Fritz Bauer Institut

Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen

Legalisierter Raub

Der Fiskus und die Ausplünderung
der Juden in Hessen 1933–1945


Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks.
Mit Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.


Ausstellungsstation Dreieich

Montag, 3. Juni bis Sonntag, 10. November 2013

Dreieich Museum, Burg Hayn, Fahrgasse 52, 63303 Dreieich
Eröffnung: Sonntag, 2. Juni 2013, 11.00 Uhr
Informationen zu Öffnungszeiten und Führungen finden Sie in der Spalte rechts.

Die regionale Präsentation in Dreieich steht unter der Schirmherrschaft von Oliver Quilling, Landrat des Landkreises Offenbach. Sie wird unterstützt von der Stiftung Sparkasse Langen-Seligenstadt, dem Hessischen Ministerium der Finanzen, dem Bischöflichen Ordinariat Mainz, der Ernst Ludwig Chambré Stiftung zu Lich, der Mediengruppe Offenbach-Post, Dr. Bodo Sponholz-Stiftung für Wohlfahrt, Kunst und Wissen, dem Dekanat Dreieich, der Evangelischen Burgkirchengemeinde, der Evangelische Petrusgemeinde Langen, der Evangelisch-Reformierte Kirche Am Marktplatz Neu-Isenburg, der Dreieichschule Langen, der Ricarda-Huch-Schule Dreieich, der Volkshochschule Dreieich e.V., Volkshochschule Kreis Offenbach, der Stadtbücherei Dreieich, Frauenbüro Dreieich, Sprendlinger Bücherstube, den Bürgerhäusern Dreieich, dem Finanzamt Langen, dem Geschichts- und Heimatverein e. V. Dreieichenhain, dem Heimat- und Geschichtsverein Dietzenbach e.V., dem Museum für Heimat-kunde und Geschichte Dietzenbach, den Freunden Sprendlingens und dem Stadtarchiv Drei-eich.

Die Ausstellung »Legalisierter Raub« beschäftigt sich mit den Gesetzen und Verordnungen, die ab 1933 auf die Ausplünderung jüdischer Bürger zielten. Sie stellt die Beamten der Finanzbehörden vor, die die Gesetze in Kooperation mit weiteren Ämtern und Institutionen umsetzten, und sie erzählt von denen, die Opfer dieser Maßnahmen wurden. Sie zeigt, wie das »Deutsche Reich« durch die Reichsfluchtsteuer, zahlreiche Sonderabgaben und schließlich durch den vollständigen Vermögenseinzug sowohl an denen verdiente, die in die Emigration getrieben wurden, wie an jenen, die blieben, weil ihnen das Geld für die Auswanderung fehlte oder weil sie ihre Heimat trotz allem nicht verlassen wollten. Nach den Deportationen kam es überall zu öffentlich angekündigten Auktionen aus »jüdischem Besitz«: Tischwäsche, Möbel, Kinderspielzeug, Geschirr, Lebensmittel wechselten die Besitzer.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm mit Lesungen, Zeitzeugengesprächen, Filmvorführungen, Stadtrundgängen und Vorträgen begleitet.


Regionaler Schwerpunkt

Für die Präsentation in Dreieich wurde die Ausstellung wie an jedem ihrer bisherigen Standorte mit einem neuen Schwerpunkt versehen. Er beschäftigt sich mit der Ausplünderung der jüdischen Bevölkerung in der Region und erzählt unter anderem von vier Silberbechern, die Corinna Molitor vor zwei Jahren in den Beständen des Museums fand:


Silberbecher der Familie Pappenheimer aus Sprendlingen. Vor ihrer
Deportation hatte die Familie Pappenheimer die Becher an die
Nachbarfamilie Schäfer übergeben. Sie befinden sich heute im
Museum Dreieich. Foto: © HR/Corinna Molitor


