Hrsg.), Crossover Geschichte. Historisches Bewusstsein Jugendlicher in der Einwanderungsgesellschaft, Hamburg 2009, S. 210–220
Kontakt:
Gottfried Kößler
Pädagogisches Zentrum FFM
Telefon: +49 (0)69.212 494 39
gottfried.koessler(at)stadt-frankfurt.de
Manfred Levy
Haupt- und Realschullehrer für Englisch und Politik, erst an der I. E. Lichtigfeld-Schule (Staatlich anerkannte Privatschule) in Frankfurt am Main, aktuell an der Carlo-Mierendorff- Schule (Integrierte Gesamtschule) in Frankfurt am Main.
Arbeitsschwerpunkte:
Interreligiöse Beziehungen in gemischten Lerngruppen heute; jüdische Lebensformen der Gegenwart, historische Formen des Judentums und des jüdischen Lebens in Frankfurt am Main nach 1945; Gedenktraditionen in Deutschland und angemessene Formen des Gedenkens für Jugendliche.
Projekte:
Entwicklung von Studientagen zu aktuellen jüdischen Themen, pädagogische Begleitung verschiedener Ausstellungen im Jüdischen Museum Frankfurt.
Veröffentlichungen (Auswahl):
Ich bin, was ich bin, ein Jude. Jüdische Kinder in Deutschland erzählen, hrsg. zus. mit Alexa Brum und Rachel Heuberger, Köln 1995
Kinderwelten. Ein jüdisches Lesebuch, hrsg. zus. mit Alexa Brum und Rachel Heuberger, Egling an der Paar 1996
„Ethik 5/6“ und „Ethik 7/8, Schülerband und Lehrerhandbuch, Berlin 1996
„Entdecken Verstehen 3“, Sachsen Anhalt, Berlin 2000
Kontakt:
Manfred Levy
Pädagogisches Zentrum FFM
Telefon: +49 (0)69.212 707 26
manfred.levy(at)stadt-frankfurt.de
Dr. Martin Liepach
Gymnasiallehrer für Geschichte und Mathematik der Sekundarstufen I und II, promovierter Politikwissenschaftler, Fachvorsitzender Geschichte an der Liebigschule, Frankfurt am Main. Mitglied der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts in Deutschland, teilabgeordnet an das Jüdische Museum Frankfurt. Lehrbeauftragter am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Arbeitsschwerpunkte:
Jüdische Geschichte der Neuzeit und der Zeitgeschichte als integraler Bestandteil deutscher und europäischer Geschichte; Analyse von Schulbüchern und Lehrplänen hinsichtlich deren Perspektive auf die jüdische Geschichte; Entwicklung museumspädagogischer Konzepte und Unterrichtsmaterialien.
Projekt:
Forschungsprojekt: Jüdische Geschichte in der Unterichtskommunikation und im Schulbuch.
Veröffentlichungen (Auswahl):
„Museen, Migranten, Moderne: Zugänge und Hürden“, in Viola B. Georgi, Rainer Ohliger (Hrsg.), Crossover Geschichte. Historisches Bewusstsein Jugendlicher in der Einwanderungsgesellschaft, Hamburg 2009, S. 194–209)
Vater Courage – Oskar Schindler, erschienen in der Schriftenreihe der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, 2008
Jewish Images in the Media, relation n.s. vol. 2, Communication Research in Comparative Perspective, hrsg. zus. mit Gabriele Melischek und Josef Seethaler, Wien 2007
„Nationalsozialismus – ein deutsches Thema? Einstellungen und Rezeption junger Migranten“, in: Zeitschrift für Geschichtsdidaktik 6/2007, S. 197–212
Schule und Erinnerungsort, Friedrichsruher Beiträge, Band 33, Friedrichsruh 2007
„Konfliktgeschichte oder Normalität des sozialen Raumes? Juden im Mittelalter im Spiegel des heutigen Geschichtsunterrichts“, in: Informationen für den Geschichts- und Gemeinschaftskundelehrer, H. 68, 2004, S. 33–46
Das Wahlverhalten der jüdischen Bevölkerung in der Weimarer Republik, Schriftenreihe wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo Baeck Instituts, 53, Tübingen 1996
Kontakt:
Dr. Martin Liepach
Pädagogisches Zentrum FFM
Telefon: +49 (0)69.212 494 34
martin.liepach(at)stadt-frankfurt.de
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Letzte Änderung: 05. März 2013