Fritz Bauer Institut

Doktoranden-Seminar

Doktoranden-Seminar

Neue Forschungen zu Geschichte
und Wirkung des Holocaust


Das interdisziplinäre Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts findet jährlich in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt im Martin-Niemüller-Haus in Schmitten/Arnoldshain statt. Es bietet Doktoranden, die sich mit Fragen der Geschichte und Wirkung des Holocaust befassen, die Gelegenheit, ihre Arbeiten zur Diskussion zu stellen und Kontakte zu anderen Doktoranden zu knüpfen, die zu ähnlichen Themen arbeiten. Die Teilnehmer stellen ihre geplanten und laufenden Forschungsvorhaben vor; im Mittelpunkt steht die Diskussion von Fragestellungen, Methoden und Quellen. Das Angebot richtet sich gleichermaßen an Zeithistoriker, Sozial-, Politik-, Literatur-, Rechts- und Kulturwissenschaftler sowie Pädagogen.
Die Ausschreibung erfolgt – in der Regel im März – öffentlich über H-Soz-u-Kult und die Website des Fritz Bauer Instituts.



Call for Papers
Neuntes Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts
In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt

Vom 13. bis 15. September 2017 findet das neunte Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt statt.
Das Seminar soll Doktorandinnen und Doktoranden, die sich mit Fragen der Geschichte und Wirkung des Holocaust befassen, die Gelegenheit bieten, ihre Arbeiten zur Diskussion zu stellen und Kontakte zu knüpfen. Die Teilnehmer/innen sollen ihre geplanten und laufenden Forschungsvorhaben vorstellen; im Mittelpunkt steht die Diskussion von Fragestellungen, Methoden und Quellen. Das Angebot richtet sich gleichermaßen an Zeithistoriker/innen, Politik-, Literatur-, Rechts-, Erziehungs- und Kulturwissenschaftler/innen. Um jede einzelne Arbeit intensiv besprechen zu können, ist die Teilnehmerzahl auf zehn beschränkt.
Die Veranstaltung wird in diesem Jahr von Dr. Jörg Osterloh (Fritz Bauer Institut) und Dr. Markus Roth (Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Justus-Liebig-Universität Gießen) moderiert.

Bewerbungen mit einer maximal zweiseitigen Projektskizze und einem kurzen Lebenslauf können bis zum 31. März 2017 per E-Mail beim Fritz Bauer Institut eingereicht werden. Bereits abgeschlossene Arbeiten werden grundsätzlich nicht berücksichtigt.
Die Veranstaltung wird Markus Roth mit einem öffentlichen Vortrag in Frankfurt eröffnen, das eigentliche Doktorandenseminar findet im Martin-Niemöller-Haus in Arnoldshain statt. Das Fritz Bauer Institut und die Evangelische Akademie Frankfurt übernehmen die Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten für die Teilnehmer/innen.

Kontakt
Dr. Jörg Osterloh
Fritz Bauer Institut
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel.: 069.798 322-35
Fax: 069.798 322-41
j.osterloh(at)fritz-bauer-institut.dee



Beiträge 2016

Achtes Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts
In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt

Haydée Mareike Haass (Köln), Kulturwirken Herbert Reineckers im Nationalsozialismus und der Bundesrepublik Deutschland
Dominique Hipp (Freiburg im Breisgau), Narrative der Gewalt – Berichte aus Dachau, Mauthausen und Ravensbrück
Götz Lachwitz (Hamburg), Verhandeln statt Zeigen. Prozesse der Erinnerung in Dokumentarfilmen über Verbrechen des Nationalsozialismus
Ulrike Löffler (Jena), : Zwischen »Betroffenheit«, »Schuldeinsicht« und »radikaler Überwindung des Faschismus«. Die pädagogische Arbeit bundesdeutscher NS-Gedenkstätten in den 1980er Jahren
Sebastian Lotto-Kusche (Flensburg), Kampf um Begriffe und Deutungsmacht. Der Weg der Sinti und Roma zur Anerkennung als Genozidopfer
Birte Meinschien (Frankfurt am Main), »A tale of two cultures«. Deutschsprachige Historiker in der britischen Emigration ab 1933
Andrea Kirchner (Frankfurt am Main/Jerusalem), Wie eine Insel im Meer. Richard Lichtheim im Auftrag der Jewish Agency in Genf, 1939-1946
Julia Pietsch (Berlin), Jüdische KZ- und »Schutzhäftlinge« in Berlin und Brandenburg 1933/34
Nadine Tauchner (Leicester/Wien), »Gefilzt, registriert, entnazifiziert…« Otto Schulmeister, ein österreichischer Journalist zwischen Nationalsozialismus  und Demokratie – Versuche einer interdisziplinären Biographie



