Wanderausstellungen Derzeit werden folgende Wanderausstellungen durch das Fritz Bauer Institut betreut und können entliehen werden: Die unsichtbaren Lager Das Verschwinden der Vergangenheit im Gedenken 180 Photographien von Reinhard Matz, aufgenommen in den Gedenkstätten und auf dem Gelände ehemaliger nationalsozialistischer Konzentrations- und Vernichtungslager, zeigen ein Panorama des Umgangs mit den Orten der Verbrechen und ihre Überlagerung mit den Zeichen und Bedürfnissen der Gegenwart in eindringlichen, thematisch gegliederten Bildergruppen. Eine provozierende Bestandsaufnahme dessen, was die Besucher auf dem Gelände der ehemaligen Lager, die zu Museen geworden sind, erwartet. Zur Ausstellung ist ein gleichnamiges Buch in der Schriftenreihe (Band 6) des Fritz Bauer Instituts erschienen. Die Ausstellung ist nicht mehr im Verleih! Ein Ort wie jeder andere Bilder aus einer deutschen Kleinstadt. Landsberg 1923–1958 Die Ausstellung zeigt in 170 Rahmen eine exemplarische Alltagsgeschichte der deutschen Gesellschaft vor, während und nach dem Nationalsozialismus. Von Hitlers Internierung in der Festung Landsberg bis zur Schließung des amerikanischen War Criminal Prison No.1, von den Spuren der Aufbrüche in einer Kleinstadt in der Zeit der Weimarer Republik bis zur Massenbeteiligung an den NS-Organisationen, von den KZ-Außenlagern Dachaus bis zum jüdischen DP-Camp, von der Zwangsarbeit bis zum „Wiederaufbau": Wie in einem Brennspiegel sind unversöhnliche und widersprüchliche Spuren der Geschichte hier zusammengerückt, ohne ineinander aufzugehen. Zur Ausstellung ist ein gleichnamiges Buch in der Schriftenreihe (Band 9) des Fritz Bauer Instituts erschienen. Die Ausstellung ist nicht mehr im Verleih! Asservate – Auschwitz, Buchenwald, Yad Vashem Photographien von Naomi Tereza Salmon Die Ausstellung der israelischen Fotokünstlerin Naomi Tereza Salmon lenkt den Blick auf die Gegenstände, die in die Archive der Gedenkstätten gewandert sind, als „letztes Zeichen, als Erinnerungsspur, als Reliquie, als Monument, als Echo, als Klage, als Anklage, als Beweis der Verbrechen..." (Salmon). Die Ausstellung enthält ca. 250 Aufnahmen in Rahmen, die zu Ensembles gruppiert werden. Ein gemeinsames Projekt mit der Schirn Kunsthalle Frankfurt am Main. Zur Ausstellung ist ein gleichnamiges Buch in der Schriftenreihe (Band 10) des Fritz Bauer Instituts erschienen. Die Ausstellung ist nicht mehr im Verleih! Ein Leben aufs neu – Das Robinson Album DP-Lager: Juden auf deutschem Boden 1945–1948
Die Ausstellung porträtiert das tägliche Leben und die Arbeit der Selbstverwaltung eines Lagers für jüdische „Displaced Persons" in der amerikanischen Besatzungszone: Das DP-Lager Frankfurt-Zeilsheim. Der Fotograf Ephraim Robinson, der selbst als DP in Zeilsheim war, fertigte nach seiner Einwanderung in die USA ein Album an. Die Ausstellung führt über das vertraut scheinende Medium des Albums in ein den meisten Menschen unbekanntes und von vielen verdrängtes Kapitel der deutschen und jüdischen Nachkriegsgeschichte ein: Fotografien von Familienfesten und Schulunterricht, Arbeit in den Werkstätten, Sporttourneen, Zeitungen und Theater, Manifestationen eines lebn afs nay, das den Schrecken nicht vergessen macht. Ein gemeinsames Projekt des Fritz Bauer Instituts mit dem Jüdischen Museum München. (Gemeint ist hier das in den 80er Jahren von Richard Grimm gegründete private Jüdische Museum in der Maximilianstraße 36. Von April 1989 bis April 1998 betrieb dort der Münchner Galerist in Eigeninitiative ein "Zweizimmer-Museum" auf nur 28 Quadratmetern.)
