Fritz Bauer Institut

Gerichtstag halten über uns selbst

„Gerichtstag halten über uns selbst“

Der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess


Das Projekt zur Erforschung und öffentlichen Darstellung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses („Strafsache gegen Mulka u. a.“, 20. Dezember 1963 bis 20. August 1965) wurde unter ein Zitat von Fritz Bauer gestellt, mit dem er die gesellschaftspolitische Aufgabe des Frankfurter Auschwitz-Prozesses beschrieb. Es bestand aus drei Teilprojekten und begann mit den ersten Recherchen im Jahre 1997. Mit der Publikation der Biografie Fritz Bauers wurde es 2009 abgeschlossen.


Teil 1:
Die Erschließung des Tonbandmitschnittes

Das Fritz Bauer Institut hat im Rahmen eines Forschungsprojekts unter Leitung von Werner Renz die 430 Stunden Tonbandmitschnitt, der Aussagen von Zeugen in elf Sprachen enthält, transkribiert. Durch eine Inhaltserschließung (Verschlagwortung) wird die Transkription zugänglich gemacht. In Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau erschien eine digitale Edition (DVD) beim Verlag Directmedia – Digitale Bibliothek. Sie erschließt den bedeutendsten NS-Prozess vor einem deutschen Gericht umfassend und multimedial.


Teil 2:
Die Ausstellung „Auschwitz Prozess 4 Ks 2/63 Frankfurt am Main“

40 Jahre nach dem ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess wurde am 27. März 2004 im Frankfurter „Römer“ und im Haus Gallus die Ausstellung „Auschwitz-Prozess 4 Ks 2/63 Frankfurt am Main“ eröffnet. Sie steht weiter zur Ausleihe für Interessenten bereit.

Die Ausstellung und der umfangreiche Katalog entstanden unter Leitung von Dr. Irmtrud Wojak. Sie kontextualisieren den Frankfurter Auschwitz-Prozess, angefangen von einer „Chronik der Verfolgung 1933–1945“ über eine Einordnung der Prozesse von Nürnberg, Warschau (gegen Auschwitz-Kommandant Rudolf Höß) und Jerusalem (gegen den Deportationsspezialisten Adolf Eichmann) bis hin zur Frage der Täter- und Gehilfenschaft. Der Prozess selbst wird auf der Grundlage des Tonbandmitschnittes am Beispiel von sieben Angeklagten rekonstruiert. Großen Raum nimmt die Wirkungsgeschichte des Prozesses in der Philosophie, Literatur und Publizistik ein.


Teil 3:
Fritz Bauer-Biografie

Als letztes Element des Projektes „Gerichtstag halten über uns selbst“ veröffentlichte Dr. Irmtrud Wojak im Frühjahr 2009 im Verlag C. H. Beck die Biografie Fritz Bauers. Auf der Grundlage jahrelanger Archivstudien im In- und Ausland entstand eine umfassende Darstellung von Leben und Werk Fritz Bauers. Sie macht seine außergewöhnliche Stellung als deutscher Jude, aber auch als sozialdemokratischer Jurist und Reformer deutlich.

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Letzte Änderung: 29. Juni 2010

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