Fritz Bauer Institut

Jahrbuch

Jahrbuch

zur Geschichte und
Wirkung des Holocaust


Seit 1996 gibt das Fritz Bauer Institut das »Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust« heraus. Es enthält wissenschaftliche Aufsätze zu wechselnden Themenschwerpunkten.

Das Jahrbuch erscheint mit freundlicher Unterstützung des Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. Mitglieder des Fördervereins können es zum reduzierten Mitgliederpreis im Abonnement beziehen.


Fritz Bauer Institut, Jörg Osterloh, Katharina Rauschenberger (Hrsg.)
Der Holocaust
Neue Studien zu Tathergängen, Reaktionen und Aufarbeitungen

Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, 2017
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Jörg Osterloh und Katharina Rauschenberger
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2017
ca. 280 S., kartoniert, € 29,95
EAN 978-3-593-50622-7
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 21
Auch als E-Book erhältlich
Erscheinungstermin: Oktober 2017

Die Geschichte und die Wirkung des Holocaust werden nicht nur von Historikern erforscht, sondern unter anderem auch von Literatur und Sprachwissenschaftlern sowie von Film und Fotowissenschaftlern. Stellvertretend für zahlreiche neue Studien stehen die zwölf in diesem Band versammelten Beiträge, die im interdisziplinären Doktorandenkolloquium des Fritz Bauer Instituts diskutiert worden sind. Viele verfolgen einen transnationalen Ansatz und gehen – im Sinne Saul Friedländers – über die Perspektive reiner Opfer bzw. Tätergeschichtsschreibungen hinaus. So gelangen Uneindeutigkeiten, Wechselwirkungen und Gleichzeitigkeiten in den Blick.

Jörg Osterloh, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main

Katharina Rauschenberger,
Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main.


Fritz Bauer Institut, Werner Konitzer, David Palme (Hrsg.)
»Arbeit«, »Volk«, »Gemeinschaft«
Ethik und Ethiken im Nationalsozialismus

Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, 2016
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Werner Konitzer und David Palme
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2016
284 S., kartoniert, € 29,95
EAN 978-3-593-50622-7
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 20
Auch als E-Book erhältlich

Die von Deutschen im Nationalsozialismus begangenen Verbrechen wären nicht möglich gewesen ohne die Existenz eines Geflechts von geteilten ethischen Überzeugungen. »Dichte« Begriffe wie »Arbeit«, »Volk« oder »Gemeinschaft« sind Knotenpunkte dieses gedanklichen Gebildes. In den Beiträgen dieses Bandes geht es nicht nur darum, nationalsozialistische Normativität historisch darzustellen. Vielmehr werden auch Vorschläge zur Analyse dieser Begriffe gemacht. Ein wesentlicher Teil dieses Bemühens ist die Untersuchung von Ethiken nationalsozialistisch orientierter Philosophen.

Werner Konitzer, apl. Prof. Dr., ist kommissarischer Direktor des Fritz Bauer Instituts und Lehrbeauftragter am Institut für Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Privatdozent an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und Vertrauensdozent der Heinrich-Böll-Stiftung.

David Palme hat in Marburg und Frankfurt am Main Philosophie und Geschichte studiert; er arbeitet zum Themenbereich Moral und Nationalsozialismus.


Katharina Rauschenberger, Werner Konitzer (Hrsg.)
Antisemitismus und andere Feindseligkeiten.
Interaktionen von Ressentiments

Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, 2015
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts
von Katharina Rauschenberger und Werner Konitzer
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2015, 197 S., 17 Abb., € 29,90
EAN 978-3-593-50469-8
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 19
Auch als E-Book erhältlich

Wie verhält Antisemitismus sich zu anderen Formen gruppenbezogenen Hasses? Bisher hat man in der Forschung vor allem die Frage nach den Unterschieden und den Ähnlichkeiten derartiger Feindseligkeiten gestellt. Dieser Band geht anhand von Beispielen aus der Geschichte wie aus der Gegenwart der Frage nach, wie sich die verschiedenen Formen gruppenbezogenen Hasses aufeinander beziehen, wie sie einander rechtfertigen und miteinander agieren und welche Funktion dem Antisemitismus in diesen Interaktionen von Ressentiments zukommt. Die meisten historischen Konstellationen, in denen der Antisemitismus virulent wurde, waren agonale Situationen der Konfrontation verschiedener Gruppen. Sie verändern sich aktuell mit großer Dynamik. Sie besser zu verstehen nimmt sich dieser Band vor.