Fünfzig Jahre nach Kriegsende gedachte man der Opfer des Holocaust, erinnerte sich an das Schicksal der Überlebenden der Konzentrations- und Vernichtungslager. Neun Millionen Menschen nicht deutscher Herkunft befanden sich im Mai 1945 auf deutschem und österreichischem Boden. Sie wurden von den alliierten Behörden mit Lebensmitteln und Unterkunft notdürftig versorgt. Doch, was geschah dann mit ihnen? Wo gingen sie hin? We fingen sie ein neues Leben an? Wer hat ihnen dabei geholfen? Kehrten auch die meisten dieser Menschen innerhalb weniger Wochen in ihre Heimatländer zurück, so blieben doch viele Tausende von ihnen in den alliierten Besatzungszonen, darunter rund 70.000 jüdische Überlebende, überwiegend aus Osteuropa. Nach Hause konnten diese nicht, denn ihr Zuhause existierte nicht mehr: ihre Familien, Nachbarn, Freunde waren ermordet worden, ihre Habe zerstört oder geraubt, ihre Wohnungen von anderen bewohnt. Weiterzuwandern, zu Freunden oder Verwandten in die USA oder nach Palästina, war ihnen verwehrt, denn US-Immigrations- und britische Mandatspolitik im Nahen Osten verhinderten dies. So wurden sie zu displaced persons, die in Auffanglagern – DP camps – bei München, Regensburg und Bamberg, in Ulm und Stuttgart, bei Frankfurt am Main, Kassel und vielen anderen Städten und Städtchen lebten und warteten, die meisten drei bis vier Jahre. Zu ihnen stießen ab 1946 mehr als 100.000 weitere jüdische Flüchtlinge aus Osteuropa, zumeist polnische Juden, die Krieg und Holocaust in der Sowjetunion überlebt hatten und nach dem Krieg in Polen erneut mit antisemitischen Pogromen konfrontiert waren. Gemeinsam bauten diese jüdischen DPs (nach ihrer Selbstbezeichnung die She’arit Hapleyta – "der Rest, der entkommen ist") in den von den Besatzungsmächten errichteten Lagern ihr eigenes Gemeinwesen auf, mit Zentralkomitee und örtlichen Selbstverwaltungen, mit Schulen und beruflichen Ausbildungskursen, Zeitungen und Zeitschriften, Theatergruppen und Sportmannschaften. Sie feierten Hochzeit und freuten sich über Neugeborene. Sie schufen sich "a lebn afs nay", ein neues Leben im Übergang in eine ungewisse Zukunft. Einer der Überlebenden, Ephraim Robinson, lebte in einem solchen Displaced Persons-Lager in der amerikanischen Zone und hielt mit der Kamera fest, wie die Menschen allmählich ihre Belange in die eigenen Hände nahmen, den Alltag gestalteten, ein "Leben aufs Neu" wagten. Er dokumentierte nicht nur besondere Veranstaltungen. Er hielt vor allem den Alltag, die Familienereignisse fest: die Hochzeiten, den Brith (Beschneidung des Neugeborenen), den ersten Bühnenauftritt der Tochter, des Sohnes. Er war dabei, als in den Werkstätten, in der Zeitungsredaktion, in der Schule und auf dem Sportplatz gearbeitet, gelernt, gespielt wurde. Und er fing die Stimmung ein, als bedeutende Besucher aus dem Ausland ankamen, unter ihnen Eleanor Roosevelt und David Ben Gurion. Robinsons Photos wurden im DP-Lager Zeilsheim bei Frankfurt am Main aufgenommen; sie hätten in jedem anderen entstehen können. Als Ephraim Robinson 1985 in den USA verstarb, hinterließ er nicht nur viele hunderte Aufnahmen, sondern auch ein Album, das die Geschichte der jüdischen DPs in exemplarischer Weise erzählt. Die Ausstellung zeigt die 53 rekonstruierten und leicht vergrößerten Albumseiten (Größe 40 x 50 cm) mit 200 Photos verschiedener Größe, auf schwarzen Kartonblättern montiert und gerahmt. Dazu kommen Begleittexte, sowie 33 vergrößerter Porträtphotos aus dem Album (ebenfalls 40 x 50 cm montiert), weitere Photos aus anderen Lagern, und einige Demonstrationsobjekten (Zeitungsausschnitten, Bühnenbildentwürfe der professionellen DP-Theatergruppe, Gesundheitspässe, Presseausweise u.