Fritz Bauer Institut

Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht

Fritz Bauer. Der Staatsanwalt

NS-Verbrechen vor Gericht


Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck.
Sie wird gefördert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, die Fazit-Stiftung sowie Christiane und Nicolaus Weickert.

Aktuelle Ausstellungsstation:

9. März bis 28. Juni 2017
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden


Öffnungszeiten
Montag: 10.00–21.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag bis Sonntag: 10.00–18.00 Uhr
Mittwoch: geschlossen

Anmeldung zu Gruppenführungen
Claudia Rose
mhmfuehrungen(at)bundeswehr.org 

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm

Ausstellungsflyer Dresden (pdf-Datei)

Monika Boll, Rede zur Eröffnung der Ausstellung in Dresden
Eröffnungsrede (pdf-Datei)

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Institutes und des Jüdischen Museums Frankfurt
Ausstellungspräsentation in Dresden in Kooperation mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, dem Münchner-Platz-Komitee e.V. und der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden

Kontakt

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2
01099 Dresden
Tel.: 0351.82328-03, Fax: -05
mhmeingang(at)bundeswehr.org 
https://www.mhmbw.de 

Ausstellungseröffnung
Festvortrag: Norbert Wolf, Generalstaatsanwalt Braunschweig
Donnerstag, 9. März 2017, 18.00 Uhr
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Fritz Bauer hat als Generalstaatsanwalt in Braunschweig und in Hessen, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, bundesrepublikanische Geschichte geschrieben. Dabei blieb sein Leben nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse. Als Jude und Homosexueller blieb Fritz Bauer von Ausgrenzung und Verfolgung nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten in die Emigration. Als Jurist und Strafrechtsreformer trat für ihn an die Stelle der Staatsräson um jeden Preis der Schutz der Würde des Einzelnen, gerade auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg zur Demokratie.

Begleitveranstaltung
NSU-Prozess und Auschwitz-Prozess:
Was können Strafprozesse für historische Aufklärung leisten?

Forum Museum zu den Sonderausstellungen »Blutiger Boden« und »Fritz Bauer«
Montag, 20. März 2017, 18.00 Uhr
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Zu Gast: Werner Renz (Historiker), Heike Kleffner (Journalistin, Autorin) und Annette Ramelsberger (Journalistin, Prozessbeobachterin NSU-Prozess)
Seit fast vier Jahren läuft der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier weitere mutmaßliche Unterstützer des NSU. Während es dem Gericht in erster Linie um die individuelle Schuld der Angeklagten geht, erwarten Nebenkläger und weite Teile der Öffentlichkeit eine weitreichende Aufklärung der rechtsextremen Abgründe in unserem Land. Was aber kann ein Strafprozess tatsächlich für eine historische Aufklärungsarbeit leisten?
Das Beispiel der Frankfurter Auschwitzprozesse in den 1960er Jahren und seine Rolle im Erinnerungsdiskurs zum Holocaust beleuchtet der Historiker Werner Renz, langjähriger Mitarbeiter des Fritz Bauer Instituts. Die Journalistin Heike Kleffner beobachtet seit Jahren Untersuchungsausschüsse und den Prozess zum NSU-Komplex. Die Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger hat den NSU Prozess von Beginn an begleitet. Sie berichtet über ihre mehrjährige Konfrontation mit Tätern und ihrem Umfeld und den mühsamen Weg der juristischen Aufarbeitung eines dreizehnjährigen Mordzuges durch unsere Gegenwart.

Begleitveranstaltung
Vortrag von PD Dr. Irmtrud Wojak, Eschenlohe:
Fritz Bauer – Jurist aus Freiheitssinn und Anwalt der Überlebenden
Mittwoch, 22. März 2017, 19.30 Uhr
Kathedral-Forum, Schloßstr. 24, 01067 Dresden 
Moderation: Prof. Dr. Christoph Meyer, Mittweida  
Das Leben des Bürgers und streitbaren Juristen Fritz Bauer wurde in jüngster Zeit zum Thema aufsehenerregender Kinofilme und Medienberichte. Konsequent setzte sich der Sohn jüdischer Eltern für die Verfolgten und Schwächsten in der Gesellschaft ein und scheute dabei nicht vor persönlicher Benachteiligung zurück. In einem politischen Klima des Stillschweigens und Wegsehens betrieb Fritz Bauer Aufklärung und von Staats wegen Ahndung der Nazi-Verbrechen. In ihrer 2016 neu aufgelegten Biografie über den Kämpfer für die Menschenrechte fragt Irmtrud Wojaks nach den Motiven, die Fritz Bauer antrieben und nach den Konsequenzen, die sein Plädoyer für die Gerechtigkeit und die Pflicht zum Ungehorsam hatte.
Eine Veranstaltung des Freundeskreises Synagoge Dresden e.V. in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie des Bistums Meißen