Beiträge 2015
Siebentes Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts
In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt

Kalz, Eva-Lotte (Göttingen), »Für die meisten eine schwere Last«? Strafverteidiger als vergangenheitspolitische Akteure in NS-Prozessen (1945–1981)
Lônčíková, Michala (Bratislava), Anti-Semitic Propaganda during the Second World War. Comparative Analysis of the Anti-Semitic Propaganda in Slovakia and Independent State of Croatia (NDH) under the Umbrella of the Nazi Germany in the Selected Periodicals
Pick, Bianca (Oldenburg), Distanz als literarische Strategie. Re-Subjektivierung durch Distanzierung in der deutschsprachigen Shoah-Literatur
Pönisch, Elisabeth (Freiburg im Breisgau), »Judenhäuser« im Deutschen Reich ab 1939. Eine Lebensweltstudie zu Alltag und Nachbarschaft
Rauch, Raphael (München), Nach Holocaust: Visuelle Integration von Juden in westdeutschen Fernsehserien
Schmitz, Anna-Raphaela (München), Rudolf Höß – Handlungspraxis, Beziehungsstrukturen und Privatleben eines KZ-Kommandanten
Söhner, Jasmin (Heidelberg), »Ich weiß nicht, was für eine Wahrheit hier gesucht wird«. Sowjetbürger im Zeugenstand des 1. Frankfurter Auschwitz-Prozesses
Wierzcholska, Agnieszka W. (Berlin), Beziehungen zwischen Juden und Nicht-Juden in Polen, 1918–1956. Mikrostudien zu Tarnów



Beiträge 2014
Sechstes Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts
In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt

Bauer, Margaretha Franziska (München), Justice for the Enemy? Britische Offiziere als Verteidiger deutscher Kriegsverbrecher 1945-49
Gürtler, Leo (Wien), Franz Stangl – eine Biographie
Ionescu, Dana (Göttingen), Die Kontroverse um religiöse Beschneidungen von Jungen in Deutschland nach dem Kölner Urteil 2012
Krawinkel, Niklas (Marburg), Hans Gmelin (1911–1991). Der Nationalsozialismus als Belastung und Chance
Preitschopf, Alexandra (Salzburg) »Konkurrenz des Leidens«? Zeitgenössischer Antisemitismus unter französischen MuslimInnen im Kontext von Erinnerungspolitik und Gedenkkultur
Rabl, Christian (Wien), Der Mauthausen-Komplex vor Gericht
Rößler, Stephan (Stuttgart), Darstellbarkeit des Undarstellbaren. Frühe Auseinandersetzungen mit dem Holocaust
Sarhangi, Mohammad (Berlin), Martyrium und Revolte. Über den bewaffneten jüdischen Widerstand im US-amerikanischen Kino
Traußneck, Matti (Marburg), Die Singularitätsdebatte. Analyse, Bedeutung und Wirkung eines geschichtspolitischen Konzepts
Turner, Mathew John (Deakin/Australien), »The Men from Munich« Historians as Expert Witnesses and the Frankfurt Auschwitz Trial



Beiträge 2013
Fünftes Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts
In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt

Eva Balz (Bochum), Symbolische Eigentumspolitik im Kalten Krieg. Das Oberste Rückerstattungsgericht für Berlin (1953–1965)
Stefanie Coché (Köln), Psychiatrische Einweisungspraxis in Nationalsozialismus, BRD und DDR (1941–1963)
Christine Kausch (Münster), Zuflucht auf Zeit – deutsche Juden in den Niederlanden 1933–1945
Julia Menzel (Lüneburg), »Nur durch die Sprache können wir zaubern, Rettungsversuche.« H. G. Adlers wissenschaftliche und literarische Auseinandersetzung mit der Shoah
Robert Parzer (Berlin), Jüdische Unternehmer in Gebieten begrenzter nationalsozialistischer Herrschaft
Annalena Schmidt (Marburg), Alltägliches Leben und organisiertes Sterben. Die »Jüdische Soziale Selbsthilfe« im Generalgouvernement 1939–1945
Anja Schnabel (Potsdam), »Unerträglich vertraut« – Jüdische Ortswahrnehmung und Identität während des Nationalsozialismus in den Tagebüchern Willy Cohns
Kerstin Schwenke (München), Besuche in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern – Wandel und Wirkung
Maximilian Strnad (München), Stigma »Jüdisch versippt« – In Mischehe verfolgte Familie 1933–1949
Isabell Trommer (Frankfurt a. d. O.), Die Bundesrepublik Deutschland und Albert Speer: Geschichte einer Rezeption



Beiträge 2012
Viertes Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts
In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt

Damm, Christian (Bielefeld), Zwischen Sprechen und (Ver)Schweigen. Zur Persitenz von Erinnerungsmustern an den Holocaust in der Bundesrepublik Deutschland 1950–1989
Hause, Carmen (Leipzig), Im Schatten Buchenwalds. Zur Geschichte der Gedenkstätte Mittelbau-Dora 1945–2010
Hembera, Melanie (Heidelberg), Die Shoah im Distrikt Krakau. Eine Fallstudie am Beispiel der Stadt Tarnów
Katharina Raidt, Susanne (Marburg), »Kriegsverbrecherinnen«. Strafrechtliche Verfolgung und gesellschaftliche Wahrnehmung von weiblichen Angeklagten in NS-Kriegsverbrecherprozessen seit 1945
Kreutz, Jan (Hamburg), Erich von dem Bach-Zelewski – Eine Biographie der Gewalt zwischen Erstem und Zweiten Weltkrieg
› Langenbrinck, Johanna (Berlin), Verfolgung von Juden in Berlin 1918–1938
Malinauskaite, Gintare (Berlin), Filmische Erinnerung konkurrierender Vergangenheiten: Darstellung des Holocausts und der Sowjetokkupation im litauischen Kino nach der Unabhängigkeit
Nesselrodt, Markus (Berlin), Lebenswelten polnisch-jüdischer Flüchtlinge im sowjetischen Exil (1939–1945)
Pollmann, Ann-Kathrin (Leipzig), Ein offener Brief an Eichmanns Söhne. Günther Anders schreibt Klaus Eichmann
Wahlig, Henry (Hannover), Der Sportplatz als Treffpunkt des Gemeindelebens. Sport und seine Bedeutung im Sozial- und Alltagsleben der jüdischen Bevölkerung im nationalsozialistischen Deutschland



Beiträge 2011
Drittes Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts
In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt

Czech, Christof (Innsbruck), Politisches Spitzenpersonal der Ostmark. Die Funktionäre der Gauleitungen und die Kreisleiter. Eine politische Sammelbiographie
Jung, Britta C.  (Groningen), Transnationalsierung des Nationalen. Nationalisierung des Transnationalen: Die Inszenierung des Nationalsozialismus und Holocaust in der zeitgenössischen Jugendliteratur
Keller, Mirja (Frankfurt am Main), Die transnationale Entwicklung der religiös-zionistischen Kibbuzbewegung auf europäischer Ebene von 1933 bis 1945
Kleinmann, Sarah (Tübingen), Museale Repräsentation von NS-Täterschaft, Täterinnen und Tätern
Lieske, Dagmar (Berlin), Unbequeme Opfer? Das Instrument der kriminalpolizeilichen Vorbeugehaft im Nationalsozialismus und »Kriminelle« als Häftlinge im KZ Sachsenhausen
Obens, Katharina (Berlin), Rezeption von NS-Zeitzeugengesprächen bei Schülerinnen in Deutschland – Geschichtsbewusstseinsforschung mit Gruppendiskussionen
Schmidt Holländer, Hanna (Hamburg), Bildung in den »jüdischen« Ghettos im Zweiten Weltkrieg
Schwanzar, Fabian (Jena), Vom Protest zur Erinnerung. Gedenkstättenbewegung und Geschichtspolitik 1979–1990
Voigt, Sebastian (Leipzig), Zwischen Resistance und Holocaust. Zur politischen Erfahrungsgeschichte jüdischer Intellektueller im Nachkriegsfrankreich
Weißbach, Judith (Heidelberg), Transformation jüdischer Identität – der Erinnerungsdiskurs deutschsprachiger jüdischer Flüchtlinge über das Exil in Schanghai 1938–1949