ä.). Weiterhin gibt es einige Erklärungstafel (Größe 21 x 30 cm) – Begriffserklärungen, Zeittafel, u.a. – auf weißen Kartonblättern montiert und gerahmt. Ein Video eines vom Photographen aufgenommenen Filmes – schwarz/weiß, ohne Ton, mit Erklärungstext – kann bei Bedarf mitgeliefert werden. Die Albumseiten bilden den Kern der Ausstellung, die weiteren Photos und Objekte können, je nach Ausstellungsfläche, nach Belieben der Aussteller hinzugefügt werden. Als Katalog zur Ausstellung dient der gleichnamige Photoband, erschienen 1995 beim Brandstätter Verlag, Wien, als Schriftenreihe Band 8 des Fritz Bauer Instituts. Der Band enthält historische Informationen und zahlreiche Zitate aus Interviews mit ehemaligen jüdischen Displaced Persons und deren Betreuern. Die Originalphotos sind im Besitz der Tochter des Photographen, Alice Robinson Lev; die Zusatzphotos stammen aus dem US Holocaust Memorial Museum, bzw. aus Privatbesitz. Alle sind dem Institut zum Ausstellungszweck zur Verfügung gestellt, bzw. gegen Gebühren überlassen worden. Die Leihgebühr für die Ausstellung beträgt € 1.000,–. Der Übernehmer trägt darüberhinaus die Transport- und Versicherungskosten.
Interessenten wenden sich bitte an das Fritz Bauer Institut, Manuela Ritzheim Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main Tel.: 0 69 – 79 83 22 – 33, Fax: –41 m.ritzheim@fritz-bauer-institut.de
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen: Jacqueline Giere, Rachel Salamander (Hg.): Ein Leben aufs neu. Das Robinson-Album. DP-Lager: Juden auf deutschem Boden 1945–1948. Verlag Christian Brandstätter, Wien 1995, 128 S., 133 Abb. Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 8, (leider vergriffen)
Jüdische Überlebende in Frankfurt-Zeilsheim Eine virtuelle Ausstellung der Technischen Universität Darmstadt ► www.geschichte.tu-darmstadt.de/ueberlebende-zeilsheim Suche Auf den Spuren einer Reise nach Europa Die Ausstellung dokumentiert eine zweifache Reise. 1944/45 bereiste der jüdisch-amerikanische Schriftsteller Meyer Levin als Kriegsberichterstatter gemeinsam mit dem Fotografen Eric Schwab das verwüstete Europa. 1995 besuchte der New Yorker Fotograf Mikael Levin die Stätten, an denen das Leben seines Vaters eine Wendung nahm, die im zweiten Weltkrieg zerstörten Städte und Landschaften Europas, die Lager, an deren Befreiung sein Vater teilnahm: Ohrdruf, Buchenwald, Dachau, Theresienstadt. Die Ausstellung umfasst 130 Rahmen mit Fotografien von Mikael Levin, Texten von Meyer Levin und einigen historischen Aufnahmen von Eric Schwab. Die Ausstellung wurde von der DG Bank, Frankfurt am Main, unterstützt. Zur Ausstellung ist ein gleichnamiges Buch in der Schriftenreihe (Band 11) des Fritz Bauer Instituts erschienen. Die Ausstellung ist nicht mehr im Verleih! Bilder im Kopf Auschwitz – Einen Ort sehen Obrazy w glowie Oswiecim – Ujecia pewnego miejsca Die zweisprachige Ausstellung (Deutsch/Polnisch) zeigt die Ergebnisse der fotografischen Arbeit von Jugendlichen in Auschwitz/Oswiecim. Ausgangspunkt des Projektes sind Fotoworkshops mit Jugendlichen aus verschiedenen europäischen Ländern, die zwischen 1991 und 1995 in der internationalen Jugendbegegnungsstätte Oswiecim stattfanden und die Gegenwart der Gedenkstätte, aber auch die der polnischen Kleinstadt thematisieren. In der bewussten Auseinandersetzungen mit der eigenen Wahrnehmung des Ortes ist ein kritisches Interesse auch an den eigenen Phantasien, den Bildern im Kopf, geweckt worden, das in Buch und