Nachdem sie 2011 die Leitung des Museums in Dreieichenhain übernommen hatte, begann sie, sich einen Überblick über die Bestände des Museums zu verschaffen und nicht mehr benötigte Leihgaben zurückzugeben. Dazu gehörten auch Leihgaben der Evangelischen Burgkirchengemeinde, die in der so genannten Kirchenvitrine des Museums gezeigt worden waren. Doch als Pfarrerin Nicole Oehler ins Museum kam, um die Kostbarkeiten abzuholen, stellte sich heraus: Vier silberne Becher stammten nicht aus dem Besitz der Gemeinde. Aber wem gehörten sie? Corinna Molitor studierte das Bestandsverzeichnis und wurde auf einer alten Karteikarte fündig. Der Text lautete:

         4 Silberbecher
         vermutlich aus dem Besitz der Familie Alfred Pappenheimer
         Hauptstr. 3, Sprendlingen

         vor der Deportation zur Aufbewahrung übergeben an:
         Anna und Ludwig Schäfer
         Hauptstr. 10, Sprendlingen

         Wieder entdeckt im Nachlass von Anna Schäfer von den
         Enkeln Hans Ludwig und Wilhelm Schäfer und 1997 dem
         Dreieich-Museum übergeben.

Als Corinna Molitor die Karteikarte fand, plante sie schon, die Ausstellung »Legalisierter Raub« in das Museum nach Dreieich zu holen. Im neuen Ausstellungsschwerpunkt zu Dreieich und Umgebung erzählen die Ausstellungsmacher u. a., was sie über die Familie Pappenheimer, die Familie Schäfer und die vier Silberbecher herausgefunden haben.


Recherche zum regionalen Schwerpunkt Dreieich


Die Ausstellungsmacher bitten um Ihre Unterstützung!
Sind in Ihrer Familie Erinnerungen an die Familie Pappenheimer oder andere jüdische Nachbarn überliefert? Besitzen sie Briefe, Fotografien oder andere Zeugnisse, die die Verfolgung von Juden in Dreieich und Umgebung dokumentieren? Wurden in Ihrer Familie Gegenstände vererbt, die auf öffentlichen Versteigerungen so genannten »nicht arischen Besitzes« erworben wurden? Dann wenden Sie sich bitte an:

Corinna Molitor M. A., Leitung Dreieich-Museum
Tel.: 06103.849 14, corinna.molitor(at)dreieich-museum.de

Gottfried Kößler
Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt
Tel.: 069.798 32232, gottfried.koessler(at)stadt-frankfurt.de

Dr. Bettina Leder-Hindemith, Hessischer Rundfunk
Tel.: 069.155 4038, Bettina.Leder-Hindemith(at)hr.de

Pfarrer Johannes Merkel, Evangelische Burgkirchengemeinde
Tel.: 06103.81505, merkel(at)burgkirche.de

Auf Wunsch werden die Gespräche vertraulich behandelt und Leihgaben für die Ausstellung anonymisiert gezeigt.

Vorgeschichte der Ausstellung

Eine Ausstellung von Prof. Dr. Wolfgang Dreßen, die 1998 im Stadtmuseum Düsseldorf unter dem Titel „Betrifft: ‚Aktion 3'. Deutsche verwerten jüdische Nachbarn“ eröffnet wurde, rückte die fiskalische Ausplünderung der Juden im Nationalsozialismus erstmals in das Blickfeld einer weiteren Öffentlichkeit. Gezeigt wurden dort Unterlagen aus dem Bezirk der Oberfinanzdirektion Köln, doch die Ausstellung löste eine bundesweite Debatte aus: Sie warf einerseits erneut die Frage auf, was die deutsche Bevölkerung von der Ermordung der Juden gewusst hatte. Andererseits: Handelte es sich bei den nun veröffentlichten Dokumenten um Steuerakten, die dem Steuergeheimnis unterlagen oder handelte es sich um Akten der historischen Forschung?

