Das Fritz Bauer Institut
im Überblick


Themen auf dieser Seite

  Das Fritz Bauer Institut: Kurzprofil
  Zur Geschichte der Stiftung Fritz Bauer Institut
 Fritz Bauer
 Arbeitsschwerpunkte des Instituts
 Gremien der Stiftung Fritz Bauer Institut
  Stiftungsrat
  Wissenschaftlicher Beirat
  Rat der Überlebenden
 Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
 Kooperation mit der J.W.Goethe-Universität
  Mitgliedschaften

Startseite | Homepage

zurück  SiteNavigator  weiter

 

Rubriken der Website
Startseite/Home
Aktuelles aus dem Institut
Das Fritz Bauer Institut im Überblick
Die Stiftung
Wissenschaftlicher Beirat
Rat der Überlebenden
Mitarbeiter und Abteilungen
Arbeitsbereiche des Instituts
Publikationen des Instituts
Ausstellungsprojekte
Cinematographie des Holocaust
Texte: Berichte / Essays / Gespräche
Fritz Bauer: Kurzbiografie
Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Rezensionen − Bücher, Medien
Kalender − Veranstaltungstermine
Infothek − Aus Kultur und Wissenschaft
Adressen / Links
Impressum / Kontakt / Disclaimer
Inhaltsverzeichnis / Sitemap

Kontakt: Anfragen an das Institut
Mitarbeiter · Arbeitsbereiche

 

 

TOP

 

Fritz Bauer Institut
Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust

Das Fritz Bauer Institut erforscht interdisziplinär die Geschichte und Wirkung der nationalsozialistischen Massenverbrechen, insbesondere des Holocaust und vermittelt die Ergebnisse in eine breite Öffentlichkeit. Dabei versteht sich das Institut als Scharnierstelle zwischen wissenschaftlicher Theoriebildung und gegenwartsbezogener kultureller Praxis. Es führt Forschungsprojekte durch, fördert wissenschaftliche und gesellschaftliche Diskurse, entwickelt schulische wie außerschulische Bildungsangebote. Es organisiert Ausstellungen, Fachtagungen und andere Veranstaltungen. Es publiziert Forschungsergebnisse und Reflexionen verschiedener Disziplinen, pädagogische Materialien, künstlerische Auseinandersetzungen und historische Quellen.

Das Fritz Bauer Institut mit seinen vier wissenschaftlichen Abteilungen: Dokumentation, Archiv und Bibliothek, Erinnerungskultur und Rezeptionsforschung, Pädagogik und historisch-politische Bildung und Zeitgeschichte, ist die einzige Einrichtung in der Bundesrepublik Deutschland, deren Tätigkeit ausschließlich dieser Themenstellung gewidmet ist.

Am 11. Januar 1995 wurde das Fritz Bauer Institut als Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Frankfurt am Main von seinen drei Gründungsstiftern, dem Land Hessen, der Stadt Frankfurt am Main und dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. ins Leben gerufen. Seit den Jahr 2000 ist das Institut der Johann Wolfgang Goethe-Universität, die als viertes Mitglied dem Stiftungsrat beitrat, angeschlossen und unterhält dort die Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung.

Die Arbeit des Fritz Bauer Instituts genießt internationale Aufmerksamkeit. Seit dem 17. November 2000 ist es offiziell als Bildungsträger anerkannt und arbeitet als selbständiges Kulturinstitut mit zahlreichen wissenschaftlichen Forschungsstätten, Gedenkstätten und Museen in aller Welt zusammen.

 Jubiläum: 10 Jahre Stiftung Fritz Bauer Institut | Infotext als download  pdf-Datei [182 kByte]

 

TOP

 

Zur Geschichte der Stiftung Fritz Bauer Institut

Am 11. Januar 1995, 50 Jahre nach der Befreiung der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager, wurde durch die drei Gründungsstifter Land Hessen, Stadt Frankfurt am Main und Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. das erste interdisziplinäre Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust in Deutschland ins Leben gerufen: Das Fritz Bauer Institut, Stiftung des bürgerlichen Rechts, mit Sitz in Frankfurt am Main.

Das Institut trägt den Namen des ehemaligen hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer, des demokratischen Justizreformers und Initiators der Frankfurter Auschwitz-Prozesse. Fritz Bauer verstand die NS-Prozesse als Selbstaufklärung der deutschen Gesellschaft in den Bahnen des Rechts. Mittels der  juristischen Aufarbeitung der NS-Verbrechen wollte er „Gerichtstag halten über uns selbst und über die gefährlichen Faktoren in unserer Geschichte“. Durch seinen Einsatz gewann die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Vernichtungspolitik erstmals eine öffentliche Dimension. Das Fritz Bauer Institut ist dem geistigen und politischen Erbe Fritz Bauers verpflichtet.

