Fritz Bauer Institut

Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen

Legalisierter Raub

Der Fiskus und die Ausplünderung
der Juden in Hessen 1933–1945


Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks.
Mit Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.


Ausstellungsstation Eschwege

Freitag, 27. Januar bis Donnerstag, 5. April 2012
Sparkasse Werra-Meißner
Friedrich-Wilhelm-Str. 40–42, 37269 Eschwege
Eröffnung: Freitag, 27. Januar 2012, 18.00 Uhr
Informationen zu Öffnungszeiten und Führungen finden Sie in der Spalte rechts.

Die regionale Präsentation der Ausstellung wird unterstützt von der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung zu Lich, dem Geschichtsverein Eschwege, dem Archiv der Stadt Eschwege, der Historischen Gesellschaft des Werralandes, der Buchhandlung Heinemann, der Musikschule Werra-Meißner und der Paul-Moor-Schule.

»Da mein Sohn außerordentlich begabt ist, wie auch sein Lehrer bestätigt, bitte ich Sie, mir das Klavier des evakuierten Juden zu überlassen.«
Mit dieser Bitte trat 1942 ein Offenbacher Bürger an sein Finanzamt heran. Zu dieser Zeit waren die Finanzämter bereits mit der so genannten Verwertung des Eigentums der Deportierten befasst, das seit der 1941 erlassenen 11. Verordnung zum Reichsbürgergesetz dem »Reich verfiel«. Überall kam es zu öffentlich angekündigten Auktionen aus jüdischem Besitz: Tischwäsche, Möbel, Kinderspielzeug, Geschirr, Lebensmittel wechselten den Besitzer. Viele schrieben an die Finanzämter, um sich das begehrte Klavier oder die schönere Wohnung zu sichern.

Vorausgegangen waren ab 1933 zahlreiche Gesetze und Verordnungen, die auf die Ausplünderung jüdischer Bürger zielten. Umgesetzt wurden sie von Beamten der Finanzbehörden in Kooperation mit weiteren Institutionen. In der Folge verdiente das »Deutsche Reich« durch die Reichsfluchtsteuer an denen, die es in die Emigration trieb, wie an denen, die blieben, weil ihnen das Geld für die Auswanderung fehlte oder weil sie ihre Heimat trotz allem nicht verlassen wollten. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Geschichte des legalisierten Raubs, in die Lebensgeschichten von Tätern und Opfern.

Sie ist vom 28. Januar bis 5. April 2012 auf Einladung der Sparkasse Werra-Meißner und der Stadt Eschwege in den Räumen der Sparkasse (Friedrich-Wilhelm-Str. 40–42) zu sehen. Für die Präsentation wird die Ausstellung mit einem neuen, regionalen Schwerpunkt versehen, der sich mit der Ausplünderung der jüdischen Bevölkerung in Eschwege und Umgebung beschäftigt. Darüber hinaus ist ein umfangreiches Begleitprogramm mit Zeitzeugenveranstaltungen, Führungen und Vorträgen geplant.