Inhalt
›  Werner Konitzer: Einleitung
›  Johannes Heil: Matthaeus Parisiensis, die Mongolen und die jüdische Verschwörung. Überlegungen zu Hintergründen und Wirkung eines narrativen Konstrukts
›  Thomas Kaufmann: Luthers Judenhass im Kontext anderer Feindseligkeiten
›  Olaf Blaschke: Nebensache Antisemitismus? Verhältnis und Verflechtung von Feindbildkomplexen in der Kulturkampfzeit
›  Christoph Dieckmann: Die Entwicklung des Antisemitismus in Litauen bis 1944
›  Andrew Hussey: Die Wiederkehr des postkolonial Verdrängten: Französischer Antisemitismus im 21. Jahrhundert
›  Yasemin Shooman: Zur Debatte über das Verhältnis von Antisemitismus, Rassismus und Islamfeindlichkeit
›  Monique Eckmann: Herausforderungen im Umgang mit Rassismen und Antisemitismen – Formen der Interaktion
›  Monika Schwarz-Friesel: Rechts, links oder Mitte? Zur semantischen, formalen und argumentativen Homogenität aktueller Verbal-Antisemitismen

Katharina Rauschenberger,
Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Pro-grammkoordinatorin des Fritz Bauer Instituts sowie Lehrbeauftragte am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Werner Konitzer, apl. Prof. Dr., ist kommissarischer Direktor des Fritz Bauer Instituts und Lehrbeauftragter am Institut für Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Privatdozent an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und Vertrauensdozent der Heinrich-Böll-Stiftung.


Fritz Bauer Institut, Werner Konitzer (Hrsg.):
Moralisierung des Rechts.
Kontinuitäten und Diskontinuitäten nationalsozialistischer Normativität

Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, 2014
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Werner Konitzer
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014, 248 S., € 29,90
EAN 9783593501680
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 18
Auch als E-Book erhältlich

Nationalsozialistische Rechtstheorien hoben den Unterschied zwischen Moral und Sittlichkeit auf der einen Seite und Recht auf der anderen Seite so weit wie möglich auf. In den »Nationalsozialistischen Leitsätzen für ein neues Strafrecht« von 1938 formulierte Hans Frank, Hitlers Rechtsanwalt und einer der führenden Vertreter einer »nationalsozialistischen Rechtswissenschaft«, kurz und bündig: »Deutsches Rechtsgefühl und deutsches Sittlichkeitsempfinden sind eins.«
Was bedeutete dieses »Ideal« der Einschmelzung des Unterschieds von Sittlichkeit, Moral und Recht für die nationalsozialistische Rechtstheorie und Rechtspraxis? Was besagte sie für eine Analyse nationalsozialistischer Vorstellungen von »Ethik« und »Moral«? Und wie weit bestimmte das Fortwirken nationalsozialistischer Moral noch die Rechtsauffassungen der frühen Bundesrepublik?

Werner Konitzer, apl. Prof. Dr., ist stellvertretender Leiter des Fritz Bauer Instituts in Frankfurt am Main.