Es war Frankfurts damaliger Oberbürgermeister Volker Hauff, der unter dem Eindruck seines Besuchs in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, 1989 die Diskussion um ein Holocaust-Zentrum im "Land der Täter" in Gang brachte. 1992 wurde mit dem Abschlussbericht der  Planungsgruppe "Frankfurter Lern- und Dokumentationszentrum des Holocaust" – eingesetzt im Auftrag des Dezernats Kultur und Freizeit der Stadt Frankfurt am Main die von Hanno Loewy vorgelegte Konzeption des Fritz Bauer Instituts (pdf-Datei) vorgestellt. Nach mehrjähriger Vorarbeit durch die Arbeitsstelle Fritz Bauer Institut der Stadt Frankfurt am Main  wurde im Januar 1995 die Stiftung Fritz Bauer Institut  gegründet.

Als Gründungsdirektor wurde Dr. Hanno Loewy berufen. (1989 bis 1995: Leiter der Arbeitstelle "Frankfurter Lern- und Dokumentationszentrum des Holocaust"; 1995 bis September 2000: Direktor des Fritz Bauer Instituts; bis Ende 2003: Leiter der Abteilung Erinnerungskultur und Rezeptionsforschung; seit Januar 2004: Direktor des Jüdischen Museums Hohenems in Österreich).

 

TOP

 

Fritz Bauer

Fritz Bauer war verantwortlich für die Anklageerhebung im Auschwitz-Prozess, der 1963 bis 1965 in Frankfurt am Main stattfand. Er verstand die NS-Prozesse als Selbstaufklärung der deutschen Gesellschaft in den Bahnen des Rechts. Mittels der  juristischen Aufarbeitung der NS-Verbrechen wollte er „Gerichtstag halten über uns selbst und über die gefährlichen Faktoren in unserer Geschichte“. Durch seinen Einsatz gewann die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Vernichtungspolitik erstmals eine öffentliche Dimension.

Das Fritz Bauer Institut ist dem geistigen und politischen Erbe Fritz Bauers verpflichtet.

Kurzbiografie zu Fritz Bauer
 Fritz Bauer

Ausführlichere Informationen zu Fritz Bauer
Fritz Bauer Stationen eines Lebens, Essay von Irmtrud Wojak

Zum 100. Geburtstag von Fritz Bauer
Ansprache im Rahmen einer Gedenkveranstaltung am 16. Juli 2003 im Casino des IG Farben-Hauses in Frankfurt am Main
Im Haus des Henkers, Essay von Micha Brumlik

 

TOP

 

Arbeitsschwerpunkte des Instituts

Die interdisziplinäre Ausrichtung des Fritz Bauer Instituts umfasst sowohl Forschung und Dokumentation, als auch Bildungsarbeit und künstlerische Reflexion zur Geschichte und Wirkungsgeschichte des Holocaust. Dieser Anspruch wird durch die vier am Institut vertretenen Arbeitsbereiche abgedeckt:

  Dokumentation, Archiv und Bibliothek
  Erinnerungskultur und Rezeptionsforschung
 Pädagogik und historisch-politische Bildung
  Zeitgeschichtsforschung

Neben den vier wissenschaftlichen Abteilungen werden abteilungsübergreifende Projekte am Institut realisiert.
Von April 2001 bis Oktober 2006 wurde die Arbeit des Instituts durch die der Johann Wolfgang Goethe-Universität angeschlossenen Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung ergänzt.

Eine besondere Bedeutung der Arbeit des Fritz Bauer Instituts liegt in seiner Funktion als Scharnierstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung, der Vermittlung der Forschungsergebnisse in einer heterogenen gesellschaftlichen Öffentlichkeit sowie der Verknüpfung von Theoriebildung und kultureller Praxis.

 

TOP

 

Gremien der Stiftung Fritz Bauer Institut

Stiftungsrat

Der Stiftungsrat des Fritz Bauer Instituts setzt sich zusammen aus Vertretern des Landes Hessen, der Stadt Frankfurt am Main, des Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. und der Johann Wolfgang Goethe-Universität.

Wissenschaftlicher Beirat 

Der Wissenschaftliche Beirat des Fritz Bauer Instituts ist Organ der Stiftung Fritz Bauer Institut und wird vom Stiftungsrat berufen. Er begleitet interdisziplinär die Forschungs- und Projektarbeit des Instituts und berät die Institutsleitung und den Stiftungsrat in wissenschaftlichen Fragen.

Rat der Überlebenden

Der Rat der Überlebenden des Holocaust unterstützt und begleitet kritisch die Arbeit des Instituts.

 

TOP

 

Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. 

Das Institut wird von einem bundesweit organisierten Förderverein unterstützt. Der Förderverein Fritz Bauer Institut e.V. zählt über 1.300 Mitglieder (Stand April 2001) im In- und Ausland, darunter viele bekannte Persönlichkeiten, Institutionen, Unternehmen und Verbände, Städte, Landkreise und Gemeinden. Dieser breiten Basis und dem Engagement vieler Fördermitglieder und Spender verdankt das Fritz Bauer Institut seine Gründung und die Sicherung seiner weiteren Arbeit als unabhängiges Kulturinstitut.

