Fritz Bauer Institut

Gründungsgeschichte

Gründungsgeschichte

Stiftung Fritz Bauer Institut



Am 11. Januar 1995 – 50 Jahre nach der Befreiung der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager – wurde das Fritz Bauer Institut – Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust von drei Gründungsstiftern, dem Land Hessen, der Stadt Frankfurt am Main und dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V., als Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Frankfurt am Main ins Leben gerufen. Das Institut trägt den Namen des ehemaligen hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer, des demokratischen Justizreformers und Initiators der Frankfurter Auschwitz-Prozesse.

Es war Frankfurts damaliger Oberbürgermeister Volker Hauff, der unter dem Eindruck seines Besuchs in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, 1989 die Diskussion um ein Holocaust-Zentrum im "Land der Täter" in Gang brachte. 1992 wurde mit dem Abschlussbericht der vom Dezernat Kultur und Freizeit der Stadt Frankfurt am Main eingesetzten Planungsgruppe "Frankfurter Lern- und Dokumentationszentrum des Holocaust" die Konzeption des Fritz Bauer Instituts öffentlich vorgestellt. Nachdem er schon die Arbeitsstelle zur Vorbereitung des Instituts geleitet hatte, wurde Dr. Hanno Loewy zum Gründungsdirektor (1995 bis September 2000) des Instituts berufen. Ihm folgten nach die Direktoren Prof. Dr. Micha Brumlik (2000–2005), Prof. Dr. Dietfrid Krause-Vilmar (2005–2007) und aktuell Prof. Dr. Raphael Gross (seit April 2007).

Nach mehreren Standortwechseln (Walter-Kolb-Straße 9–11, Bockemheimer Landstraße 104, Rheinstraße 29) bezog das Institut im Sommer 2001 seinen heutigen Sitz im IG Farben-Haus, Grüneburgplatz 1, auf dem Campus Westend der Frankfurter Goethe-Universität. Mit dem Einzug in das geschichtsträchtige Gebäude wurde im Rahmen eines Kooperationsvertrags die Anbindung des Fritz Bauer Instituts als An-Institut der Frankfurter Universität, bei Beibehaltung des Statuses eines selbstständigen Kulturinstituts beschlossen und die Goethe-Universität trat als viertes Mitglied dem Stiftungsrat bei. Neben der inhaltlichen Betreuung des Norbert Wollheim Memorials übernimmt das Institut Lehrverpflichtungen am Historischen Seminar und am Seminar für Didaktik der Geschichte und betreibt zusammen mit der Universität eine Gastprofessur zu den Themen des Instituts.

Die enge Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Frankfurt und dem Leo Baeck Institute London prägt die aktuelle Perspektive des Instituts. Nach der Gründung eines gemeinsamen Pädagogischen Zentrums des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt wird gemeinsam mit der Goethe-Universität an der Entwicklung eines Zentrums für deutsch-jüdische Geschichte gearbeitet.
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Fritz Bauer Institut
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69.798 322-40
Telefax: +49 (0)69.798 322-41
E-Mail: info(at)fritz-bauer-institut.de

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Einsicht 09
Bulletin des Fritz Bauer Instituts
Das Heft erscheint zweimal jährlich (April/Oktober), Auflage 5.500.
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Letzte Änderung: 2011, January 03

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