Fritz Bauer Institut, Katharina Rauschenberger (Hrsg.):
Rückkehr in Feindesland?
Fritz Bauer in der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte

Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, 2013
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Katharina Rauschenberger.
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2013, 240 S., € 29,90
EAN 9783593399805
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 17

Mit Beiträgen von:
Liliane Weissberg, Katharina Rauschenberger, Katharina Stengel, Klaus Kempter, Detlev Claussen, Ronen Steinke, Volker Rieß, Lena Foljanty, Vasco Reuss, Werner Päckert, Cilly Kugelmann und Nele Löw-Beer

Als »Feindesland« soll Fritz Bauer die Welt außerhalb seines Büros bezeichnet haben. Der bedeutende Jurist und jüdische Remigrant hat im Nachkriegsdeutschland für seine Aufklärungsarbeit über die NS-Verbrechen sehr viel Ablehnung erfahren. Selten sind seine juristische Arbeit und sein politisches Handeln jedoch mit seiner jüdischen Biografie in Zusammenhang gebracht worden. Diese zeigt, dass es im Umfeld Bauers eine ganze Reihe jüdischer Juristen, Historiker und Vertreter von Interessenverbänden gab, die ihn unterstützten. Typisch für ihre und Fritz Bauers Situation in der Nachkriegszeit war, dass sie als Juden wahrgenommen wurden – unabhängig davon, ob sie sich selbst als solche sahen.
Dieser Band schildert ihre Erfahrungen, die politischen und theoretischen Debatten, mit denen sie konfrontiert wurden, sowie die Institutionen, mit denen sie arbeiteten. Er charakterisiert die jüdische Geschichte im Land der Täter, in dem der erhoffte radikale Neubeginn sich als Illusion erwies.

Katharina Rauschenberger, Dr. phil., ist Programmkoordinatorin des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt sowie Lehrbeauftragte am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main.


Fritz Bauer Institut, Sybille Steinbacher (Hg.):
Holocaust und Völkermorde.
Die Reichweite des Vergleichs

Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, 2012
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Sybille Steinbacher.
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2012, 248 S., € 24,90
EAN 9783593397481
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 16

Mit Beiträgen von:
Sybille Steinbacher, Wolf Gruner, Christoph Diekmann, Christian Werkmeister, Dieter Pohl, Andrea Löw, Jörg Ganzenmüller, Philipp Ther, A. Dirk Moses und Donald Bloxham

War der systematische Massenmord an den Juden im Dritten Reich eines von vielen staatlich organisierten Verbrechen im 20. Jahrhundert? Wenn dem so war: Was bedeutet das für die viel diskutierte Vorstellung von der Singularität des Holocaust? Auf die Frage, inwiefern sich der Holocaust in die Liste der Völkermorde einreihen lässt, hat die zeitgeschichtliche Forschung noch keine klare Antwort gefunden. In diesem Band reflektieren die Autorinnen und Autoren über den historischen Ort des Holocaust in der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts. Sie fragen nach Bezügen zu anderen Gewaltverbrechen, beispielsweise den stalinistischen, und sie diskutieren im Lichte der Ansätze und Erträge der noch relativ jungen Disziplin der komparativ ausgerichteten Genozidforschung Stärken und Grenzen des Vergleichs.

Dr. Sybille Steinbacher
ist – nach Stationen in München, Bochum, Harvard, Jena und Frankfurt am Main – Professorin am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien.


Fritz Bauer Institut, Liliane Weissberg (Hg.):
Affinität wider Willen?
Hannah Arendt, Theodor W. Adorno und die Frankfurter Schule

Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust 2011
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Liliane Weissberg.
Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York, 2011, 236 S., 18 Abb., € 24,90
EAN 978-3-593-39490-9
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 15

Mit Beiträgen von:
Liliane Weissberg, Hauke Brunkhorst, Ingeborg Nordmann, Detlev Claussen, Eva-Maria Ziege, Monika Boll, Ronald Beinerm, Annika Thiem und Burkhardt Lindner

Hannah Arendt und Theodor W. Adorno verband eine gegenseitige Abneigung, die auch zu einer gegenseitigen Ablehnung ihrer Schriften führte. Arendts Animosität erstreckte sich bald auch auf andere Mitglieder der Frankfurter Schule. Der Band beleuchtet dieses schwierige Verhältnis, wobei die Autoren auch auf Affinitäten stoßen. Im Fokus stehen: Unterschiede und Gemeinsamkeiten der politisch-philosophischen Theorien und Begriffe, das Verständnis des Judentums und der Ursachen des Antisemitismus, die Bedeutung des Werkes von Walter Benjamin.