Karl Starzacher, Hessischer Minister der Finanzen, wies die Finanzbehörden des Landes an, in ihren Beständen nach NS-Unterlagen zu suchen. Im Dezember 1998 übergab er im Rahmen einer Pressekonferenz vier Aktenkonvolute der ehemaligen Reichsfinanzverwaltung, die im Archiv der Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main gelegen hatten, an die Frankfurter Jüdische Gemeinde. Seine Erkenntnisse und Fragen formulierte er so: „Es wurden Tausende vertrieben, alles sprach dafür, dass sie nie mehr zurückkehren würden“, doch Zweifel, weshalb die Opfer, die angeblich nur in die sogenannten „Ostgebiete“ umgesiedelt werden sollten, keinerlei Möbel, Gebrauchsgegenstände oder Wäsche mehr brauchten, seien in der Finanzverwaltung offensichtlich nicht aufgekommen. Stattdessen habe sie die Einziehung und Verwertung von Vermögen der Deportierten „reibungslos und ohne jede Skrupel“ administriert. Große Nachfrage aus der Bevölkerung verzeichnen die Dokumente auch nach dem gerade erst beschlagnahmten Besitz der Deportierten. Bei den öffentlichen Versteigerungen ihrer letzten Habseligkeiten sei der Zulauf „außerordentlich groß“ gewesen. Für Karl Starzacher ergab sich aus den Dokumenten: „Sehr viele haben gewusst oder haben wissen können, was tatsächlich vor sich ging. Und nicht wenige haben von der Vertreibung der Juden profitiert.“


Tafel aus Kapitel „Stufen der Ausplünderung“

Forschungsprojekt

Auch in den hessischen Staatsarchiven lagen umfangreiche Aktenbestände zum Thema vor, aber es fehlte an einer zusammenhängenden Darstellung. 1999 stellte das Land Hessen die Mittel für ein Forschungsprojekt zur Verfügung, das vom Fritz Bauer Institut in enger Zusammenarbeit mit dem Hessischen Hauptstaatsarchiv durchgeführt wurde.

Die gesichteten Devisenakten, Steuerakten, Vermögenskontrollakten und Handakten jüdischer Rechtsanwälte zeigen, dass unterschiedliche Dienststellen in Finanzbehörden, Zollfahndung und Devisenstellen gemeinsam mit der Gestapo und anderen Organisationen in gesetzlich legalisierten Aktionen Sparbücher, Devisenguthaben und Wertpapierdepots jüdischer Bürgerinnen und Bürger einzogen. Sie belegten ihre Opfer mit Sondersteuern und Strafkontributionen und versteigerten öffentlich das Hab und Gut der aus Deutschland Geflohenen oder Deportierten. In der Folge verdiente das „Deutsche Reich“ durch die Reichsfluchtsteuer an denen, die es in die Emigration trieb, wie an denen, die blieben, weil ihnen das Geld für die Auswanderung fehlte oder weil sie ihre Heimat trotz allem nicht verlassen wollten. Die Ausplünderung war ein wichtiger Teil der Vernichtungsmaschinerie und zugleich Bestandteil der NS-Kriegswirtschaft.

Das Forschungsprojekt des Fritz Bauer Instituts bildete die Grundlage für die gemeinsam mit dem Hessischen Rundfunk konzipierte und realisierte Ausstellung sowie den Film „Der große Raub“ (hr, 2002).

 

Blick in die Ausstellung während der Erstpräsentation im Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main, 2002.
Foto: © Hessischer Rundfunk / Manfred Roth


Die Ausstellung

»Da mein Sohn außerordentlich begabt ist, wie auch sein Lehrer bestätigt, bitte ich Sie, mir das Klavier des evakuierten Juden zu überlassen«. Mit dieser Bitte trat 1942 ein Offenbacher Bürger an sein Finanzamt heran. Zu dieser Zeit waren die Finanzämter bereits mit der sogenannten Verwertung des Eigentums der Deportierten befasst, das seit der 1941 erlassenen 11. Verordnung zum Reichsbürgergesetz dem »Reich verfiel«. Überall kam es zu öffentlich angekündigten Auktionen von Wohnungsinventar aus dem Besitz von Juden: Tischwäsche, Möbel, Kinderspielzeug, Geschirr, Lebensmittel usw. wechselten den Besitzer. Viele schrieben an die Finanzämter, um sich das begehrte Klavier oder die schönere Wohnung zu sichern.
Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Geschichte des legalisierten Raubes, in die Biografien von Tätern und Opfern. Die einleitenden Tafeln stellen Franz Soetbeer, Walter Mahr, Artur Lauinger, Paul Graupe, Alexander Fiorino, Fritz Reinhardt, Martin Buber, Waldemar Kämmerling sowie die Familien Guthmann, Cahn, Grünebaum, Reinhardt, Pacyna und Goldmann mit ihren Lebensgeschichten bis zum Jahr 1933 vor. Ihnen allen begegnet der Ausstellungsbesucher im Hauptteil wieder, der – ausgehend von den Biographien und zu ihnen zurückkehrend – auf Tafeln und in Vitrinen erzählt, wie sich die Ausplünderung der jüdischen Bevölkerung vollzog, was sie für die Opfer bedeutete und wer die Täter waren.