 

TOP

 

Kooperation mit der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Zehn Jahre nach den ersten konzeptionellen Vorarbeiten ist das Fritz Bauer Institut im Herbst 2000 in einen neuen Abschnitt seiner Geschichte eingetreten. Förderverein und Stiftungsrat haben sich einem Plan angeschlossen, den der Präsident der Johann Wolfgang Goethe-Universität entwickelt hatte. Die Zusammenarbeit wurde in einem Kooperationsvertrag mit der Goethe-Universität festgelegt. Dadurch wurde das Fritz Bauer Institut, bei Wahrung seiner Unabhängigkeit, An-Institut der Frankfurter Universität. Geleitet wird das Institut von einem auf jeweils fünf Jahre gewählten Direktor, der gleichzeitig eine Professur an der Goethe-Universität innehaben muss. Mit dem Einzug in das IG-Farben-Haus auf den Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Sommer 2001, findet das Fritz Bauer Institut einen neuen, geschichtsträchtigen Standort.
Im April 2001 wurde an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt eine Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung eingerichtet: Es ist die erste und einzige Professur in Deutschland, die ausschließlich der Thematik der Geschichte und Wirkung des Holocaust gewidmet ist.
Sie wurde ermöglicht durch das finanzielle Engagement des Landes Hessen und wird gemeinsam getragen von der Frankfurter Universität und dem Fritz Bauer Institut.

IG Farben-Haus auf dem Campus Westend der Frankfurter Universität

Das Fritz Bauer Institut an der
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
im IG Farben-Haus auf dem Campus Westend

Logo Goethe-Universität

Auszug aus der Präambel der Kooperationsvereinbarung
zwischen der Stiftung Fritz Bauer Institut und der Johann Wolfgang Goethe-Universität
Das Fritz Bauer Institut mit Sitz in Frankfurt am Main ist eine unabhängige Forschungs- und Bildungseinrichtung, die zwar eng mit der Johann Wolfgang Goethe-Universität verzahnt, gleichwohl in ihrer Finanzverfassung eine unabhängige Stiftung des bürgerlichen Rechts ist. Zweck der Stiftung ist das Studium und die Dokumentation der Geschichte und Wirkung der nationalsozialistischen Massenverbrechen, insbesondere des Holocaust, die interdisziplinäre wissenschaftliche, pädagogische und künstlerische Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik und ihren Folgen bis in die Gegenwart.
Das Institut führt Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, Pädagogen und Kulturschaffende zu gemeinsamer projektorientierter Arbeit zusammen. Sie ermöglicht den interdisziplinären Austausch von Forschungsergebnissen, theoretischen Reflexionen, pädagogischen Modellen und künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Holocaust durch Veranstaltungen und Ausstellungen, durch kontinuierliche Arbeits- und Forschungsgruppen in dauerhaften Projektbereichen und zeitlich begrenzten Einzelprojekten. Sie begleitet wissenschaftliche, pädagogische und künstlerische Arbeit durch Beratung und Dokumentation und entwickelt schulische wie außerschulische Bildungsangebote.
Das Institut ist dem Andenken an Fritz Bauer verpflichtet, dem demokratischen Justizreformer und Initiator des Frankfurter Auschwitz-Prozesses.
Gründungsstifter des Fritz Bauer Instituts sind die Stadt Frankfurt am Main, das Land Hessen und der Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
Seit Herbst 2000 ist die Johann Wolfgang Goethe-Universität Mitglied im Stiftungsrat.

Die wissenschaftliche Arbeit des Fritz Bauer Instituts ist den
Grundsätzen zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis verpflichtet.

Durch eine am 11. Januar 2006 in Kraft getretene Kooperationsvereinbarung zwischen dem Fritz Bauer Institut und der Johann Wolfgang Goethe-Universität ist die Anwendung der "Grundsätze zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis" für alle am Institut tätigen wissenschaftlichen Mitarbeiter verpflichtend geregelt.
Die Vereinbarung wurde unterzeichnet vom Präsidenten der Frankfurter Universität,
Prof. Dr. Rudolf Steinberg und vom Direktor des Fritz Bauer Instituts, Prof. Dr. Dietfrid Krause-Vilmar.
Den am 22. Oktober 2003 vom Senat der Universität beschlossenen und in ihrer aktuellen Fassung am 18. Mai 2005 ergänzten Grundsätzen liegt eine Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vom 6. Juli 1998 zu Grunde.

 

TOP

 

Mitgliedschaften

Das Fritz Bauer Institut ist Mitglied folgender Vereinigungen:

  Arbeitskreis selbstständiger Kultur-Institute e.V. (AsKI), Bonn
  Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V., Berlin
 Association of Holocaust Organizations (AHO), New York
  Vereinigung für Jüdische Studien e.V., Potsdam

zurück  |  TOP   weiter: Die Stiftung