Dokument: Vermerk eines Finanzbeamten auf der Innenseite des Deckels
der Einkommenssteuerakte Ludwig Goldschmidts:
»Aktenvermerk:
Der Rohproduktenhändler Ludwig Goldschmidt hat seinen aus  nach Palästina ausgewanderten Kindern Beträge geschenkt. –siehe Vermögenssteuerakten– Diese Beträge sind bei einer Auswanderung des Ludwig Goldschmidt u. seiner Ehefrau geb. Plaut, nach § 3 Abs. 3 Ziffer 6 des Reichsfluchtsteuergesetzes dem reichsfluchtsteuerpflichtigen Vermögen zuzurechnen.
Eschwege, 3. März 1938
I.A. Unterschrift (unleserlich)«
Die Reichsfluchtsteuer war 1931 zur Eindämmung der Kapitalflucht während der Weltwirtschaftskrise erlassen worden und betrug 25% des steuerpflichtigen Vermögens. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten wurde die Vermögensfreigrenze von 200.000 RM auf 50.000 RM sowie die Einkommensgrenze von 20.000 RM auf 10.000 RM herabgesetzt und damit der reichsfluchtsteuerpflichtige Personenkreis erheblich ausgeweitet. Zudem erhielt die Finanzverwaltung nun die Möglichkeit, beim bloßen Verdacht auf Auswanderungsabsichten einen Sicherheitsbescheid in der Höhe der Reichsfluchtsteuer zu erlassen. Damit konnte sie praktisch als Vorauszahlung erhoben werden. Die Reichsfluchtsteuer wurde zu einer Steuer, die vor allem die aus dem »Reich« flüchtenden Juden traf. Sie zielte auf eine Teilenteignung der Emigranten und traf auch Ludwig Goldschmidt. Am 4.3.1938 ordnete das Finanzamt mit »Rücksicht auf einen eventuellen Verkauf der Rohproduktenhandlung sowie Darmgroßhandlung u. eventuelle Auswanderung … den Erlass eines Sicherheitsbescheides … an«. Bevor Ludwig, Martha und Karl Goldschmidt Eschwege am 8. Februar 1939 verließen, waren sie gezwungen, die Reichsfluchtsteuer in Höhe von 33.000 RM zu bezahlen. Dazu kamen weitere Zwangsabgaben.
©: Staatsarchiv Marburg, Bestand 601 / 11, Nr. 18
Foto: Familie Goldschmidt, 1921.
Ludwig Goldschmidt (hinten stehend), Ehefrau Martha, geb. Plaut (Bild Mitte, sitzend), die Töchter Adelheid (links neben ihrer Mutter stehend) und Margret (rechts; auch Margaret) sowie Sohn Karl.
©: Anna-Maria Zimmer

Vorgeschichte der Ausstellung

Eine Ausstellung von Prof. Dr. Wolfgang Dreßen, die 1998 im Stadtmuseum Düsseldorf unter dem Titel „Betrifft: ‚Aktion 3'. Deutsche verwerten jüdische Nachbarn“ eröffnet wurde, rückte die fiskalische Ausplünderung der Juden im Nationalsozialismus erstmals in das Blickfeld einer weiteren Öffentlichkeit. Gezeigt wurden dort Unterlagen aus dem Bezirk der Oberfinanzdirektion Köln, doch die Ausstellung löste eine bundesweite Debatte aus: Sie warf einerseits erneut die Frage auf, was die deutsche Bevölkerung von der Ermordung der Juden gewusst hatte. Andererseits: Handelte es sich bei den nun veröffentlichten Dokumenten um Steuerakten, die dem Steuergeheimnis unterlagen oder handelte es sich um Akten der historischen Forschung?

Karl Starzacher, Hessischer Minister der Finanzen, wies die Finanzbehörden des Landes an, in ihren Beständen nach NS-Unterlagen zu suchen. Im Dezember 1998 übergab er im Rahmen einer Pressekonferenz vier Aktenkonvolute der ehemaligen Reichsfinanzverwaltung, die im Archiv der Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main gelegen hatten, an die Frankfurter Jüdische Gemeinde. Seine Erkenntnisse und Fragen formulierte er so: „Es wurden Tausende vertrieben, alles sprach dafür, dass sie nie mehr zurückkehren würden“, doch Zweifel, weshalb die Opfer, die angeblich nur in die sogenannten „Ostgebiete“ umgesiedelt werden sollten, keinerlei Möbel, Gebrauchsgegenstände oder Wäsche mehr brauchten, seien in der Finanzverwaltung offensichtlich nicht aufgekommen. Stattdessen habe sie die Einziehung und Verwertung von Vermögen der Deportierten „reibungslos und ohne jede Skrupel“ administriert. Große Nachfrage aus der Bevölkerung verzeichnen die Dokumente auch nach dem gerade erst beschlagnahmten Besitz der Deportierten. Bei den öffentlichen Versteigerungen ihrer letzten Habseligkeiten sei der Zulauf „außerordentlich groß“ gewesen. Für Karl Starzacher ergab sich aus den Dokumenten: „Sehr viele haben gewusst oder haben wissen können, was tatsächlich vor sich ging. Und nicht wenige haben von der Vertreibung der Juden profitiert.“