Die Tafeln im Hauptteil der Ausstellung entwickeln die Geschichte der Tätergesellschaft, die mit einem Rückblick auf die Zeit vor 1933 beginnt: Die Forderung nach einer Enteignung der Juden gab es nicht erst seit der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Sie konnten vielmehr auf weit verbreitete antisemitische Klischees zurückgreifen, insbesondere auf das Bild vom „mächtigen und reichen Juden“, der sein Vermögen mit List und zum Schaden des deutschen Volkes erworben habe. Vor diesem Hintergrund zeichnet das 2. Kapitel die Stufen der Ausplünderung und die Rolle der Finanzbehörden in den Jahren von 1933 bis 1941 nach. Im nachgebauten Zimmer eines Finanzbeamten können die Ausstellungsbesucher in Aktenordnern blättern: Sie enthalten u.a. Faksimiles jener Vermögenslisten, die Juden vor der Deportation ausfüllen mussten, um den Finanzbehörden die „Verwaltung und Verwertung“ ihrer zurückgelassenen Habseligkeiten zu erleichtern. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den kooperierenden Interessengruppen in Politik und Wirtschaft, aber auch mit dem „deutschen Volksgenossen“ als Profiteur. Schließlich wird nach der sogenannten Wiedergutmachung gefragt: Wie ging die Rückerstattung in Hessen und Berlin vor sich, wie erfolgreich konnte sie angesichts der gesetzlichen Ausgangslage und der weitgehend ablehnenden Haltung der Bevölkerungsmehrheit sein?
Menschenmenge bei einer Versteigerung von enteignetem Hausrat deportierter Juden in der Gegend von Hanau, ca. 1942. Der Fotograf Franz Weber war von 1935 bis 1966 Leiter der Hanauer Bildstelle. Foto: © Bildstelle Hanau

Versteigerung von enteignetem Hausrat deportierter Juden in der Gegend von Hanau, ca. 1942. Der Fotograf Franz Weber war von 1935 bis 1966 Leiter der Hanauer Bildstelle.
Foto: © Bildstelle Hanau

Im Zentrum der Ausstellung stehen Vitrinen, die die Geschichten der Opfer erzählen. Manche zeigen kleine Objekte, die wie durch ein Wunder erhalten geblieben sind – etwa den Klavierauszug, der Getrud Landsberg gehört hat: Nach Gertruds Emigration erwarb ihn Tilly Cahn unter falschem Namen bei einem Hamburger Auktionator, weil sie wusste, dass das Herz ihrer Freundin Gertrud an den Noten hing. Tillys Sohn Peter Cahn, der den Klavierauszug heute aufbewahrt, erzählt – wie auch Robert Goldmann, Zoya Fiedler, Wolfgang Lauinger und Charlotte Opfermann – in einem Filminterview von seinen Erinnerungen an den legalisierten Raub.

Die Ausstellung wandert seit ihrer ersten Präsentation in Frankfurt am Main im Mai 2002 sehr erfolgreich durch Hessen. Da für jeden Präsentationsort neue regionale Vitrinen entstehen, die sich mit der Geschichte des legalisierten Raubes im Ausstellungsort beschäftigen, „wächst“ die Ausstellung. Waren es bei der Erstpräsentation 15 Vitrinen, die die Geschichten der Opfer erzählten, sind es heute weit über 60. Sie entstehen auf der Basis weiterer Recherchen und an manchen Orten in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern. Für die Präsentation im Berliner Deutschen Historischen Museum wurden erstmals auch neue Ausstellungstafeln zu den Berliner Finanzämtern sowie weitere Tafeln zum Thema „Wiedergutmachung“ hinzugefügt.


