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Lehrveranstaltungen SoSe 2014

zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
an der Goethe-Universität Frankfurt am Main



Prof. Dr. Raphael Gross
Interdisziplinäres Forschungskolloquium des Fritz Bauer Instituts
Kolloquium, Montag, 16.00–18.00 Uhr (28. April bis 15. Juli 2014), Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 14

In dem Forschungskolloquium werden laufende Forschungsprojekte aus dem Fritz Bauer Institut vorgestellt und erörtert. Daneben werden auf Einladung auch Projekte mit ähnlichen Forschungsschwerpunkten im Bereich der deutsch-jüdischen Geschichte und der Geschichte und Nachgeschichte der Shoah diskutiert.
Teilnahme ausschließlich nach persönlicher Einladung.

28. April: Max Czollek, Das Antisemitismus Dispositiv – Antisemitismus als poststrukturalistische Erscheinung, Kapitel zu 1066–1290 in England
5. Mai: Isabell Trommer, Die Bundesrepublik und Albert Speer: Geschichte einer Rezeption
12. Mai: Gerben van Zaagsma, The diaries of Anne Frank. Research – Translation – Critical Edition
19. Mai: Vera Bronn, Autobiographien jüdischer Historiker_innen und die Historiographiegeschichte des 20. Jahrhunderts
26. Mai: Dr. Christian Adam, »Der Traum vom Jahre Null«. Bestseller in Ost- und Westdeutschland nach 1945 – ein Projektbericht
2. Juni: Carl-Eric Linsler, Jüdische Familiengeschichte als transnationale Verflechtungsgeschichte: Die Familie Frank und der Erste Weltkrieg
23. Juni: Dr. Karina Pryt, Warschauer Kino- und Filmkultur (1895/6–1939). Transnationale Verflechtungen in einer national beanspruchten Unterhaltungsbranche
30. Juni: Max Söllner, Verrechtlichung von Geschichte. Parlamentarische Debatten um die gesetzlichen Bestimmungen gegen Holocaustleugnung in Deutschland und Österreich
14. Juli: Dr. Simone Erpel, Ausstellungsprojekt »Die Rosenburg – Das BMJ und die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit«



apl. Prof. Dr. Werner Konitzer
Kant und der Nationalsozialismus (2)
Seminar, Dienstag, 10.00–12.00 Uhr (22. April bis 15. Juli 2014), Goethe-Universität Frankfurt am Main, IG Farben-Haus, Raum 2.501

In dem Seminar soll der Frage nachgegangen werden, wieweit kantische Traditionen in der deutschen Universitätsphilosophie in den Nationalsozialismus eingingen, wie weit auf der anderen Seite der Kantianismus von Nationalsozialisten bekämpft wurde. Dabei soll nach einer einführenden Darstellung verschiedener Texte von Kant zunächst die Entwicklung des Neukantianismus skizziert werden, um dann den verschiedenen distanzierenden und affirmativen Bezügen nationalsozialistischer Autoren auf Kant nachzugehen. Diskutiert werden also zunächst Texte von Hermann Cohen, dann von Houston Stewart Chamberlain, Hermann Schwarz, Bruno Bauch, Alfred Bäumler, Otto Dietrich und Martin Heidegger.
Das Seminar schließt thematisch an einen Kurs des letzten Semesters an, dessen Besuch jedoch nicht vorausgesetzt wird.



Dr. Jörg Osterloh und Gottfried Kößler
Fritz Bauer und die strafrechtliche Aufarbeitung der NS-Vergangenheit
Übung, Mittwoch, 14.00–16.00 Uhr (23. April bis 16. Juli 2014), Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, IG Farben-Haus, Raum 3.401

Die Übung befasst sich in Anlehnung an die laufende Fritz Bauer-Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt sowohl mit der Biographie Bauers, als auch mit dem von ihm initiierten Frankfurter Auschwitz-Prozess im Kontext der NSG-Verfahren. Aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive liegt der Fokus auf dem Frankfurter Verfahren. Aus didaktischer Sicht soll einerseits die Vermittlung von Bauers Biographie im Museum, andererseits der Umgang mit den Tondokumenten aus dem Prozess diskutiert werden.
Teilnahme nur nach persönlicher Voranmeldung! Die Teilnehmerzahl ist auf zwanzig begrenzt.
Anmeldung: j.osterloh(at)fritz-bauer-institut.de oder gottfried.koessler(at)stadt-frankfurt.de



Monica Kingreen
Gedenkstätte KZ Buchenwald (viertägige Exkursion)
Pädagogische Möglichkeiten für Haupt- und Realschüler in Buchenwald

Übung/Seminar, Vorbereitungssitzungen: Dienstag, 27. Mai und Dienstag, 3. Juni 2014; Nachbereitungssitzung: Dienstag, 17. Juni 2014, jeweils 18.00–20.00 Uhr; viertägige Exkursion: Dienstag, 10. bis Freitag, 13. Juni 2014 in Buchenwald

Vor Ort in der Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar werden die TeilnehmerInnen das Gelände erkunden und sich mit der Geschichte des KZs Buchenwald vertraut machen. Wir lernen die Angebote der pädagogischen Abteilung der Gedenkstätte kennen, erproben auch selbst unterschiedliche Zugänge der pädagogischen Arbeit mit Haupt- und Realschülern und diskutieren sie im Hinblick auf ihre Relevanz für die schulische Praxis.
Untergebracht sind die TeilnehmerInnen in der komfortablen Jugendbegegnungsstätte Buchenwald, die auch beste Verpflegung bietet. Die Anreise erfolgt individuell und wird bei der Vorbereitung organisiert.
Anmeldung: Monica Kingreen, Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt, Monica.Kingreen(at)stadt-frankfurt.de (Anzahlung € 30,–)



 
Fritz Bauer Institut • Grüneburgplatz 1 • 60323 Frankfurt am Main
Telefon: 0 69 79 83 22 40 • Telefax: 0 69 79 83 22 41 • Email: info(at)fritz-bauer-institut.de