Ausstellung zur Diskussion gestellt werden soll. Zur Ausstellung ist ein gleichnamiges Buch in der Schriftenreihe (Band 12) des Fritz Bauer Instituts erschienen. Neben der Wanderausstellung Bilder im Kopf hat das Fritz Bauer Institut in Kooperation mit dem Deutsch Polnischen Jugendwerk und der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste die Plakatmappe Bilder im Kopf. Auschwitz/Oswiecim – einen Ort sehen als pädagogisches Material für die Gedenkstätten- und Begegnungsarbeit entwickelt. Die IG Farben und das Konzentrationslager Buna/Monowitz „Und könnte aus unserem Lager eine Botschaft hinausdringen zu den freien Menschen, so lautete sie: Sorget, daß euch in eurem Heim nicht geschehe, was uns hier geschieht!" Primo Levi
Das Fritz Bauer Institut bietet die Wanderausstellung „IG Auschwitz und das Konzentrationslager Buna/Monowitz" zur Ausleihe an. Anlässlich des Treffens der Überlebenden von Buna/Monowitz im Herbst 1998 im IG Farben-Haus in Frankfurt am Main wurde diese Ausstellung entwickelt. Nach einer weiteren Präsentation in der Frankfurter Universität im Februar 2000 kann die Ausstellung nun beim Fritz Bauer Institut gegen Übernahme der Kosten entliehen werden. Das Konzentrationslager der IG Farben in Auschwitz ist bis heute ein Symbol für die Kooperation zwischen Wirtschaft und Politik im Nationalsozialismus bis hinein in die Vernichtungslager. Die komplexe Geschichte dieser Kooperation, ihrer Widersprüche, ihrer Entwicklung und ihrer Wirkung auf die Nachkriegszeit (der Prozesse und des bis heute währenden Streits um die IG in Liquidation) wird aus unterschiedlichen Perspektiven dokumentiert. Strukturiert wird die Ausstellung durch Zitate aus der Literatur der Überlebenden, die zu den einzelnen Themen die Funktion der einführenden Texte übernehmen. Diese Zitate werden optisch von den übrigen Ausstellungselementen abgesetzt. Als Bilder werden Reproduktionen der Fotografien verwendet, die von der SS anlässlich des Besuches von Himmler in Auschwitz am 17./18. Juli 1942 angefertigt wurden. Die Bildebene erzählt also durchgängig die Tätergeschichte, der Blick auf die Fabrik und damit die Technik steht im Vordergrund. Die Textebene hingegen wird durch die Erzählung der Überlebenden bestimmt, auch wenn möglichst häufig ein Thema aus der Sicht der Überlebenden und der Täter behandelt wird. So ist die gesamte Ausstellung als Montage im filmischen Sinn angelegt. Der Betrachter sucht sich die Erzählung selbst aus den Einzelstücken zusammen. Um diese Suche zu unterstützen, werden in Heftern Quellentexte angeboten, die eine vertiefende Lektüre ermöglichen. Eine Verwendung der Ausstellung im Zusammenhang der Beschäftigung mit dem Thema Zwangsarbeit bietet sich ebenso an, wie die Einbindung in eine Auseinandersetzung mit der Literatur von Überlebenden. Unverhältnismäßig viele Häftlinge von Monowitz wurden später bekannte Autoren: Primo Levi, Eli Wiesel, Jean Améry, Paul Steinberg – um nur die wichtigsten zu nennen. Sie alle kommen in der Ausstellung zu Wort. Dies ist eine Leseausstellung, die bewusst karg und in der Strukturierung auf die Aktivierung der Betrachter angelegt ist. Insgesamt besteht sie aus 57 Rahmen und einem Lageplan des IG Farbenwerkes, des Lagers Buna/Monowitz und der Stadt Auschwitz/Oswiecim. Das Fritz Bauer Institut bietet zusätzlich einen Reader zur Vorbereitung der Ausstellungsnutzung an. Für die Ausstellung erheben wir eine Leihgebühr von € 600,–. Dazu kommen die Kosten für Versicherung und Transport. Gerne berät das Fritz Bauer Institut auch bei der Suche nach Referenten für Diskussionen und Vorträge.