Beiträge 2010
Zweites Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts

In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt

Beer, Susanne (Essen), Hilfe für Juden im Nationalsozialismus. Soziologische Untersuchung der Entscheidungssituationen und Karrieren von sogenannten Judenrettern
Bressan, Susanne (Berlin), Gudrun Ensslin. Die Biographie einer RAF-Terroristin im Kontext des öffentlichen Umgangs mit dem nationalsozialistischen Erbe in Deutschland
Eder, Jacob S. (Pennsylvania), Holocaust-Erinnerung als deutsch-amerikanische Konfliktgeschichte
Funkenberg, Merle (Kassel), Die Betreuung von Zeugen der NS-Prozesse
Kühling, Gerd (Jena), NS-Erinnerung in Berlin. Gedenkpolitik im Zeichen des Ost-West-Konflikts
Mentel, Christian (Berlin), Holocaustleugnung als Historiografie
Modlinger, Martin (Cambridge), Approaching Something that repels: The History of the Terezín Ghetto Artists in Post-Holocaust Literature
Schoenmakers, Christiane (Oldenburg), Täternetzwerke – Die Deutsche Golddiskontbank als Umschlagplatz für geraubtes jüdisches Vermögen und dessen Verwertung für den Krieg



Beiträge 2009
Erstes Doktoranden-Seminar des Fritz Bauer Instituts

In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt

Görlich, Frank (Berlin), Kolonisation und Menschenvernichtung. Das Sonderkommando R der Volksdeutschen Mittelstelle in Transnistrien und der deutsch besetzten Ukraine 1941–1944
Hallama, Peter (München), Jüdische Opferdiskurse in der Tschechoslowakei und in Österreich
Horstmann, Anja (Bielefeld), »Judenbilder fürs Archiv« – Die Gleichzeitigkeit von Archivierung und Vernichtung in nationalsozialistischen »Dokumentarfilmen« 1942
Hutzelmann, Barbara (München), Der Holocaust in der Slowakei 1938–1945
Kinzel, Tanja (Oldenburg), Bilder aus nationalsozialistischen Ghettos: Die Perspektive der Fotografierenden
Köver, Veronika (Brüssel), Exilierte Sprache. Verschiebungen im Werk von Jean Amery und Imre Kertesz
Perez Zancas, Rosa (Barcelona), Instrumentalisierung der literarischen Tradition zum Schreiben über den Holocaust: Ruth Klüger
Riverein, Markus (Frankfurt am Main), Karl Wolff – Eine politische Biographie
Schneider, Andreas (Gießen)/Zok, Michael (Marburg), Televisuelle Historiographien. Die Darstellung des Holocaust im west- und osteuropäischen Fernsehen, 1950er bis 1980er Jahre
Stengel, Katharina (Frankfurt am Main/Bochum), Hermann Langbein
Steuwer, Janosch (Bochum), »Volksgemeinschaft« als Handlungsgemeinschaft. Zur Gesellschaftsgeschichte der Etablierung des Nationalsozialismus 1933–1939
Wohl, Lea (Hamburg), Und nach dem Holocaust? Jüdische Figuren und jüdisches Leben nach 1945 im deutschen Film und Fernsehen

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Das Heft erscheint zweimal jährlich (April/Oktober), Auflage 5.500.
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Letzte Änderung: 26. Januar 2017

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