Materialien: Regionale Ergänzungen zu den bisherigen Ausstellungsstationen

Exemplarische Rechercheergebnisse zur Lokal- und Regionalgeschichte der fiskalischen Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945 an den  Präsentationsorten der Ausstellung.

... mehr

AA

Homepage Jüdisches Museum   Homepage Museum Judengasse   Homepage Pädagogisches Zentrum
Veranstaltungskalender
Juni 2013 zurück weiter
M D M D F S S
  01 02
03 04 05
06
07 08 09
10
11 12 13 14
15
16
17
19 20 21 22 23
24 25 26 27
28
29 30

Nächste Ausstellungsstation

Mo., 3. Juni bis So., 10. November 2013
Dreieich Museum, Burg Hayn
Fahrgasse 52, 63303 Dreieich

Eröffnung
Sonntag, 2. Juni 2013, 11.00 Uhr

Öffnungszeiten
Do. und Sa.: 14.00–18.00 Uhr
So.: 11.00–18.00 Uhr
Für Schulen und Gruppen öffnet die Ausstellung auf Anfrage auch außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten. Während der Burgfestspiele (26. Juni bis 11. August) öffnet die Ausstellung eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Während des Hayner Burgfestes (12. bis 15. September) ist das Museum geschlossen.

Kosten

Eintritt: frei
Gruppenführungen:
Schulklassen und Jugendliche € 50,–
Erwachsene € 65,–

Information und Anmeldung
Dreieich-Museum
Fahrgasse 52, 63303 Dreieich
Tel: 06103.84914 oder 8049640
info(at)dreieich-museum.de
www.burg-hayn.de

Begleitprogramm (pdf-Datei)

In Planung

Ab Januar 2014
Gedenkstätte KZ Osthofen

Ab September 2014
Bad Vilbel, Kurhaus

2015
Michelstadt, Rüsselsheim

Publikationen zur Ausstellung

Legalisierter Raub
Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945

Katalog zur Ausstellung
Redaktion: Katharina Stengel, Susanne Meinl, Bettina Leder-Hindemith
Mitarbeit: Nassrin Sadeghi, Birgit Körner, Stephan Wirtz
Gestaltung: Madlen Mühlender
Reihe selecta der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen,
Heft 8, 3. Auflage 2008, 72 S., € 5,–
Der Katalog kann in der Ausstellung erworben werden.

Legalisierter Raub
Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945
Materialmappe zur Vor- und Nachbereitung des Ausstellungsbesuchs
Herausgegeben von der Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung zu Lich und dem Fritz Bauer Institut. Zusammengestellt von Klaus Konrad-Leder und Nadja Kuhl.
Gießen: Bookxpress-Verlag der Druckwerkstatt Fernwald, 2002, € 8,50
Schulen können die Materialmappe unentgeltlich anfordern bei der:
Ernst-Ludwig Chambré Stiftung
c/o Dr. Klaus Konrad-Leder
Birkenstraße 37, 35428 Langgöns
Fax: 06403-928704
Dr.Konrad-Leder(at)t-online.de
Einzelexemplare können zum Preis von
€ 8.50 (zuzügl. € 1,30 Versandkosten)
vom Verlag bezogen werden:
Booxpress-Verlag der Druckwerkstatt Fernwald, Hauptstraße 26, 35463 Fernwald
Tel.: 06404.9049-0, Fax: -1
info(at)druckwerkstatt-fernwald.de
Susanne Meinl, Jutta Zwilling:
Legalisierter Raub
Die Ausplünderung der Juden im Nationalsozialismus durch die Reichsfinanzverwaltung in Hessen.
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2004, 748 S., € 44,90
Wissenschaftliche Reihe, Band 10.
Katharina Stengel (Hg.):
Vor der Vernichtung
Die staatliche Enteignung der Juden im Nationalsozialismus
Campus Verlag, Frankfurt am Main, New York 2007
Wissenschaftliche Reihe, Band 15
Der große Raub.
Wie in Hessen die Juden ausgeplündert wurden