Die Ausstellung (Format der Rahmen: 42 x 42 cm) enthält folgende Elemente: 1. Buna/Monowitz: Zusammenhänge (12 Rahmen + 150 x 50 cm Plan) 2. Perspektiven auf Buna (26 Rahmen) 3. Ende des KZ Monowitz (5 Rahmen) 4. Prozesse gegen das IG Farben-Management (9 Rahmen) 5. IG in Liquidation (1 Rahmen) 7. ergänzende Hefter mit Quellen zur Nutzung in der Ausstellung
Ausstellungskonzept / Redaktion: Gottfried Kößler Recherche / Texte: Werner Renz Gestaltung / Ausstellungsdesign: Werner Lott
Ermöglicht wurde die Ausstellung durch die großzügige Unterstützung der Conference on Jewish Material Claims against Germany, New York.
Interessenten wenden sich bitte an das Fritz Bauer Institut, Manuela Ritzheim Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main Tel.: 0 69 – 79 83 22 – 33, Fax.: – 41 m.ritzheim@fritz-bauer-institut.de Auschwitz-Prozess 4 Ks 2/63 Frankfurt am Main Historisch-dokumentarische Ausstellung des Fritz Bauer Instituts Die Ausstellung und der umfangreiche Katalog behandeln alle Kapitel des Holocaust, angefangen von einer „Chronik der Verfolgung 1933–1945“ über eine Einordnung der Prozesse von Nürnberg, Warschau (gegen Rudolf Höß) und Jerusalem (gegen Adolf Eichmann) bis hin zur Frage der Täter- und Gehilfenschaft sowie der Rekonstruktion des Auschwitz-Prozesses am Beispiel von sieben Angeklagten. Großen Raum nimmt die Wirkungsgeschichte des Prozesses in der Philosophie, Literatur und Publizistik ein. Bisherige Ausstellungsstationen waren Frankfurt am Main (28. März bis 23. Mai 2004), Berlin (26. Oktober bis 19. Dezember 2004), München (10. Mai bis 27. Juli 2007) und Hannover (26. Januar bis 25. Februar 2009). ► Weitere Informationen Die Ausstellung ist nicht mehr im Verleih! 
Auschwitz-Prozess 4 Ks 2/63 Frankfurt am Main Historisch-dokumentarische Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts | ► Die Ausstellung | ► Digitale Edition – DVD-ROM | ► Fotogalerie: Blick in die Ausstellung ► Fotogalerie: Ausstellungseröffnung in Frankfurt | ► Fotogalerie: Ausstellungsstation Berlin ► Ausstellungsstation Berlin: 26. Oktober bis 19. Dezember 2004, Martin-Gropius-Bau |
Plakatmappen Folgende Ausstellungen bietet das Fritz Bauer Institut in Form von Plakatmappen zum Verkauf an: Die Gegenwart von Auschwitz Plakatmappe 20 Plakate im Format DIN-A 1 in robuster Schutzmappe. Mit einem Materialheft für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit. 10 Schwarzweiß-Fotografien von Henning Langenheim und 10 Farbfotografien von Peter Liedtke. Die Fotografien entstanden 1987–1992 auf dem Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Sie zeigen die irritierende Gegenwart der Gedenkstätte durch eine sehr eigene fotografische Perspektive. Jedes Foto wird kontrastiert mit Zitaten von Überlebenden und Opfern der Vernichtung in Auschwitz-Birkenau. Die Spannung zwischen den Eindrücken der Gegenwart und den Erinnerungsfragmenten regt zum Nachdenken über die Erfahrungen der Opfer und ihre Uneinholbarkeit durch unsere eigene Wahrnehmung an. Ein pädagogisches Begleitheft mit ausführlichen Texten und Arbeitsvorschlägen ermöglicht eine Vertiefung der Beschäftigung, so dass die Plakatmappe sich insbesondere zur Präsentation im Zusammenhang von Bildungsarbeit oder an kleineren Ausstellungsorten eignet.
