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  www.fritz-bauer-institut.de » Lehrveranstaltungen - Wintersemester 2013/2014

 
   
 

Lehrveranstaltungen WiSe 2013/2014

zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
an der Goethe-Universität Frankfurt am Main


Monica Kingreen

Jüdisches Leben und Verfolgung in der NS-Zeit als zwei unterschiedliche Themen im Unterricht der Grundschule
Seminar, Donnerstag, 14.00–16.00 Uhr (24. Oktober 2013 bis 13. Februar 2014),
Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, Seckbächergasse 14

In diesem Seminar werden die Möglichkeiten und Grenzen ausgelotet, mit älteren Grundschulkindern jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart sowie die Verfolgung der Juden in der NS-Zeit zu thematisieren. Einschlägige hilfreiche Kinderbücher werden vorgestellt und kritisch betrachtet.
Mehrere Exkursionen zu Stätten Frankfurter jüdischen Lebens heute und in der Vergangenheit sind ebenso vorgesehen wie die Begegnung mit einem Zeitzeugen (bitte für die Exkursionen etwas mehr Zeit einplanen). An einem Freitagabend werden wir in einer Synagoge an einem Gottesdienst teilnehmen.
Ein Kinderstadtführer zum früheren jüdischen Leben in einer hessischen Kleinstadt, der auch die Einschnitte für die jüdischen Familien durch die NS-Verfolgung beschreibt, wird vorgestellt. Für die Spurensuche zum früheren jüdischen Leben in der Region werden Hinweise gegeben. Weitere Möglichkeiten der Annäherung für ältere Grundschulkinder an diese Themen, wie beispielsweise das Gedenkprojekt »Stolpersteine«, werden kritisch reflektiert.
Leistungsnachweis: Hausarbeit


Apl. Prof. Dr. Werner Konitzer
Kant und der Nationalsozialismus
Seminar, Dienstag, 10.00–12.00 Uhr (22. Oktober 2013 bis 11. Februar 2014), Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, IG Farben-Haus, Raum 2.501

Die Frage, wieweit die Kant’sche Philosophie, vor allem die praktische Philosophie, auf nationalsozialistische Mentalitäten in Deutschland einen Einfluss hatte, ist immer wieder umstritten. Auf der einen Seite wurde, wie etwa in der Dialektik der Aufklärung oder in John Deweys Philosophie in Deutschland, eine enge Verbindung zwischen beidem gesehen. Auf der anderen Seite haben viele Philosophen die Überzeugung, dass man mit Kant in Bezug auf den Nationalsozialismus, wie Volker Böhnigk es einmal ausgedrückt hat, »auf der sicheren Seite« sei. In dem Seminar, das auf zwei Semester angelegt ist, sollen erstens Texte, die sich mit dem Verhältnis von Kant’scher Philosophie und nationalsozialistischer Mentalität befassen, gelesen und diskutiert werden. Zweitens soll die Geschichte des Neukantianismus vor dem NS und in den NS hinein dargestellt und diskutiert werden.

Literatur
Böhnigk, Volker, Kant und der Nationalsozialismus
Horkheimer, Adorno, Dialektik der Aufklärung
Dewey, John, Deutsche Philosophie und deutsche Politik, Berlin 2000
Kant, Immanuel, Kritik der praktischen Vernunft, Hamburg 2003
Kant, Immanuel, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (kommentiert von Christoph Horn, Nico Scarano und Corinna Mieth), Frankfurt am Main 2007



Dr. Jörg Osterloh
Nationalsozialistische Germanisierungspolitik in den annektierten Gebieten 1938–1945
Übung, Mittwoch, 16. Oktober 2013, 14.00–16.00 Uhr. Die Übung ist nach zwei Einführungssitzungen als Blockveranstaltung konzipiert, die Blocktermine werden nachgereicht. Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, IG Farben-Haus, Raum 3.401

Die Veranstaltung ist beschränkt auf 25 Teilnehmer.
Vorherige Anmeldung erforderlich unter:
j.osterloh(at)fritz-bauer-institut.de


 
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Telefon: 0 69 79 83 22 40 • Telefax: 0 69 79 83 22 41 • Email: info(at)fritz-bauer-institut.de