Tafel aus Kapitel „Stufen der Ausplünderung“

Forschungsprojekt

Auch in den hessischen Staatsarchiven lagen umfangreiche Aktenbestände zum Thema vor, aber es fehlte an einer zusammenhängenden Darstellung. 1999 stellte das Land Hessen die Mittel für ein Forschungsprojekt zur Verfügung, das vom Fritz Bauer Institut in enger Zusammenarbeit mit dem Hessischen Hauptstaatsarchiv durchgeführt wurde.

Die gesichteten Devisenakten, Steuerakten, Vermögenskontrollakten und Handakten jüdischer Rechtsanwälte zeigen, dass unterschiedliche Dienststellen in Finanzbehörden, Zollfahndung und Devisenstellen gemeinsam mit der Gestapo und anderen Organisationen in gesetzlich legalisierten Aktionen Sparbücher, Devisenguthaben und Wertpapierdepots jüdischer Bürgerinnen und Bürger einzogen. Sie belegten ihre Opfer mit Sondersteuern und Strafkontributionen und versteigerten öffentlich das Hab und Gut der aus Deutschland Geflohenen oder Deportierten. In der Folge verdiente das „Deutsche Reich“ durch die Reichsfluchtsteuer an denen, die es in die Emigration trieb, wie an denen, die blieben, weil ihnen das Geld für die Auswanderung fehlte oder weil sie ihre Heimat trotz allem nicht verlassen wollten. Die Ausplünderung war ein wichtiger Teil der Vernichtungsmaschinerie und zugleich Bestandteil der NS-Kriegswirtschaft.

Das Forschungsprojekt des Fritz Bauer Instituts bildete die Grundlage für die gemeinsam mit dem Hessischen Rundfunk konzipierte und realisierte Ausstellung sowie den Film „Der große Raub“ (hr, 2002).

 

Blick in die Ausstellung während der Erstpräsentation im Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main, 2002.
Foto: © Hessischer Rundfunk / Manfred Roth


Die Ausstellung

»Da mein Sohn außerordentlich begabt ist, wie auch sein Lehrer bestätigt, bitte ich Sie, mir das Klavier des evakuierten Juden zu überlassen«. Mit dieser Bitte trat 1942 ein Offenbacher Bürger an sein Finanzamt heran. Zu dieser Zeit waren die Finanzämter bereits mit der sogenannten Verwertung des Eigentums der Deportierten befasst, das seit der 1941 erlassenen 11. Verordnung zum Reichsbürgergesetz dem »Reich verfiel«. Überall kam es zu öffentlich angekündigten Auktionen von Wohnungsinventar aus dem Besitz von Juden: Tischwäsche, Möbel, Kinderspielzeug, Geschirr, Lebensmittel usw. wechselten den Besitzer. Viele schrieben an die Finanzämter, um sich das begehrte Klavier oder die schönere Wohnung zu sichern.
Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Geschichte des legalisierten Raubes, in die Biografien von Tätern und Opfern. Die einleitenden Tafeln stellen Franz Soetbeer, Walter Mahr, Artur Lauinger, Paul Graupe, Alexander Fiorino, Fritz Reinhardt, Martin Buber, Waldemar Kämmerling sowie die Familien Guthmann, Cahn, Grünebaum, Reinhardt, Pacyna und Goldmann mit ihren Lebensgeschichten bis zum Jahr 1933 vor. Ihnen allen begegnet der Ausstellungsbesucher im Hauptteil wieder, der – ausgehend von den Biographien und zu ihnen zurückkehrend – auf Tafeln und in Vitrinen erzählt, wie sich die Ausplünderung der jüdischen Bevölkerung vollzog, was sie für die Opfer bedeutete und wer die Täter waren.