Materialheft zur Plakatmappe Gottfried Kößler (Hg.): Die Gegenwart von Auschwitz Das pädagogische Begleitheft zur Plakatmappe ist in der Reihe Pädagogische Materialien (Nr. 2) des Fritz Bauer Instituts erschienen. Mit Texten von Jean Améry, Charlotte Delbo, Ruth Klüger, Hermann Langbein, Primo Levi, Rudolf Vrba, Tibor Wohl, Jonathan Webber u. a. Frankfurt am Main 1998, 4. überarbeitete und erweiterte Auflage, 52 S., DIN-A 4, € 5,10 ISBN 3-932883-06-3; Pädagogische Materialien, Nr. 2
Plakatmappe und Materialheft kosten zusammen € 60,– (inkl. Versandkosten im Inland) und sind (gegen Rechnung) unter folgender Adresse zu bestellen: Karl Marx Buchhandlung GmbH Publikationsversand Fritz Bauer Institut Jordanstraße 11, 60486 Frankfurt am Main Tel.: 0 69–77 88 07, Fax: –70 77 39 9 ► info@karl-marx-buchhandlung.de
Die Plakatmappe liegt auch in einer italienischen Fassung als Wanderausstellung vor: ► Il Presente di Auschwitz Bilder im Kopf Auschwitz/Oswiecim – Einen Ort sehen Plakatmappe mit 16 Plakaten s/w im Format DIN-A 2 in robuster Schutzmappe. Mit einem Begleitheft für die schulische und außerschulische Bildung Ergänzend zur Wanderausstellung Bilder im Kopf. Auschwitz/Oswiecim – einen Ort sehen hat das Fritz Bauer Institut in Kooperation mit dem Deutsch Polnischen Jugendwerk und der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste die Plakatmappe Bilder im Kopf. Auschwitz/Oswiecim – einen Ort sehen als pädagogisches Material für die Gedenkstätten- und Begegnungsarbeit entwickelt. Welche Bilder ruft das Wort Auschwitz heute in uns hervor? Welche Bedeutung hat Auschwitz in unserem Denken? Über ein halbes Jahrhundert ist seit der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers vergangen. Was finden wir heute vor am historischen Ort Auschwitz? Diesen Fragen stellt sich das Projekt Bilder im Kopf und thematisiert die Schwierigkeiten des Erinnerns und Gedenkens. Die Fotowerkstätten der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Auschwitz/Oswiecim und der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) in Berlin eröffnen Jugendlichen aus Deutschland und aus Polen seit 1991 die Möglichkeit, sich mit Auschwitz auseinander zu setzen und die von zu Hause mitgebrachten Bilder und Vorstellungen von Geschichte und Gegenwart zu hinterfragen. Die Fotografie hat sich in der Arbeit als besonders geeignetes Werkzeug erwiesen, einen geschärften Blick und einen genaue Beobachtung zu entwickeln. Das Gesehene aber auch gerade das Nicht-Gesehene können mit Hilfe der Fotografie interpretiert werden. Gleichzeitig produziert sie neue Bilder und Deutungen, die gemeinsam diskutiert werden können. Es kann intuitiv, konzeptionell, emotional und kognitiv gearbeitet werden. So bietet die Fotografie, als Medium kritisch ernstgenommen, die Chance zu vielschichtiger Artikulation und damit die Möglichkeit, individuelle Formen der Auseinandersetzung mit diesem Thema einer Öffentlichkeit vorzustellen und über den Augenblick hinaus festzuhalten. Nicht zuletzt erweist sich die Fotografie in Begegnungen, bei denen es nicht immer eine gemeinsame Sprache gibt, als wichtiges Medium kontroverser Verständigung. Aus diesen Fotowerkstätten entstanden 1997 als ein Projekt des Fritz Bauer Instituts die Wanderausstellung Bilder im Kopf. Auschwitz/Oswiecim – einen Ort sehen sowie das gleichnamige Buch, herausgegeben von Knut Dethlefsen und Thomas B. Hebler. (Das Buch Bilder im Kopf. Auschwitz – Einen Ort sehen ist