Bisherige Ausstellungsstationen:

Donnerstag, 10. April bis Sonntag, 7. September 2014
Jüdisches Museum Frankfurt am Main
... Fritz Bauer. Der Staatsanwalt (pdf-Datei)

Dienstag, 9. Dezember 2014 bis Sonntag, 15. Februar 2015

Thüringer Landtag, Jürgen-Fuchs-Straße 1, 99096 Erfurt
In Kooperation mit dem Thüringer Justizministerium
... Informationen zur Ausstellungsstation Erfurt (pdf-Datei)
... Ausstellungsflyer Erfurt (pdf-Datei)

Donnerstag, 26. Februar bis Freitag, 17. April 2015
Landgericht Heidelberg, Kurfürsten-Anlage 15, 69115 Heidelberg
www.landgericht-heidelberg.de
In Kooperation mit dem Justizministerium Baden-Württemberg
... Ausstellungsflyer Heidelberg (pdf-Datei)

Donnerstag, 7. Mai bis Freitag, 26. Juni 2015
Landgericht Tübingen, Doblerstr. 14, 72074 Tübingen
In Kooperation mit dem Justizministerium Baden-Württemberg
... Ausstellungsflyer Tübingen (pdf-Datei)
... Ausstellungseröffnung Tübingen (pdf-Datei)

Mittwoch, 27. Januar bis Montag, 28. März 2016
Museum zur Geschichte von Christen und Juden, Schloss Großlaupheim,
Claus-Graf-Stauffenberg-Str. 15, 88471 Laupheim
... Ausstellungsflyer Laupheim (pdf-Datei)

Donnerstag, 21. April bis Sonntag, 21. August 2016
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln
... Ausstellungsstation Köln (pdf-Datei)



Zur Ausstellung:

Fritz Bauer gehört zu den juristisch einflussreichsten jüdischen Remigranten im Nachkriegsdeutschland. Als hessischer Generalstaatsanwalt, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, hat er bundesrepublikanische Geschichte geschrieben.
Die Ausstellung nimmt den Prozess, der sich 2013 zum fünfzigsten Mal jährte, zum Anlass, Fritz Bauer einem größeren Publikum vorzustellen.
Bauers Leben blieb nicht unberührt von den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse, die ihn auch persönlich betrafen. Als Jude blieb Fritz Bauer vom Antisemitismus nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten für 13 Jahre ins Exil. Als Generalstaatsanwalt hat er das überkommene Bild dieses Amtes revolutioniert. Nicht der Gehorsam der Bürger gegenüber dem Staat stand im Vordergrund. Bauer verstand sich stets als Vertreter der Menschenwürde vor allem auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg der Demokratisierung in der frühen Bundesrepublik.

Kuratoren der Ausstellung
Monika Boll (Fritz Bauer Institut),
Konzeption und Aufbau der Erstausstellung in Frankfurt
Erik Riedel (Jüdisches Museum Frankfurt am Main),
Betreuung der Wanderausstellung

Zur Ausstellung sind erschienen:

Fritz Backhaus, Monika Boll, Raphael Gross (Hrsg.)
Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht
Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2014,
300 S., zahlr. Abb., € 29,90
ISBN: 978-3-5935-0105-5
Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 32
Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung.
... mehr

Fritz Bauer Institut (Hrsg.)
Fritz Bauer. Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven 1961‒1968
Redaktion: Bettina Schulte Strathaus
Absolut MEDIEN, Berlin 2014, Dokumente 4017
2 DVDs, 298 Min., s/w, € 19,90
ISBN: 978-3-8488-4017-5
Erstveröffentlichung historischer Fernsehaufnahmen Fritz Bauers.
... mehr

Ausstellungsausleihe:

Unsere Wanderausstellungen können gegen Gebühr ausgeliehen werden. Das Institut berät bei der Organisation von Begleitveranstaltungen und ist bei der Herstellung von Kontakten und der Suche nach geeigneten Referenten behilflich. Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen und ein Ausstellungsangebot zu.

Kontakt
Manuela Ritzheim
Tel.: 069.798 322-33
Fax: 069.798 322-41
m.ritzheim(at)fritz-bauer-institut.de

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Fritz Bauer: Passfoto aus seinem
schwedischen Pass, ausgestellt am
13. November 1943 in Stockholm.

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Letzte Änderung: 17. März 2017

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