Die Tafeln im Hauptteil der Ausstellung entwickeln die Geschichte der Tätergesellschaft, die mit einem Rückblick auf die Zeit vor 1933 beginnt: Die Forderung nach einer Enteignung der Juden gab es nicht erst seit der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Sie konnten vielmehr auf weit verbreitete antisemitische Klischees zurückgreifen, insbesondere auf das Bild vom „mächtigen und reichen Juden“, der sein Vermögen mit List und zum Schaden des deutschen Volkes erworben habe. Vor diesem Hintergrund zeichnet das 2. Kapitel die Stufen der Ausplünderung und die Rolle der Finanzbehörden in den Jahren von 1933 bis 1941 nach. Im nachgebauten Zimmer eines Finanzbeamten können die Ausstellungsbesucher in Aktenordnern blättern: Sie enthalten u.a. Faksimiles jener Vermögenslisten, die Juden vor der Deportation ausfüllen mussten, um den Finanzbehörden die „Verwaltung und Verwertung“ ihrer zurückgelassenen Habseligkeiten zu erleichtern. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den kooperierenden Interessengruppen in Politik und Wirtschaft, aber auch mit dem „deutschen Volksgenossen“ als Profiteur. Schließlich wird nach der sogenannten Wiedergutmachung gefragt: Wie ging die Rückerstattung in Hessen und Berlin vor sich, wie erfolgreich konnte sie angesichts der gesetzlichen Ausgangslage und der weitgehend ablehnenden Haltung der Bevölkerungsmehrheit sein?
Menschenmenge bei einer Versteigerung von enteignetem Hausrat deportierter Juden in der Gegend von Hanau, ca. 1942. Der Fotograf Franz Weber war von 1935 bis 1966 Leiter der Hanauer Bildstelle. Foto: © Bildstelle Hanau

Versteigerung von enteignetem Hausrat deportierter Juden in der Gegend von Hanau, ca. 1942. Der Fotograf Franz Weber war von 1935 bis 1966 Leiter der Hanauer Bildstelle.
Foto: © Bildstelle Hanau

Im Zentrum der Ausstellung stehen Vitrinen, die die Geschichten der Opfer erzählen. Manche zeigen kleine Objekte, die wie durch ein Wunder erhalten geblieben sind – etwa den Klavierauszug, der Getrud Landsberg gehört hat: Nach Gertruds Emigration erwarb ihn Tilly Cahn unter falschem Namen bei einem Hamburger Auktionator, weil sie wusste, dass das Herz ihrer Freundin Gertrud an den Noten hing. Tillys Sohn Peter Cahn, der den Klavierauszug heute aufbewahrt, erzählt – wie auch Robert Goldmann, Zoya Fiedler, Wolfgang Lauinger und Charlotte Opfermann – in einem Filminterview von seinen Erinnerungen an den legalisierten Raub.

Die Ausstellung wandert seit ihrer ersten Präsentation in Frankfurt am Main im Mai 2002 sehr erfolgreich durch Hessen. Da für jeden Präsentationsort neue regionale Vitrinen entstehen, die sich mit der Geschichte des legalisierten Raubes im Ausstellungsort beschäftigen, „wächst“ die Ausstellung. Waren es bei der Erstpräsentation 15 Vitrinen, die die Geschichten der Opfer erzählten, sind es heute weit über 60. Sie entstehen auf der Basis weiterer Recherchen und an manchen Orten in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern. Für die Präsentation im Berliner Deutschen Historischen Museum wurden erstmals auch neue Ausstellungstafeln zu den Berliner Finanzämtern sowie weitere Tafeln zum Thema „Wiedergutmachung“ hinzugefügt.