in der Schriftenreihe des Fritz Bauer Instituts, Band 12 erschienen.) Die Ausstellung ist seitdem in vielen Städten Polens und Deutschlands gezeigt worden – verbunden mit neuen Geschichtswerkstätten. Die Geschichtswerkstätten, die während der Präsentation der Wanderausstellung stattfanden, haben gezeigt, dass sich Bilder im Kopf sehr gut für den Einsatz in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit eignet, aber als Medium besser nutzbar gestaltet werden konnte. Auf diesen Erfahrungen aufbauend wurde Bilder im Kopf von den Autoren Knut Dethlefsen und Thomas Hebler überarbeitet und die inzwischen vorliegende Plakatmappe entwickelt, die sich als kleine mobile Ausstellung und gleichzeitig als Arbeitsmaterial für die Bildungsarbeit verwenden lässt. Die Förderung durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk und die Claudy-Stiftung, Frankfurt am Main machten die Herstellung der Plakatmappe möglich. Auf jedem Plakat sind einige Fotografien und ein kurzer Text abgebildet, die in den 1990er Jahren im Rahmen der Fotowerkstätten der Internationalen Jugendbegegnungsstätte entstanden sind. Jedes Plakat bildet eine thematische Einheit, die sich mit einem Aspekt der Gegenwart des Ortes Oswiecim und der Gedenkstätte Auschwitz befasst. Zusammengesetzt formen die sechzehn Plakate gleichsam wie ein Puzzle wiederum ein Bild, nämlich das der Birken von Birkenau, die hinter den Ruinen der gesprengten Krematorien wachsen. Mit Schülern, Jugendgruppen und in der Erwachsenenbildung kann die Plakatmappe als Anstoß zur aktiven Auseinandersetzung mit der konkreten Geschichte von Auschwitz genutzt werden. Aber auch eigene künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Thema können durch die Plakatmappe angeregt und in der Arbeit mit dem Material integriert werden. Schließlich kann die Plakatmappe insbesondere zur Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung von Gedenkstättenbesuchen und deutsch-polnischen Jugendbegegnungen dienen. Vor dem Gedenkstättenbesuch lassen sich anhand der Plakate die Erwartungen der Teilnehmer an die Realität der Gedenkstätten thematisieren und differenzieren. Während des Besuchs einer Gedenkstätte bieten die Plakate die Möglichkeit, Eindrücke zu reflektieren, festzuhalten und auch zu verarbeiten. Bei der Nachbereitung kann mit den Bildern und Texten die veränderte Wahrnehmung der Geschichte und die Bedeutung des Gedenkstättenbesuchs für die Teilnehmer erörtert werden. Bilder im Kopf zeigt eine kontroverse Reflexion der dritten Generation über die Ortschaft Auschwitz am Ende des 20. Jahrhunderts. Die jungen Fotografen suchen die Geschichte von Auschwitz in der Gegenwart. Die Fotos zeigen Auschwitz nicht aus dem Blickwinkel der Gedenkprofis und sie versuchen auch nicht, das Leiden von Auschwitz bildlich darzustellen. Bilder im Kopf zeigt den Ort Auschwitz in seiner heutigen Gestalt als Gedenkstätte und als Museum, als Friedhof und nicht zuletzt auch als polnische Kleinstadt. Die Plakatmappe Bilder im Kopf. Auschwitz/Oswiecim – einen Ort sehen, mit einem Begleitheft und dem gleichnamigen Buch, ist zum Preis von € 20,50 (ohne Buch € 15,30) erhältlich bei: Aktion Sühnezeichen Friedensdienste Auguststr. 80, 10117 Berlin Tel.: 030-283951-84, Fax: -35 E-mail: asf@asf-ev.de, Internet: http://www.asf-ev.de oder Deutsch Polnisches Jugendwerk Friedhofsgasse 2, 14473 Potsdam Tel: 0331-284790, Fax: -297527 E-mail: buero@dpjw.org, Internet: http://www.dpjw.org |