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Spezialbibliothek des Fritz Bauer Instituts
zur Geschichte und Wirkung des Holocaust
Johann Wolfgang Goethe-Universität – Campus Westend
Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften
IG Farben-Haus, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main
Querbau Q 1, 7. OG, Raum 7.121
Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 9:00–22.00 Uhr und Sa. 10:00–18:00 Uhr

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    Dokumentation / Bibliothek

    ►  Werner Renz
    Fragen zur Nutzung der Bibliothek und des Archivs
    Fragen zum Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und zum Frankfurter Auschwitz-Prozess
    Redaktion Newsletter: Rezensionen, Redaktion Jahrbuch
    069–79 83 22–25
    w.renz@fritz-bauer-institut.de

    Die Abteilung Dokumentation sammelt Zeitungsausschnitte, Aufsätze, Bibliographien, Kartenmaterial, unveröffentlichte Texte sowie Fotografien zur Geschichte der Konzentrationslager und Ghettos und der Geschichte der Gedenkstätten. Sie betreut und erweitert eine Spezialbibliothek zur Geschichte und Wirkung des Holocaust.

    Zeugenfotos aus dem 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965)

    Suche nach Zeugenfotos
    211 Auschwitz-Überlebende haben im Auschwitz-Prozess Zeugnis abgelegt. Ihre Vernehmung ist größtenteils auf Tonband aufgenommen worden. Von über 100 Opferzeugen hat das Fritz Bauer Institut in den letzten Jahren Fotos aus der Zeit des Verfahrens zusammentragen können. Weitere Aufnahmen fehlen. Wer kann uns helfen, Fotos von den genannten Zeugen zu erhalten?

    Fotos ohne Namen: Identifikation von Zeugenfotos
    Die Sammlung des Fotografen Günter Schindler (Schindler-Foto-Report) enthält Zeugenfotos aus dem Frankfurter Auschwitz-Prozess, auf denen bislang nicht identifizierte Personen abgebildet sind. 44 dieser Fotos finden Sie in unserem Web-Fotoalbum. Wir bitten um Ihre Mithilfe, den unbekannten Zeuginnen und Zeugen einen Namen zu geben.

      Suchaufruf: Zeugenfotos

    Spezialbibliothek zur Geschichte und Wirkung des Holocaust

    Die Bibliothek des Fritz Bauer Instituts ist als eigenständiger Bereich dem Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität angegliedert. Der Buchbestand der Spezialbibliothek zur Geschichte und Wirkung des Holocaust ist nicht in den BzG-Verbund integriert, sondern bleibt als Präsenzbibliothek in gesonderter Aufstellung erhalten.
    Der Bestand der Bibliothek umfasst ca. 12.000 Einheiten, davon sind zur Zeit etwa 10.000 Titel katalogisiert.
    Den Schwerpunkt der Sammlung bildet die Literatur zu Judenverfolgung und Holocaust
    , Literatur zu Gedenkstätten, Denkmälern und Kunst, zum Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit, zu Erinnerungskultur und -politik in Deutschland seit dem Kriegsende. Etwa 1.500 Titel sind über Konzentrations- und Vernichtungslager, zu Ghettos und zur Befreiung der Lager zu finden. Reflexionen über den Holocaust in Philosophie, Gesellschaftswissenschaften und Theologie, Kunstgeschichte und Kulturwissenschaften gehören ebenso zum Bestand der Bibliothek wie Literatur und Unterrichtsmaterialien zur Erziehung nach Auschwitz. Die "Sammlung Cobet: deutsche Geistesgeschichte 1945-1950" bildet einen separaten, geschlossenen Bestand der Bibliothek des Fritz Bauer Instituts. Die Bücher sind innerhalb der systematischen Aufstellung zusätzlich nach formalen Kriterien sortiert wie: Gesamtdarstellungen, Dokumentationen, Monographien oder Zeugnisse. Die Schilderungen Überlebender, von frühen Lagerberichten bis zu den jüngsten Zeitzeugnissen, bilden einen großen Teil der Holocaust-Literatur.
    Nutzer der Präsenzbibliothek können an einem OPAC (Online Public Access Catalogue) recherchieren. Die Titel wurden mit dem Bibliothekssystem ALLEGRO-C in der Frankfurter Konfiguration erfasst. Mancher Nutzerin / manchem Nutzer ist diese Software vielleicht schon aus den Katalogen des Instituts für Sozialgeschichte oder der Musikhochschule vertraut. Aber auch wer das System noch nicht kennt, wird sich in Personen-, Titel- und Stichwortregister schnell zurechtfinden. Die Bücher sind zum Teil auch inhaltlich erschlossen, so dass die Besucherin / der Besucher zusätzlich unter Schlagworteinträgen nach der gewünschten Literatur recherchieren kann.
    Die Systematisierung des Bestandes folgt nicht, wie im Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften, der Regensburger Verbundklassifikation, sondern ist an den Schwerpunkten der Institutsarbeit ausgerichtet. Eine Grobklassifikation unter historisch-chronologischem Aspekt bildet die Grundlage für die feinsystematische Aufstellung der Bücher und erleichtert eine erste Orientierung im Gesamtbestand. Von deutscher Geschichte vor 1933 über Studien zu Nationalsozialismus, NS-Prozessen, Künstlerischer Darstellung von Verfolgung und Holocaust bis zu Gedenken und Erinnern sowie Darstellungen zu Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit kann die Nutzerin und der Nutzer sich von der Aufstellung der Bücher leiten lassen.
    Originalliteratur aus der Zeit des Nationalsozialismus wird getrennt aufbewahrt. Etwa 500 Bände, davon ein Teil indizierter Literatur, sind in der Bibliothek des Fritz Bauer Instituts verzeichnet und können von erwachsenen Nutzerinnen und Nutzern eingesehen werden.
    Leider ist eine wertvolle Schenkung, eine Sammlung von 2.000 Bänden Nachkriegsliteratur (1945-1950), noch nicht für die Benutzung zugänglich. Die Bände müssen vor der Katalogisierung entsäuert und teilweise konservatorisch behandelt werden, Verfahren, die mit hohen Kosten verbunden sind und aus Institutsmitteln derzeit nicht bezahlt werden können.