Liliane Weissberg
ist Christopher H. Browne Distinguished Professor of Arts and Sciences und Professor of German and Comparative Literature an der University of Pennsylvania. Im Sommersemester 2009 hatte sie die Gastprofessur zur Erforschung des Holocaust und der deutsch-jüdischen Geschichte am Fritz Bauer Institut inne. Als Abschluss ihrer Lehrtätigkeit in Frankfurt am Main leitete sie im Januar 2010 die internationale Tagung »Hannah Arendt und die Frankfurter Schule«.


Fritz Bauer Institut (Hg.):
Einspruch und Abwehr
Die Reaktion des europäischen Judentums auf die Entstehung des Antisemitismus (1879–1914)

Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust 2010
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Ulrich Wyrwa.
Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York, 2010, 372 S., € 29,90
EAN 978-3-593-39278-3
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 14

Mit Beiträgen von:
Ulrich Wyrwa, Rafael Arnold, Susanne Terwey, Daniel Gerson, Christoph Leiska, Gerald Lamprecht, Michal Frankl, Tim Buchen, Miloslav Szabó, Marija Vulesica, Maria Margaroni, Iulia Onac, Veselina Kulenska, Maciej Moszyński und Klaus Richter.

Die Entstehung des Antisemitismus im 19. Jahrhundert stellte die jüdische Bevölkerung in Europa vor eine gänzlich neue Situation. Sie sah sich neuartigen Formen von Angriffen, Ausgrenzungen und Anfeindungen ausgesetzt. In der rückschauenden Betrachtung ist den Juden nicht zuletzt von jüdischer Seite selbst immer wieder vorgehalten worden, dass sie nicht hinreichend und entschieden genug gegen den Antisemitismus vorgegangen sind. Tatsächlich aber haben Juden sich schon im 19. Jahrhundert immer wieder und deutlich gegen die feindseligen Unterstellungen und antisemitischen Übergriffe zur Wehr gesetzt. Die Reaktion der Juden in Europa auf den Antisemitismus bestand zunächst in intellektuellen Eingriffen, das heißt in dem Versuch, das Phänomen der neuen Judenfeindschaft zu erfassen und diese öffentlich zurückzuweisen. Dafür steht der Begriff Einspruch. Darüber hinaus suchten die europäischen Juden politisch, in der Praxis, durch die Bildung von Verbänden und mit Hilfe von organisiertem politischen Engagement, den Antisemitismus zu bekämpfen – eine Strategie, die im Begriff Abwehr zusammengefasst werden kann.
Diesen Widerstand von Juden gegen den Antisemitismus erstmals in seiner ganzen europäischen Breite zu präsentieren, und damit das Bild der Juden als wehrlose Opfer kritisch zu hinterfragen und zu korrigieren, ist Ziel dieses Bandes

Prof. Dr. Ulrich Wyrwa ist seit 2005 wissenschaftlicher Leiter des Forschungskollegs »Antisemitismus in Europa (1879–1914). Nationale Kontexte, Kulturtransfer und europäischer Vergleich« am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin.


Fritz Bauer Institut (Hg.):
Moralität des Bösen.
Ethik und nationalsozialistische Verbrechen
Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust 2009
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Werner Konitzer und Raphael Gross.
Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York, 2009, 272 S., € 29,90
EAN 978-3-59339021-5
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 13

Mit Beiträgen von:
Rolf Zimmermann, Wolfgang Bialas, Ernst Tugendhat, Herlinde Pauer-Studer, Werner Konitzer, Raimond Gaita, Gesine Schwan, Christian Strub, Micha Brumlik, Emmanuel Faye, Matthias Lutz-Bachmann und Raphael Gross.