Materialien: Regionale Ergänzungen zu den bisherigen Ausstellungsstationen

Exemplarische Rechercheergebnisse zur Lokal- und Regionalgeschichte der fiskalischen Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945 an den  Präsentationsorten der Ausstellung.

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Aktuelle Ausstellungstation

Sa., 28. Januar bis Fr., 5. April 2012
Sparkasse Werra-Meißner
Friedrich-Wilhelm-Str. 40–42
37269 Eschwege

Eröffnung
Fr., 27. Januar, 18.00 Uhr

Öffnungszeiten
Mo. bis Mi., 8.30–17.00 Uhr
Do. und Fr., 8.30–18.00 Uhr
Eintritt frei!

Für Schulklassen und Gruppen
von anderen Bildungseinrichtungen
öffnet die Ausstellung auf Anfrage
bereits um 8.00 Uhr.

Sonderöffnungszeiten
Sa., 11. Februar, 14.00–18.00 Uhr
So., 4. März, 14.00–18.00 Uhr
Sa., 24. März, 14.00–18.00 Uhr

Anmeldung zu Gruppenführungen
Sparkasse Werra-Meißner
Mo. bis Fr., 8.30–17.00 Uhr
Tel.: 05651.306-1234
Kosten: € 40,–

Begleitprogramm (pdf-Datei)

In Planung

April bis Ende Juni 2012: Butzbach
16. Januar bis 7. April 2013: Wolfhagen

Publikationen zur Ausstellung

Legalisierter Raub
Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945

Katalog zur Ausstellung
Redaktion: Katharina Stengel, Susanne Meinl, Bettina Leder-Hindemith
Mitarbeit: Nassrin Sadeghi, Birgit Körner, Stephan Wirtz
Gestaltung: Madlen Mühlender
Reihe selecta der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen,
Heft 8, 3. Auflage 2008, 72 S., € 5,–
Der Katalog kann in der Ausstellung erworben werden.

Legalisierter Raub
Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945
Materialmappe zur Vor- und Nachbereitung des Ausstellungsbesuchs
Herausgegeben von der Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung zu Lich und dem Fritz Bauer Institut. Zusammengestellt von Klaus Konrad-Leder und Nadja Kuhl.
Gießen: Bookxpress-Verlag der Druckwerkstatt Fernwald, 2002, € 8,50
Schulen können die Materialmappe unentgeltlich anfordern bei der:
Ernst-Ludwig Chambré Stiftung
c/o Dr. Klaus Konrad-Leder
Birkenstraße 37, 35428 Langgöns
Fax: 06403-928704
Dr.Konrad-Leder(at)t-online.de
Einzelexemplare können zum Preis von
€ 8.50 (zuzügl. € 1,30 Versandkosten)
vom Verlag bezogen werden:
Booxpress-Verlag der Druckwerkstatt Fernwald, Hauptstraße 26, 35463 Fernwald
Tel.: 06404.9049-0, Fax: -1
info(at)druckwerkstatt-fernwald.de
Susanne Meinl, Jutta Zwilling:
Legalisierter Raub
Die Ausplünderung der Juden im Nationalsozialismus durch die Reichsfinanzverwaltung in Hessen.
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2004, 748 S., € 44,90
Wissenschaftliche Reihe, Band 10.
Katharina Stengel (Hg.):
Vor der Vernichtung
Die staatliche Enteignung der Juden im Nationalsozialismus
Campus Verlag, Frankfurt am Main, New York 2007
Wissenschaftliche Reihe, Band 15
Der große Raub.
Wie in Hessen die Juden ausgeplündert wurden

Ein Film von Henning Burk und Dietrich Wagner, Hessischer Rundfunk, 2002
DVD, Laufzeit: 45 Min., € 14,99
Der Film ist in der Ausstellung und über den hr-Shop im Hessischen Rundfunk erhältlich.
www.onkel-otto-shop.de

Bisherige Ausstellungsstationen


Die Ausstellung wandert seit ihrer ersten Präsentation in Frankfurt am Main im Mai 2002 sehr erfolgreich durch Hessen. Zu sehen war sie in Marburg, Darmstadt, Gießen, Wiesbaden, Wetzlar, Kassel, Fulda, Offenbach, Friedberg, Gross-Gerau, Hanau, Felsberg, Limburg und Rotenburg, außerdem im Deutschen Historischen Museum in Berlin.

