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Lehrveranstaltungen WiSe 2014/15

zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
an der Goethe-Universität Frankfurt am Main



Dr. Jörg Osterloh
Selbstzeugnisse als Quellen zur Geschichte des Holocaust
Übung, Mittwoch, 14.00–16.00 Uhr (22. Oktober 2014 bis 11. Februar 2015), Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, IG Farben-Haus, Raum 3.401

Der »Zeitzeuge« prägt zunehmend das Geschichtsbild in den Massenmedien, vermittelt er den Zuschauern, Hörern und Lesern doch das Bild »erlebter Geschichte«. Selbstzeugnisse – also vor allem Autobiographien und Tagebücher – sind freilich auch wichtige Quellen für Historiker. In der Lehrveranstaltung soll anhand von Selbstzeugnissen von im »Dritten Reich« verfolgten Juden wie auch von NS-Tätern der kritische Umgang mit dieser Quellengattung geübt werden. Unter anderem soll der Blick den Tagebüchern des Dresdner Romanisten Victor Klemperer und des Breslauer Historikers Willy Cohn, des Chefpropagandisten des NS-Regimes, Joseph Goebbels, sowie den Aufzeichnung von Rudolf Höß gelten.
Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, eine Quelle im Rahmen eines Referats zu interpretieren und eine kurze schriftliche Ausarbeitung hierzu zu verfassen. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt; Anmeldungen ausschließlich per Mail an: j.osterloh(at)fritz-bauer-institut.de

Einführende Literatur
Dagmar Günther: »›And now for something completely different‹. Prolegomena zur Autobiographie als Quelle der Geschichtswissenschaft«,
in: Historische Zeitschrift, 272 (2001), S. 25–61
Volker Depkat: »Autobiographie und die soziale Konstruktion von Wirklichkeit«, in: Geschichte und Gesellschaft, 29 (2003), S. 441–476.



Monica Kingreen
Jüdisches Leben und Verfolgung in der NS-Zeit als zwei unterschiedliche Themen im Unterricht der Grundschule
Übung/Seminar, Donnerstag, 14.00–16.00 Uhr, (23. Oktober 2014 bis 12. Februar 2015), Pädagogisches Zentrum Frankfurt, Seckbächer Gasse 14

In diesem Seminar werden die Möglichkeiten und Grenzen ausgelotet, mit älteren Grundschulkindern jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart sowie die Verfolgung der Juden in der NS-Zeit zu thematisieren. Einschlägige hilfreiche Kinderbücher werden vorgestellt und kritisch betrachtet.
Mehrere Exkursionen zu Stätten Frankfurter jüdischen Lebens heute und in der Vergangenheit sind ebenso vorgesehen wie die Begegnung mit einem Zeitzeugen. (Bitte für die Exkursionen etwas mehr Zeit einplanen.) An einem Freitagabend werden wir in einer Synagoge an einem Gottesdienst teilnehmen.
Ein Kinderstadtführer zum früheren jüdischen Leben in einer hessischen Kleinstadt, der auch die Einschnitte für die jüdischen Familien durch die NS-Verfolgung beschreibt, wird vorgestellt. Für die Spurensuche in der Region zum früheren jüdischen Leben werden Hinweise gegeben. Weitere Möglichkeiten der Annäherung für ältere Grundschulkinder an diese Themen wie beispielsweise das Gedenkprojekt »Stolpersteine« werden kritisch reflektiert.
Begrenzte Teilnehmerzahl! Die Teilnahmeliste wird am Montag, den 13. Oktober 2014, von 9.00 bis 13.00 Uhr im Raum IG 3.557 zum Eintragen ausgelegt. Persönliches Erscheinen ist erforderlich!
Kontakt: Monica Kingreen, Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt, Monica.Kingreen(at)stadt-frankfurt.de



 
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