Adorno sprach von einem neuen kategorischen Imperativ nach Auschwitz – der Holocaust erfordert demnach eine veränderte Ethik und Moral. Wie soll die gegenwärtige Moralphilosophie auf die historische Erfahrung des Holocaust reagieren? Können moralische Grundsätze eine Folge historischer Erfahrung sein? Im neuen Jahrbuch werden diese Fragen zur Diskussion gestellt. Daneben wird verdeutlicht, wie die nationalsozialistischen Verbrechen durch Versatzstücke moralischer und ethischer Theorien gerechtfertigt wurden, etwa in Konzepten von Carl Schmitt und Martin Heidegger. Die Beiträge zeigen, inwiefern man von einer nationalsozialistischen Moral sprechen kann und welche Echos dieser besonderen Moral sich bis in die Gegenwart vernehmen lassen.


Fritz Bauer Institut (Hg.):
Opfer als Akteure.
Interventionen ehemaliger NS-Verfolgter in der Nachkriegszeit

Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust 2008
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Katharina Stengel.
Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York, 2008, 308 S., € 29,90
EAN: 978-3-593-38734-5
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 12

Mit Beiträgen von:
Brigitte Bailer-Galanda, Franziska Bruder, Susan Hogervorst, Thomas Irmer, Laura Jockusch, Anne Klein, Kristina Meyer, Philipp Neumannn, Christa Paul, Harald Schmid, Stephan Stach, Katharina Stengel, Anke Zimmermann

Opfer oder Zeugen – in einer dieser Rollen werden Verfolgte des Nationalsozialismus meist wahrgenommen. Vergessen wird, dass sie es waren, die in vielen Bereichen Ansätze für eine kritische „Bewältigung" der Vergangenheit schufen. Sie übernahmen in den 1950er Jahren wichtige Aufgaben bei der Strafverfolgung von NS-Verbrechen, aus denen sich die Behörden fast völlig zurückgezogen hatten. Auch waren es zunächst fast ausschließlich ehemalige Verfolgte, die über Judenverfolgung und Konzentrationslager forschten und publizierten. Im Jahrbuch werden die Situation und die Aktivitäten der unterschiedlichen Verfolgtengruppen in den ersten Nachkriegsjahren in verschiedenen west- und osteuropäischen Ländern geschildert.


Fritz Bauer Institut (Hg.):
Zeugenschaft des Holocaust.
Zwischen Trauma, Tradierung und Ermittlung

Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust 2007
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Michael Elm und Gottfried Kößler
Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York, 2007, 285 S, € 24,90
EAN 978-3-593-38430-6
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 11

Mit Beiträgen von:
Aleida Assmann, José Brunner, Michael Elm, Margrit Frölich, Geoffrey Hartman, Jakob Hessing, Daniel Krochmalnik, Thomas Henne, Dagi Knellessen, Gottfried Kößler, Alexander von Plato, Karol Sauerland, Christian Schneider.

Das Buch thematisiert die Frage nach dem Vermächtnis der Zeitzeugen des Holocaust. Wie werden deren lebensgeschichtliche Erfahrungen in die nationalen Gedächtnisräume eingeschrieben? Dieser Frage gehen Autorinnen und Autoren aus Pädagogik, Geschichts- und Kulturwissenschaft, Psychologie und weiteren Disziplinen nach. Besondere Beachtung finden dabei die Stellung und die Transformation der Zeugenschaft in der israelischen, polnischen und deutschen Erinnerungskultur. Die Betrachtungen reichen von der strengen Archivierung der Erinnerungen über die juristische Verfolgung der Täter bis zur freien Adaption und Fiktionalisierung der Überlebendenberichte in Film und Literatur.