2. September bis 30. November 2011, Gelnhausen
Main-Kinzig-Forum, Barbarossastr. 24
8. November 2010 bis 27. März 2011, Korbach
Wolfgang-Bonhage-Museum, Kirchplatz 2
12. März bis 22. Oktober 2010, Rotenburg an der Fulda
Studienzentrum der Finanzverwaltung und Justiz
10. Januar bis 24. Februar 2008, Limburg
Kunstsammlungen der Stadt Limburg, Fischmarkt 21
16. April bis 31. Mai 2007, Felsberg / Schwalm-Eder-Kreis
Drei-Burgen Schule Felsberg
9. Oktober bis 19. November 2006, Hanau
Foyer Neustädter Rathaus, Am Markt
27. April bis 9. Juli 2006, Groß-Gerau
Stadtmuseum
19. Januar bis 16. März 2006, Friedberg
Wetterau-Museum
11. Mai bis 11. September 2005, Berlin
Deutsches Historischen Museum
16. Februar bis 3. April 2005, Offenbach am Main
Klingspor Museum
5. November bis 4. Dezember 2004, Wiesbaden
Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Wiesbaden
2. September bis 15. Oktober 2004, Wetzlar
Hessenkolleg Wetzlar
16. Mai bis 20. Juni 2004, Kassel
KulturBahnhof
12. Februar bis 21. März 2004, Fulda
Vonderau Museum Fulda
4. Juni bis 18. Juli 2003, Darmstadt
Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Haus der Geschichte
5. Februar bis 12. März 2003, Gießen
Georg-Büchner-Saal der Justus-Liebig-Universität Gießen
5. Dezember 2002 bis 28. Januar 2003, Marburg
Universitätsbibliothek Marburg
28. Mai bis 28. Juni 2002, Frankfurt am Main
Goldhalle im Hessischen Rundfunks

Ausstellungsteam

Ausstellungskonzept
Dr. Bettina Leder-Hindemith (Hessischer Rundfunk)
Dr. Susanne Meinl, Katharina Stengel und Stephan Wirtz (Fritz Bauer Institut).

Grafische Gestaltung
Waldemar Bertsch und Bernd Claas (Hessischer Rundfunk)

Pädagogische Begleitung
Gottfried Kößler
Pädagogisches Zentrum Frankfurt
Tel.: 069.212-49439
Fax: 069.798 322-41
gottfried.koessler(at)stadt-frankfurt.de

Ausstellungsausleihe

Die Ausstellung kann weiter ausgeliehen werden. Sie besteht aus circa 60 Rahmen (Format: 100 x 70 cm), 15 Vitrinen, 6 Einspielstationen, 2 Installationen und Lesemappen zu ausgesuchten Einzelfällen.Für jede Ausstellungsstation besteht die Möglichkeit, interessante Fälle aus der Region in das Konzept zu übernehmen.

Weitere Angaben zur Ausleihe finden Sie auf unseren Infoblatt:
Informationen für Leihnehmer

Kontakt

Fritz Bauer Institut
Manuela Rizheim
Tel.: 069.798 322-33
m.ritzheim(at)fritz-bauer-institut.de

Hessischer Rundfunk
Dr. Bettina Leder-Hindemith
Tel.: 069.155 40 38
blederhindemith(at)hr-online.de

Weitere Informationen
www.legalisierter-raub.hr-online.de

© Fritz Bauer Institut – Frankfurt am Main
Stiftung des bürgerlichen Rechts
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Letzte Änderung: 10. Januar 2012

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