Ein Film von Henning Burk und Dietrich Wagner, Hessischer Rundfunk, 2002
DVD, Laufzeit: 45 Min., € 10,–
Der Film ist in der Ausstellung und über den hr-Shop im Hessischen Rundfunk erhältlich.
www.onkel-otto-shop.de

Bisherige Ausstellungsstationen


24. bis 26. April 2013
Hessischer Landtag, Wiesbaden

17. Januar bis 7. April 2013
Regionalmuseum Wolfhager Land

18. April bis 1. Juli 201
2
Museum der Stadt Butzbach

2. September bis 30. November 2011
Main-Kinzig-Forum, Gelnhausen

8. November 2010 bis 27. März 2011
Wolfgang-Bonhage-Museum, Korbach

12. März bis 22. Oktober 2010
Studienzentrum der Finanzverwaltung und Justiz, Rotenburg an der Fulda

10. Januar bis 24. Februar 2008
Kunstsammlungen der Stadt Limburg

16. April bis 31. Mai 2007
Drei-Burgen Schule Felsberg, Schwalm-Eder-Kreis

9. Oktober bis 19. November 2006
Foyer Neustädter Rathaus, Hanau

27. April bis 9. Juli 2006
Stadtmuseum Groß-Gerau

19. Januar bis 16. März 2006
Wetterau-Museum, Friedberg

11. Mai bis 11. September 2005
Deutsches Historischen Museum, Berlin

16. Februar bis 3. April 2005
Klingspor Museum, Offenbach am Main

5. November bis 4. Dezember 2004
Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Wiesbaden

2. September bis 15. Oktober 2004
Hessenkolleg Wetzlar

16. Mai bis 20. Juni 2004
KulturBahnhof, Kassel

12. Februar bis 21. März 2004
Vonderau Museum Fulda

4. Juni bis 18. Juli 2003
Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Haus der Geschichte

5. Februar bis 12. März 2003
Georg-Büchner-Saal der Justus-Liebig-Universität Gießen

5. Dezember 2002 bis 28. Januar 2003
Universitätsbibliothek Marburg

28. Mai bis 28. Juni 2002
Goldhalle im Hessischen Rundfunks, Frankfurt am Main

Ausstellungsteam

Ausstellungskonzept
Dr. Bettina Leder-Hindemith (Hessischer Rundfunk)
Dr. Susanne Meinl, Katharina Stengel und Stephan Wirtz (Fritz Bauer Institut).

Grafische Gestaltung
Waldemar Bertsch und Bernd Claas (Hessischer Rundfunk)

Pädagogische Begleitung
Gottfried Kößler
Pädagogisches Zentrum Frankfurt
Tel.: 069.212-49439
Fax: 069.798 322-41
gottfried.koessler(at)stadt-frankfurt.de

Ausstellungsausleihe

Die Ausstellung kann weiter ausgeliehen werden. Sie besteht aus circa 60 Rahmen (Format: 100 x 70 cm), 15 Vitrinen, 6 Einspielstationen, 2 Installationen und Lesemappen zu ausgesuchten Einzelfällen.Für jede Ausstellungsstation besteht die Möglichkeit, interessante Fälle aus der Region in das Konzept zu übernehmen.

Weitere Angaben zur Ausleihe finden Sie auf unseren Infoblatt:
Informationen für Leihnehmer

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Manuela Rizheim
Tel.: 069.798 322-33
m.ritzheim(at)fritz-bauer-institut.de

Hessischer Rundfunk
Dr. Bettina Leder-Hindemith
Tel.: 069.155 40 38
Bettina.Leder-Hindemith(at)hr.de

Weitere Informationen
www.legalisierter-raub.hr-online.de

© Fritz Bauer Institut – Frankfurt am Main
Stiftung des bürgerlichen Rechts
Haftungsausschluss | Impressum | Sitemap
Letzte Änderung: 23. Mai 2013

Seite empfehlen