Fritz Bauer Institut und Jugendbegegnungsstätte Anne Frank (Hg.):
Neue Judenfeindschaft?
Perspektiven für den pädagogischen Umgang
mit dem globalisierten Antisemitismus

Jahrbuch 2006 zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts und der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank von Bernd Fechler, Gottfried Kößler, Astrid Messerschmidt und Barbara Schäuble
Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York, 2006, 378 S., € 29,90
ISBN 978-3-593-38183-1
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 10

Mit Beiträgen von:
Doğan Akhanli, Werner Bergmann, Julika Bürgin, Georg Chernyak, Aycan Demirel, Sabine Diederich, Monique Eckmann, Rosa Fava, Bernd Fechler, Tanja von Franzecki, E. Gryglewski, S. Harms, Christa Kaletsch, Gottfried Kößler, Ulla Kux, Astrid Messerschmidt, Holger Oppenhäuser, Heike Radvan, Irina Rosensaft, Barbara Schäuble, Albert Scherr, Hanne Thoma, Nikola Tietze und Peter Wagenknecht, Werner Bergmann.


Fritz Bauer Institut (Hg.):
Gesetzliches Unrecht.
Rassistisches Recht im 20. Jahrhundert

Jahrbuch 2005 zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Micha Brumlik, Susanne Meinl und Werner Renz
Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York, 2005, 244 S., € 24,90
ISBN 3-593-37873-6
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 9

Mit Beiträgen von:
Götz Aly,  Micha Brumlik, Cornelia Essner, Stefan Häußler, Helgard Kramer, Diemut Majer, Aram Mattioli , Susanne Meinl,  Jürgen Zimmerer


Fritz Bauer Institut (Hg.):
Völkermord und Kriegsverbrechen
in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Jahrbuch 2004 zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Irmtrud Wojak und Susanne Meinl
Campus Verlag, Frankfurt am Main, New York, 2004, 340 S., € 29,90
ISBN 3-593-37282-7, ISSN 1432-5535
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 8

Mit Beiträgen von:
Medardus Brehl, Micha Brumlik, Angelo Del Boca, Gerd Koenen, Gottfried Kößler, Reinhart Kößler, Rudibert Kunz, Aram Mattioli, Henning Melber, Karol Sauerland, Annette Schaefgen, Dominik J. Schaller, Erwin Wickert, Albert Wucher.


Fritz Bauer Institut (Hg.):
Im Labyrinth der Schuld.
Täter – Opfer – Ankläger
Jahrbuch 2003 zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Irmtrud Wojak und Susanne Meinl
Campus Verlag, Frankfurt am Main, New York, 2003, 364 S., 20 Abb., € 29,90
ISBN 3-593-37373-4, ISSN 1432-5535
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 7

Mit Beiträgen von:
Marcel Atze, Franziska Bruder, Heinz Düx, Michael Greve, Detlef Garz, Dagi Knellessen, Christian Kolbe, Hermann Langbein, Joachim Kügler, Hyo-Seon Lee, Dirk Pöppmann, Annegret Schüle, Gerhard Wiese, Irmtrud Wojak.


Fritz Bauer Institut (Hg.):
Grenzenlose Vorurteile.
Antisemitismus, Nationalismus und ethnische Konflikte
in verschiedenen Kulturen

Jahrbuch 2002 zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Irmtrud Wojak und Susanne Meinl
Campus Verlag, Frankfurt am Main, New York, 2002, 304 S., 30 Abb., € 24,90
ISBN 3-593-37019-0, ISSN 1432-5535
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 6

Mit Beiträgen von:
Henry Abramson, Micha Brumlik, Jean-Marc Dreyfus, Annegret Ehmann, Stefan Garsztecki, Andreas R. Hofmann, Wolf D. Hund, Milton Shain, Jeffrey Shandler, Laurence Mordekhai Thomas, Rafael von Uslar, Iris Wigger.