    Ort:
    Johann Wolfgang Goethe-Universität – Campus Westend, IG Farben-Haus, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main, Querbau Q 1, 7. OG, Raum 7.121
    Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 9:00–22.00 Uhr und Sa. 10:00–18:00 Uhr
    Info zur Bibliothk des Fritz Bauer Instituts: Werner Renz, Raum 5.311, Tel.: 069-798-32225, Fax: -32241, E-mail: w.renz@fritz-bauer-institut.de
    Info zum Bibliothekszentrum Geisteswissenschaften: Gisela Horndasch, Raum 1.152, Tel.: 069-798-32500, -32839 und -32653, E-mail: info@bzg.uni-frankfurt.de, Internet. http://www.uni-frankfurt.de/bzg

    Suchaufruf
    Zeitschriftenbestand der Bibliothek

    Für die Komplettierung unseres Zeitschriftenbestandes bitten wir Sie um Ihre Mithilfe.
    An dieser Stelle veröffentlichen wir regelmäßig eine kleine Suchliste uns fehlender und im Handel vergriffener Ausgaben.
    Falls Sie einen oder mehrere der aufgeführten Bände besitzen und entbehren können, würden wir uns über eine Überlassung freuen.
    Viele Lücken konnten so schon geschlossen werden. Allen, die uns dabei geholfen haben, gilt unser herzlicher Dank!

    • Tribüne. Zeitschrift zum Verständnis des Judentums.
      Heft 5 (1963)

    • Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte.
      Band XVII (1988)

    • Yad Vashem Studies.
      Band 6 (1967); Band 8 (19??); Band 9 (1973); Band 10 (1974); Band 16 (1984)

    • International Military Tribunal – Trials of war criminals before the Nuernberg Military Tribunals
      under Control Council Law No. 10, Washington D.C., U.S. Government Pr. Office.
      Bände 1, 7 und 8 (ca. 1950–1952)

    Kontakt: Fritz Bauer Institut, Werner Renz
    Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main
    Tel.: 0 69–79 83 22–25, Fax: –41
    w.renz@fritz-bauer-institut.de

    Datenbankgestützte Dokumentationsprojekte:

    Weitere Arbeitsfelder der Abteilung Dokumentation:

    • Bibliographien
      Eine Holocaust-Auswahlbibliographie zu Schlüsselbegriffen des Holocaust, zu Herkunftsorten und -ländern von Deportierten und zu den Deportationszielen, zu Lagern und Ghettos wird erarbeitet und steht bei Anfragen zur Verfügung.

    • Studienmaterial
      Das Institut erstellt, z.B. für die Medien und für die Bildungsarbeit, Studienmaterial zu Schlüsselbegriffen des Holocaust, zu Herkunftsorten und -ländern von Deportierten, zu Deportationszielen (Ghettos, Internierungs-, Durchgangs-, Konzentrations- und Vernichtungslagern), zu Gedenkstätten und Museen, wie auch zu Tätern und anderen Personen, Ereignissen und öffentlichen Diskursen.
      Sammlungen von Karten, Plänen von Ghettos und Lagern, von Gedenkstättenführern und Informationsbroschüren ermöglichen Besuchern der Vernichtungsorte, wie auch Teilnehmern und Organisatoren von Gedenkstättenfahrten eine gezielte Vorbereitung.

    • Zeitungsarchiv
      Das Institut hat mit dem Aufbau eines Zeitungsarchivs begonnen, das Berichte über den Nationalsozialismus, über den Umgang mit der Geschichte des Holocaust in Deutschland und anderen Ländern, über Erinnerungspolitik und die Geschichte der Gedenkstätten und Gedenkveranstaltungen sowie relevanten Buchbesprechungen sammelt.

    • Zeitzeugeninterviews
      Das Institut führt, häufig in Kooperation mit verschiedenen Partnern, Interviewprojekte mit Überlebenden des Holocaust und anderen Zeitzeugen durch und dokumentiert sie in geeigneter Form. Bearbeitete Videointerviews, z.B. mit Überlebenden, können beim Institut für die Bildungsarbeit und andere Verwendungen ausgeliehen oder erworben werden.


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