Fritz Bauer Institut (Hg.):
„Gerichtstag halten über uns selbst …“
Geschichte und Wirkungsgeschichte des ersten
Frankfurter Auschwitz-Prozesses

Jahrbuch 2001 zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Irmtrud Wojak
Redaktion: Susanne Meinl und Irmtrud Wojak
Campus Verlag, Frankfurt am Main, New York, 2001, 356 S., 21 Abb., € 24,90
ISBN 3-593-36822-6, ISSN 1432-5535
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 5

Mit Beiträgen von:
Timothy Boyd, Stephan Braese, Christian Dirks, Kathy Laster, Ronny Loewy, Peter Longerich, Marc von Miquel, Karin Orth, Alice von Plato, Annette Rosskopf, Florian Schmaltz, Sybille Steinbacher, Irmtrud Wojak, Hanna Yablonka.


Fritz Bauer Institut (Hg.):
„Arisierung“ im Nationalsozialismus.
Volksgemeinschaft, Raub und Gedächtnis

Jahrbuch 2000 zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
Hrsg. im Auftrag des Fritz Bauer Instituts von Irmtrud Wojak und Peter Hayes
Redaktion: Christian Kolbe, Florian Schmaltz und Irmtrud Wojak
Campus Verlag, Frankfurt am Main, New York 2000, 312 S., 23 Abb., € 24,90
ISBN 3-593-36494-8, ISSN 1432-5535
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 4

Mit Beiträgen von:
Frank Bajohr, Martin Dean, Susanne Meinl, Martin Fiedler, Wolf Gruner, Peter Hayes, Hermann Kaienburg, Jan Björn Potthast, Rolf Sachsse, Michael Tregenza, Harald Welzer.


Fritz Bauer Institut (Hg.):
„Beseitigung des jüdischen Einflusses …:
Antisemitische Forschung, Eliten und Karrieren im Nationalsozialismus
Jahrbuch 1998/99 zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
Redaktion: Andreas Hofmann und Irmtrud Wojak
Campus Verlag, Frankfurt am Main, New York 1999, 309 S., € 24,90
ISBN 3-593-36098-5, ISSN 1432-5535
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 3
(Der Band ist auch in der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft erschienen)

Mit Beiträgen von:
Tim Gallwitz, Birgit Gregor, Evelyn Hampicke, Felicitas Heimann-Jelinek, Susannah Heschel, Andreas R. Hofmann, Hanno Loewy, Michael H. Kater, Hans Mommsen, Patricia von Papen, Joachim Perels, Peter Sandner, Dieter Schiefelbein, Irmtrud Wojak.


Fritz Bauer Institut (Hg.):
Überlebt und unterwegs.
Jüdische Displaced Persons im Nachkriegsdeutschland

Jahrbuch 1997 zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
Redaktion: Jacqueline Giere, Hanno Loewy, Werner Renz, und Irmtrud Wojak
Campus Verlag, Frankfurt am Main, New York 1997, 382 S., € 24,90
ISBN 3-593-35843-3, ISSN 1432-5535
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 2

Mit Beiträgen von:
Thomas Albrich, Dan Diner, Leonard Dinnerstein, Angelika Eder, Jacqueline Giere, Andreas Hofmann, Peter Honigmann, Lena Inowlocki, Ole Frahm, Irene Heidelberger-Leonard, Angelika Königseder, Ewa Koźmińska-Frejlak, Ronny Loewy, Abraham Peck, Anita Shapira, Silke Wenk, Idith Zertal.


Fritz Bauer Institut (Hg.):
Auschwitz. Geschichte, Rezeption und Wirkung
Jahrbuch 1996 zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
Redaktion: Hanno Loewy, Ronny Loewy und Werner Renz
Campus Verlag, Frankfurt am Main, New York 1996, 410 S., 54 Abb., € 24,90
ISBN 3-593-35441-1, ISSN 1432-553
Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts, Band 1

Mit Beiträgen von:
Cornelia Brink, Dan Diner, Norbert Frei, Holger Gehle, Peter Hayes, Detlef Hoffmann, Isidor J. Kaminer, Gottfried Kößler, Cilly Kugelmann,  Hanno Loewy, Karel Margry, Werner Renz, Jeffrey Shandler, Jonathan Webber, Michael Zimmermann, Moshe Zuckermann.
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Einsicht 17
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Letzte Änderung: 06. Juni 2017

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